Adendorf in Niedersachsen


Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Koordinaten: 53° 17′ N, 10° 27′ O
Höhe: 23 m ü. NN
Fläche: 16,08 km²
Einwohner: 9838
Bevölkerungsdichte: 612 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21365
Vorwahl: 04131
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 001
Gemeindegliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 14
21365 Adendorf
Webpräsenz: www.adendorf.de
Bürgermeister: Joachim Pritzlaff (SPD)

Die Gemeinde Adendorf liegt etwa 4 km nordöstlich vom Lüneburger Stadtkern entfernt.

Geografie

Geografische Lage

Adendorf liegt zwischen dem Fluss und dem Elbe-Seitenkanal ca. 10 km südlich der Elbe.

Nachbargemeinden

Gemeinde Bardowick im Westen, Gemeinde Scharnebeck im Osten und Stadt im Süden.

Geschichte

Als Addunesthorpe wird Adendorf im Jahr 1004 ermals urkundlich erwähnt in einer Urkunde von Kaiser Heinrich II. als Stiftung des Klosters Kemnade. Der Ort gruppierte sich zunächst um ein Rittergut. 1374 wurde das Dorf im Lüneburger Erbfolgekrieg durch ein Feuer zerstört. Während des dreißigjährigen Krieges geschah dies ein zweites Mal und am 16. Mai 1895 schließlich ein drittes Mal als Dragoner in Adendorf übernachteten und mit einer Zigarette unachtsam waren.

1974 fand die Gemeindereform statt und die Gemeinde Adendorf sollte zur Stadt eingemeindet werden. Aufgrund nachhaltigen Widerstandes wurden schließlich nur die Ortsteile Ebensberg und Olm zu eingemeindet. Übrig blieb die heutige Gemeinde Adendorf mit den Ortsteilen Elba, Erbstorf und Grüner Jäger.

Im Jahre 1976 war die Gemeinde in den Schlagzeilen, als beim Ortsteil Erbstorf der Elbe-Seitenkanal an einer Unterführung brach und 5 Millionen Kubikmeter Wasser das Umland überfluteten. Auf Luftaufnahmen ist noch heute das Ausflussgebiet gut zu erkennen.

Einwohnerentwicklung

  • 1885 347 Einwohner
  • 1900 346 Einwohner
  • 1933 1.009 Einwohner
  • 1939 1.419 Einwohner
  • 1951 2.858 Einwohner
  • 1963 4.512 Einwohner
  • 1973 ca. 5.400 Einwohner
  • 1978 7.003 Einwohner
  • 2002 9.784 Einwohner

Politik

Gemeinderat

Die Zusammensetzung des Gemeinderates nach der Kommunalwahl 2006:

  • SPD 53,7 % (13 Sitze)
  • CDU 30,6 % (7 Sitze)
  • Grüne 13,4 % (3 Sitze)
  • Linkspartei 2,3 % (1 Sitz)

Der Sitz der Linkspartei wurde von der gewählten Politikerin "fälschlicherweise" abgelehnt. Dieser Irrtum konnte aufgrund der Rechtslage nicht rückgängig gemacht werden.

Städtepartnerschaften

  • St. Romain de Colbosc, Frankreich, seit 1. Mai 1987
  • Wagrowiec, Polen, seit 5. Mai 2001

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

In einem historisches niedersächsisches Zweiständerhaus von 1661 ist 'Us Heimathus' untergebracht. Die gezeigten Gegenstände vermitteln Wissen über die Vor- und Frühgeschichte, das bäuerliche Leben, sowie über die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Auch befindet sich hier Heimatarchiv mit Informationen über die Vergangenheit Adendorfs.

Bauwerke

Eine Kapelle, die Johannes dem Täufer geweiht ist, wurde bei den Bränden nicht beschädigt und stammt aus dem Jahr 1258.

Parks

In einer ehemaligen Tonkuhle, im Nordosten Adendorfs, befindet sich die Teichaue, ein kleiner Erholungspark mit künstlich angelegtem Wasserlauf.

Sport

Die 1975 erbaute Eissporthalle, das Walter Maack Eisstadion, ist die einzige im Bezirk und dient dem Adendorfer EC, Eishockeyverbandsligisten als Heimspielstätte. Das Eisstadion wird ebenfalls vom Eishockey Club Adendorf (EHC) genutzt. Breitensport wird auf dem Sportgelände(Sporthalle, Fussballplätze und Tennisplätze) des TSV Adendorf betrieben. Im Handball hat sich eine Spielgemeinschaft aus TSV Adendorf und SV Scharnebeck gebildet. Das Golf Resort Adendorf verfügt über einen 18-Loch Mastercourse, einen öffentlichen 9-Loch Kurzplatz und eine Indoor-Golfanlage.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • jährlich am Pfingstsonntag: abwechselnd Kirchwegsause und Schaufenster Adendorf
  • jährlich am 1. Advent: Nikolausmarkt an der Johanneskapelle

jährlich im Sommer Dorffest im Ortsteil Erbstorf

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Der Großteil der ansässigen Unternehmen sind klein- und mittelständische Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe. Das bekannteste Unternehmen Adendorfs ist jedoch die Firma Schluckwerder, die in Adendorf zwei Produktionsstätten für Süßwaren betreibt.

Verkehr

Die Gemeinde liegt am Ende der Bundesautobahn 250, und die Bundesstraße 209 führt durch das Gemeindegebiet. Ferner wird Adendorf von der Bundesstraße 4 tangiert.

Medien

Die Landeszeitung für die Lüneburger ist das aktuelle Tageblatt der Region. Außerdem erscheint einmal wöchentlich, kostenlos "Der Kreisbote" mit Informationen aus der Gemeinde und dem Landkreis.

Öffentliche Einrichtungen

Direkt neben dem Rathhaus gelegen befindet sich die Adendorfer Bücherei. Diese ist mit ca. 30000 Büchern und anderen Medien ausgestattet. Im Jahre 2006 feierte die Bücherei ihr 50-jähriges Bestehen.

Bildung

Im Ort befindet sich eine Grundschule, welche auf zwei Standorte verteilt ist. Die Grundschule ist seit 2005 eine Ganztagsschule und betreut ca. 450 Kinder in 19 Klassen. Die Schule am Katzenberg ist eine Haupt- und Realschule und betreut ca. 460 Schüler. Seit 2005 ist sie ebenfalls eine Ganztagsschule.




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Informationsportal über Adendorf in Niedersachsen - 18.5.2012