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Adlkofen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis . GeografieAdlkofen liegt in der Region . Es existieren folgende Gemarkungen: Adlkofen, Deutenkofen, Läuterkofen, Jenkofen, Beutelhausen, Reichlkofen (uvm. insgesamt über 90) GeschichteDer Name Adlkofen taucht zum ersten Mal als Landschaftsbezeichnung Adalahkevva in einer Urkunde auf, die Kaiser Otto der Große kurz vor seinem Tod 973 in ausstellte. Er schenkte damit sein Eigengut in Beutelhausen, in der Grafschaft Adlkofen gelegen, den Nonnen in Niedermünster von . Der Siedlungsname Aetelkouen dagegen tauchte erstmals in einer Urkunde von 1252 auf. Seit 1762 wird nachweislich die Schreibweise Adlkofen verwendet. Der Name leitet sich von dem Personennamen Adelo (oder Adalhoh) ab, der mit dem Grundwort -hofen (Ansiedlung, Hof) verbunden wurde. In Adlkofen war die weltliche Herrschaft schon sehr früh präsent. 1687 wurde das sogenannte Schergenamt von Wolfstein nach Adlkofen verlegt, wo es unter der Leitung eines Amtmanns des Landgerichtes Teisbach bis 1803 verblieb. Der Amtmann übte richterliche Funktionen über alle Leute aus, die nicht Untertanen eines Hofmarksherren waren. Ihm unterstanden vier Obmannschaften, nämlich Reichersdorf, Frauenberg, Günzkofen und Hohenegglkofen. Aus diesen alten Verwaltungseinheiten sind 1812 die politischen Gemeinden gebildet worden. Hofmarken bestanden zu dieser Zeit in Deutenkofen, Göttlkofen und Günzkofen. Lediglich in Deutenkofen wurde im 17. Jahrhundert ein dreigeschossiges Schloss erbaut. Dauerhaft hat darin jedoch nie eine Adelsfamilie gewohnt. Die gesellschaftlichen Verhältnisse wurden maßgebend vom Pfarrer geprägt. ReligionenHinsichtlich der Seelsorge ist die Gemeinde in drei Pfarrsprengel geteilt. Die Pfarrei Adlkofen war einst eine der größten und reichsten in der Diözese , obwohl der Ort Adlkofen selbst nur aus wenigen Häusern bestand. 1802 wirkte hier unter anderem der spätere Bischof Schwabl als Supernumerar. Er gründete die Feiertagsschule und setzte didaktische Verbesserungen in der Volksschule durch. Zur Pfründe gehörten ein großes landwirtschaftliches Anwesen und ein ansehnlicher Waldbesitz. Darüber hinaus übte der Pfarrer bis 1803 die Grundherrschaft über eine Reihe von Gehöften aus. Die Pfarrei ist seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar. Der Bau der Kirche wurde 1733 in der heutigen Form anstelle von Vorkirchen begonnen. Reichlkofen (1876), vormals Filiale und später Vikariat der Pfarrei Kirchberg, wurde 1717 eine selbstständige Pfarrei, die zum Kloster Niederviehbach gehörte. Seit dem Zweiten Weltkrieg werden in Adlkofen auch regelmäßig Gottesdienste für die evangelischen Gemeindebürger zelebriert. Die Kirche in Jenkofen (1422), die zur Pfarrei Hohenegglkofen und damit zum Bistum gehört, ist ein Kunstdenkmal von überörtlicher Bedeutung. Die prachtvollen Fenster aus dem Jahre 1447 im Chor der Kirche gehören zu den schönsten Glasgemälden, die in erhalten sind. Sie zeigen unter anderem den Stifter, Herzog Heinrich von , in voller Rüstung im Gebet. Die romanische Nebenkirche in Dechantsreit ist das älteste Bauwerk in der Gemeinde. Sie wurde 1280 errichtet, als die Rodung des Kröninger Forstes erneut vorangetrieben wurde. SchulenAdlkofen zählt zu den ältesten Schulorten des Landkreises . Bereits 1635 ist eine Lehrerfamilie namentlich feststellbar. Die Organisation der Schule ist der Entwicklung der Gebietsreform nicht gefolgt. So besuchen heute Kinder der Gemeinde Adlkofen auch auswärtige Grund- und Hauptschulen. An der Schule in Adlkofen werden seit dem Schuljahr 2005/2006 nur noch 4 Klassen weitgehend zweizügig unterrichtet. Das Schulgebäude wurde 1991 grundlegend umgebaut und von acht auf zehn Klassen erweitert. KindergartenDer erste Kindergarten in Adlkofen bestand bereits von 1939 bis 1944 als sogenannter Erntekindergarten in der Landshuter Straße 28. 1973 wurde auf Initiative von Eltern ein Vorschulkindergarten im Schulgebäude eingerichtet, der bis zur Eröffnung eines viergruppigen Kindergartens 1977 „Am Himmelreich” betrieben wurde. Bereits 1993 wurde der Kindergarten um zwei neue Gruppenräume erweitert und grundlegend umgestaltet. Der Kindergarten der Gemeinde Adlkofen zählt heute zu den am besten ausgestatteten im gesamten Landkreis. Auch ein sehr umfangreiches und vielfältiges Programm wurde in den vielen Jahren des Betriebes kontinuierlich aufgebaut. EingemeindungenMit der Gebietsreform in den Jahren 1972 und 1978 schlossen sich die früheren Gemeinden Deutenkofen, Jenkofen und Reichlkofen mit Adlkofen zusammen. Dazu kamen noch Teile der Gemeinden Oberaichbach, Frauenberg und Wolfsbach. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.387, 1987 dann 3.090 und im Jahr 2000 3.778 Einwohner gezählt. PolitikBürgermeister ist Josef Scharf (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Franz Xaver Gallecker (Freie Wähler). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.639.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 241.000 €. WappenAdlkofen führt seit 1963 ein Gemeindewappen. Der Entwurf stammt von dem Passauer Heraldiker Max Reinhart. Das Wappen ist gespalten und zeigt links einen silbernen Kelch auf blauem Grund und rechts drei heraldische Rosen übereinander auf silbernem Grund. Der Kelch ist das Sinnbild der Pfarrei, die Adlkofen geprägt hat. Sie war einst eine der größten in der Diözese . Die drei Rosen erinnern an das Wappen der Adelsfamilie der Günzkofer, die 1670 ausgestorben ist. Sie waren Herren der Hofmark Günzkofen, von der sie auch ihren Namen ableiteten. aus "Adlkofen - Bilder und Texte aus der Gemeinde", Ernst J. Schröder, 1998 GemeindepartnerschaftBadia Calavena, Italien Kultur und SehenswürdigkeitenNaturdenkmälerPatzinger LindeIm Mittelalter wurde das sogenannte "Markgericht", das auch das "Ding" (Thing) hieß, auf einer Dingstätte abgehalten. Diese Stätten waren meist mit einer Linde, der sog. Gerichtslinde, bepflanzt und durch einen Ringwall oder Zaun abgegrenzt. Auch die Patzinger Linde ist eine solche Gerichtslinde. Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 233 und im Bereich Handel und Verkehr 29 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 96 Personen am Arbeitsort sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.235. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe 13 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 131 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.872 ha, davon waren 2.454 ha Ackerfläche. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
PersönlichkeitenEhrenbürger
VereineAllgemeine VereineHeimat- und Trachtenverein, KLJB Adlkofen, Kindergartenverein, KSK Adlkofen, Schützenverein Immergrün Jenkofen/Günzkofen, Waldschützen Blumberg, Gartenbauverein Günzkofen, VDK-Ortsverein Adlkofen, DJK-SV Adlkofen, Adlkofen Sharks Inline Slalom Team, Adlkofen Tigers American Football, Reit- und Fahrverein St. Leonhard, Liederkranz Adlkofen, KSK Reichlkofen, Edelweißschützen Göttlkofen, BJB Jenkofen, BJB Reichlkofen, SC Adlkofen, Stock-Car-Club , Siedler- und Eigenheimervereinigung Adlkofen e.V., KDFB Adlkofen, Ski-Club Göttlkofen, Frauen - Union, CSU-Ortsverband Adlkofen, SPD-Ortsverband Adlkofen, JU-Ortsverband Adlkofen, CSU-Ortsverband Reichlkofen, Freie Wähler Adlkofen, Motorradfreunde Adlkofen, Bund Naturschutz Aichbachtal, Schule und Freizeit Adlkofen, KAB Reichlkofen, Blasorchester Adlkofen, Bund der Selbständigen, Händlmaier-Freunde Niederbayern FeuerwehrenFF Adlkofen, FF Günzkofen, FF Deutenkofen, FF Reichlkofen, FF Jenkofen Literatur
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