Aiterhofen in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungsge-
meinschaft:
Aiterhofen
Koordinaten: 48° 51′ N, 12° 37′ O
Höhe: 339 m ü. NN
Fläche: 43,11 km²
Einwohner: 3477
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94330
Vorwahl: 09421
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 113
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Aiterhofen
Straubinger Str. 4
94330 Aiterhofen
Webpräsenz: www.aiterhofen.de
Bürgermeister: Manfred Krä (CSU)

Aiterhofen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Aiterhofen.

Geografie

Aiterhofen liegt im Gäuboden und wird von der Aiterach durchflossen.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aiterhofen, Amselfing, Geltolfing, Niederharthausen

Geschichte

Aiterhofen ist schon seit der Jungsteinzeit besiedelt, wie der Fund des größten linearbandkeramische Gräberfeldes in (ca. 260 Gräber) in Aiterhofen/Ödmühle zeigt.

773 n. Chr. wird Aiterhofen (Eitraha) zum ersten mal als agilolfingischer Herzogshof urkundlich erwähnt.

Vermutlich im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts wird die romanische Pfarrkirche St. Margaretha erbaut. In ihr befindet sich die älteste Glocke s (1325).

1846 gründet Angela Fraundorfer das Kloster der Franziskanerinnen von Aiterhofen, die u. a. die Bildung von Mädchen zum Ziel haben und heute einen Kindergarten und eine Mädchen-Realschule sowie andere Einrichtungen betreiben.

Aiterhofen gehörte zum Rentamt und Gericht des Kurfürstentums . Im Zuge der Verwaltungsreformen in entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.424, 1987 2.749, 2000 3.178 und im Jahr 2005 3.466 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Manfred Krä (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.386.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 167.000 €.

Partnergemeinden

  • Iselsberg-Stronach (Osttirol)
  • Montefino (Abruzzen)

Bauwerke

Kirchen

  • St. Margaretha in Aiterhofen wurde vermutlich im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Innenraum der romanischen Kirche wurde im 18. Jahrhundert barockisiert und im 19. Jahrhundert im Jugendstil gestaltet.
  • St. Peter und Paul in Geltolfing. Der jetzige Bau wurde im Jahre 1715 von Jakob Ruesch begonnen, allerdings wurde schon 1126 eine Kirche in Geltolfing urkundlich erwähnt.
  • St. Johannes in Niederharthausen wurde in der frühen Gotik errichtet. Allerdings ist heute von der ursprünglichen Substanz nur noch der Chor mit Rippengewölbe erhalten.
  • Klosterkirche Aiterhofen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 31, im produzierenden Gewerbe 133 und im Bereich Handel und Verkehr 62 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 132 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.022. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 96 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3.517 ha. Davon waren 3.431 ha Ackerfläche und 82 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 2006 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: Vier-gruppiger Kindergarten "Maria Schutz"
  • Volksschulen: 1 Grundschule
  • Realschulen: Angela-Fraundorfer-Realschule (Mädchen-Realschule) mit angeschlossenem Internat (Träger: Kloster der Franziskanerinnen von Aiterhofen)
  • Sonstiges: Berufsfachschule für Altenpflege (Träger: Kloster der Franziskanerinnen von Aiterhofen)

Literatur

  • Norbert Niszery, Linearbandkeramische Gräberfelder in (Aiterhofen-Ödmühle, Senkhofen, Mangolding und Dillingen-Steinheim) (Espelkamp, Leidorf Verlag 1995).



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Informationsportal über Aiterhofen in Bayern - 18.5.2012