Albstadt in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Zollernalbkreis
Koordinaten: 48° 13′ N, 9° 1′ O
Höhe: 731 m ü. NN
Fläche: 134,41 km²
Einwohner: 46.417
Bevölkerungsdichte: 345 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 72421–72461 (alt: 7470)
Vorwahlen: 07431, 07432, 07435
Kfz-Kennzeichen: BL
Gemeindeschlüssel: 08 4 17 079
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 35
72458 Albstadt
Webpräsenz: www.albstadt.de
Oberbürgermeister: Jürgen Gneveckow (CDU)

Albstadt ist eine Stadt im Süden Baden-Württembergs auf der Schwäbischen Alb, etwa auf halbem Weg zwischen und dem Bodensee. Die im Rahmen der Gebietsreform 1975 neu gebildete Stadt ist die größte Stadt im Zollernalbkreis und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Sie wurde bei ihrer Gründung zur Großen Kreisstadt erhoben, zumal die frühere Stadt Ebingen bereits seit 1. August 1956 Große Kreisstadt war. Mit der Nachbargemeinde Bitz hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geografie

Geografische Lage

Albstadt liegt auf der Südwestalb, an der Nordwestgrenze am Albtrauf in den Tälern der oberen Eyach und ihrer Zuflüsse sowie der Schmiecha. Die Eyach entspringt unweit nördlich des Stadtteils Pfeffingen, fließt dann in südlicher Richtung durch Margrethausen und Lautlingen, wo sich der Fluss nach Westen wendet, dann den Stadtteil Laufen durchfließt und schließlich das Stadtgebiet in Richtung verlässt, bevor er in Starzach in den Neckar mündet. Die Schmiecha entspringt nordwestlich des Stadtteils Onstmettingen, fließt dann zunächst in östlicher Richtung nach Onstmettingen, wo sich der Fluss nach Süden wendet, anschließend die Stadtteile Tailfingen, Truchtelfingen und Ebingen durchfließt, sich dann nach Südosten wendet und das Stadtgebiet in Richtung verlässt. Der in seinem Unterlauf als Schmeie bezeichnete Fluss mündet bei Inzigkofen in die Donau. Somit geht die Europäische Wasserscheide mitten durch das Stadtgebiet von , ihren niedrigsten Punkt erreicht die Wasserscheide mit 742 m ü. NN zwischen Ebingen und Lautlingen auf der Höhe des ehemaligen römischen Kastells an der alten Grenzlinie des Alblimes. Die Quellen der beiden Flüsse Eyach und Schmiecha liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Aufgrund des spät einsetzenden Frühlings und des frühen Wintereinbruchs, sowie aufgrund der stark wasserdurchlässigen und eher unfruchtbaren Juraböden ist für die Landwirtschaft eher uninteressant. Daher bieten die fast unberührten Felder und Wälder, die die sanften Hügel bedecken, dem naturbegeisterten Wanderer und im Winter auch den Wintersportlern eine einmalige Gelegenheit, ihren Hobbys nachzugehen.

81 % der Stadtfläche Albstadts sind Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiete. Die Stadt ist drittgrößter kommunaler Waldeigentümer in Baden-Württemberg.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt , sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt. Die Gemeinden gehören zum Zollernalbkreis, sofern nicht anderes angegeben: , Jungingen, Burladingen, Bitz, Winterlingen, Straßberg, Stetten am kalten Markt (Landkreis ), Meßstetten, und Bisingen.

Stadtgliederung

Stadtteil Ebingen Tailfingen Onstmettingen Truchtelfingen Pfeffingen Lautlingen Laufen Margrethausen Burgfelden
Einwohner(*06) 19.618 12.234 5.384 3.229 2.168 1.998 1.753 1.084 345

Die Stadtteile Burgfelden, Laufen, Lautlingen, Margrethausen, Pfeffingen und Onstmettingen sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie haben einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. In jedem der Ortschaften gibt es ein Ortsamt, quasi ein "Rathaus vor Ort", in welchem der Ortsvorsteher sein Büro hat. Der Stadtteil Tailfingen hat ein entsprechendes Bürgerbüro mit einem Leiter.

Zu einigen Stadtteilen gehören noch räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die jedoch meist nur wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen sind zu nennen:

  • in Ebingen: Ehestetter Hof, Ehestetter Mühle, Eselmühle, Fohlenweide, Galthaus, Im Degerwand, Im Kienten, Im Mehlbaum, Jausenteich, Ostsstadt, Petersburg, Sandgrube, Setze, Stopper, (Am) Schloßberg, Waldheim, Weiherwuhr, Weststadt und Weißenburg
  • in Lautlingen: Tierberg
  • in Margrethausen: Ochsenberg
  • in Onstmettingen: Allenberghöfe, Dagersbrunnen, Heuberghöfe, Raichberg, Ritzenbühl, Stich, Zaislen und Zollersteighof
  • in Pfeffingen: Brechetsteighof, Roschbach und Zitterhof
  • in Tailfingen: Neuweiler, Schafbühl, Stiegel, Langenwand, Lammerberg, Nank und Weiler Tal
  • in Truchtelfingen: Auf Hofstett, Bol und Rossental

Raumplanung

Albstadt bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Neckar-Alb, zu dessen Mittelbereich neben selbst die Städte und Gemeinden Bitz, Meßstetten, Nusplingen, Obernheim, Straßberg und Winterlingen des Zollernalbkreises gehören.

Geschichte

Albstadt entstand am 1. Januar 1975 durch den Zusammenschluss der Städte Ebingen (mit Laufen an der Eyach, Lautlingen und Margrethausen) und Tailfingen (mit Truchtelfingen) sowie der Gemeinden Onstmettingen und Pfeffingen (mit Burgfelden).

Die Fusion wurde insbesondere von Hans Hoss, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Ebingen, und Horst Kiesecker, Bürgermeister der Stadt Tailfingen, vorbereitet und letztlich trotz kontroversen Bürgerentscheiden von den Gemeinderäten verabschiedet.

In die Amtszeit des ersten Oberbürgermeisters der Stadt , Hans Pfarr (1975-1991), fallen die Eröffnung der Städtischen Galerie, des Museums im Kräuterkasten, der musikhistorischen Sammlung Jehle im Stauffenberg-Schloss in Lautlingen, des Bildungszentrums, des Philipp-Matthäus-Hahn-Museums in Onstmettingen und schließlich auch der Fachhochschule. In die bisherige Amtszeit des Oberbürgermeisters Dr. Jürgen Gneveckow fallen die Eröffnung des Innenstadt-Tunnels (Ebingen) und des Bürgerbüros (Tailfingen). Am 11. März 2007 wurde er für eine zweite Amtszeit mit 64,9% der Stimmen wiedergewählt.

Aus der Stadt-Chronik

  • 793 Ersterwähnung von Ebingen, Laufen, Lautlingen, Pfeffingen und Tailfingen in einer Urkunde des Klosters St. Gallen.
  • 950 Truchtelfingen erstmals erwähnt
  • 1064 Onstmettingen und Burgfelden erstmals erwähnt
  • 1275 Margrethausen erstmals erwähnt
  • 1285 Ebingen als Stadt belegt
  • 1338 Stiftung des Klosters Margrethausen
  • 1367 Ebingen kommt zu Württemberg und wird bald danach Sitz eines Amtes
  • 1403 Burgfelden, Laufen, Onstmettingen, Pfeffingen, Tailfingen und Truchtelfingen kommen zu Württemberg
  • 1534 Einführung der Reformation in Württemberg durch Herzog Ulrich, die Orte Burgfelden, Ebingen, Laufen, Onstmettingen, Pfeffingen, Tailfingen und Truchtelfingen werden evangelisch
  • 1550 Die Ortsherrschaft von Lautlingen und Margrethausen geht von den Tierbergern an die Herren von Westerstetten über
  • 1625 Die Ortsherrschaft von Lautlingen und Margrethausen geht an die Herren von Stauffenberg über
  • 1764-1770 „Mechanikerpfarrer” Philipp Matthäus Hahn ist Pfarrer der Gemeinde Onstmettingen
  • 1805 Lautlingen und Margrethausen kommen zu Württemberg
  • 1807 Auflösung des Amtes Ebingen; das Gebiet kommt zum Oberamt (zwischen 1810 und 1817 wird Ebingen jedoch Sitz eines eigenes Oberamtes bzw. Unteramtes)
  • 1811 Auflösung des Klosters Margrethausen
  • 1811 Trennung der Gemeinden Lautlingen und Margrethausen auf königl. Erlass
  • 1834 Erste Dampfmaschine in Ebingen
  • 1842 Das Hauptgebäude von Schloss Lautlingen wird in seiner jetzigen Form gebaut
  • 1859 Abbruch der Klosterkirche und des Südflügels der Klosteranlage Margrethausen
  • 1878 Eröffnung der Eisenbahnlinie (Zollernbahn: - ). Damit Beginn der Industrialisierung
  • 1892 Entdeckung der Wandmalereien in der St.-Michaelskirche in Burgfelden
  • 1911 16. November schweres Erdbeben mit großen Zerstörungen im heutigen Stadtgebiet, vor allem Lautlingen und Margrethausen waren betroffen
  • 1930 Stadterhebung Tailfingens
  • 1934 Truchtelfingen wird nach Tailfingen eingemeindet
  • 1944 Schwere Bombenangriffe auf Ebingen
  • 1945 Im Februar: Bombenangriff auf Laufen. Im April: Einrücken der Franzosen; das heutige Stadtgebiet Albstadts kommt zum Land Württemberg-Hohenzollern, ab 1952 zum Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern innerhalb Baden-Württembergs.
  • 1956 Ebingen wird „Große Kreisstadt”
  • 1971 Burgfelden wird nach Pfeffingen, Margrethausen nach Ebingen eingemeindet
  • 1972 Lautlingen kommt zu Ebingen
  • 1973 Laufen kommt zu Ebingen
  • 1975 Gründung der Stadt durch Zusammenschluss der Städte Ebingen (mit den Stadtteilen Laufen, Lautlingen und Margrethausen) und Tailfingen (mit dem Stadtteil Truchtelfingen) und den Gemeinden Onstmettingen und Pfeffingen (mit Burgfelden)
  • 1978 3. September schweres Erdbeben im Zollerngraben (hohe Sach-/ keine Personenschäden)
  • 1980 Eröffnung des Freizeitbades „Badkap”
  • 1987 In finden die Heimattage Baden-Württemberg statt
  • 1988 Gründung der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen (heute: Hochschule Albstadt-Sigmaringen)
  • 1989 Das Philipp-Matthäus-Hahn-Museum in Albstadt-Onstmettingen wird eröffnet
  • 1996 Eröffnung des Maschenmuseums in Tailfingen
  • 2004 Eröffnung der Westtangente (Tunnel) in Ebingen

Wappen und Flagge wurden durch das Regierungspräsidium am 27. April 1976 verliehen. Die württembergische Hirschstange deutet auf die Zugehörigkeit der Stadtteile Albstadts zu Württemberg hin. Die Silberdistel wurde als typische Pflanze der Schwäbischen Alb in das Wappen aufgenommen.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1970 handelt es sich um Zahlen für die Stadt Ebingen. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1654 1.356
1719 2.142
1758 3.197
1803 3.750
1823 3.931
1843 4.673
1855 4.441
1861 4.612
1. Dezember 1871 ¹ 5.029
1. Dezember 1880 ¹ 5.555
1. Dezember 1900 ¹ 9.000
1. Dezember 1910 ¹ 11.423
16. Juni 1925 ¹ 12.128
Jahr Einwohnerzahlen
16. Juni 1933 ¹ 14.218
17. Mai 1939 ¹ 14.722
13. September 1950 ¹ 17.076
6. Juni 1961 ¹ 21.092
27. Mai 1970 ¹ 22.594
31. Dezember 1975 50.772
31. Dezember 1980 48.152
27. Mai 1987 ¹ 46.369
31. Dezember 1990 49.021
31. Dezember 1995 49.463
31. Dezember 2000 47.855
31. Dezember 2005 46.505

¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Das Gebiet der heutigen Stadt gehörte anfangs zum Bistum und war dem Archidiakonat "ante nemus" unterstellt. Infolge der Zugehörigkeit zu Württemberg wurde in den meisten Stadtteilen 1534 die Reformation eingeführt, so dass diese über viele Jahrhunderte überwiegend protestantisch waren. Lediglich die Orte Lautlingen und Margrethausen blieben beim alten Glauben, weil die Orte als freie Reichsritterschaft den Herren von Tierberg gehörten und diese beim katholischen Glauben blieben. In allen evangelischen Orten gibt es daher jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine meist alte evangelische Kirche. Die Ebinger Kirche wurde 1270 erstmals erwähnt, 1342 taucht sie als St.-Martinskirche auf. Sie war Sitz eines Dekanats. Nach der Reformation wurde die Gemeinde dem Dekanat zugeordnet. Von der alten Martinskirche wurde das frühgotische Schiff 1904/06 abgerissen und die Kirche neu erbaut. Der frühgotische Chor, der 1473 vollendet worden war, blieb erhalten. Eine 1382 gestiftete Frauenkapelle wurde 1490 neu erbaut. Infolge des starken Wachstums der Gemeinde Ebingen wurden im 20. Jahrhundert weitere Pfarreien errichtet und neue Kirchen erbaut. So entstand 1931 die Friedenskirche, 1962 die Thomaskirche und später noch die Emmauskirche. Diese bilden mit der alten Martinskirche die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ebingen, die zum Dekanat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehört. Auch die evangelischen Kirchengemeinden in den Stadtteilen Burgfelden, Laufen an der Eyach, Onstmettingen, Pfeffingen, Tailfingen und Truchtelfingen gehören zum Dekanat , wobei in Tailfingen neben der alten Peterskirche im 20. Jahrhundert ebenso wie in Ebingen weitere Kirchen entstanden, nämlich 1907 die Pauluskirche, 1953 die Erlöserkirche und 1965 die Kirche auf Stiegel.

Bedingt durch die Industrialisierung zogen im 19. Jahrhundert auch wieder Katholiken nach Ebingen und Tailfingen, später auch in die anderen evangelischen Stadtteile Albstadts. 1892 konnte sich die Gemeinde Ebingen ihre eigene Kirche St. Josef bauen, die gleichzeitig zur Pfarrei erhoben wurde. Eine weitere katholische Kirche mit Pfarrei (Heilig-Kreuz) wurde 1965 errichtet, gefolgt von der St.-Hedwigskirche von 1973. In Tailfingen wurde 1903 die St.-Bonifatius-Kirche errichtet, die jedoch 1935 abgebrochen wurde. Die heutigen katholischen Kirchen in Tailfingen sind die St.-Elisabeth-Kirche von 1935 und die St.-Franziskus-Kirche von 1969. In Onstmettingen wurde 1955 die Kirche St. Maria gebaut. Die Kirchengemeinde St. Margareta in Margrethausen, die eine Kirche aus dem Jahr 1707 besitzt, betreut auch die Katholiken in Burgfelden und Pfeffingen. Zur Kirchengemeinde St. Johann Baptist Lautlingen, deren Pfarrkirche 1670 nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg erstmals und ein weiteres Mal nach dem Erdbeben 1911 wieder erbaut wurde, gehören auch die Katholiken in Laufen an der Eyach. Alle katholischen Kirchengemeinden Albstadts gehören zum Dekanat des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter je eine Evangelisch-methodistische Kirche in Ebingen, Tailfingen und Pfeffingen und eine Adventgemeinde in Ebingen. Ferner gibt es eine Russisch-Orthodoxe Altritualistische Kirche in Tailfingen. Auch die Neuapostolische Kirche ist in vertreten.

Politik

Gemeinderat

Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Gemeinderat 2004
Partei Sitze
CDU 13
FWV 8
SPD 6
Grüne 2
FDP 2
ZUG 1

Stadt- und Gemeindevorstände

An der Spitze der Stadt Ebingen stand seit dem 13. Jahrhundert ein Schultheiß, der den Landes- und Gerichtsherrn vertrat. Ab 1659 wurde dieser vom Amtmann abgelöst, welcher 1759 als Oberamtmann bezeichnet wurde. Neben dem Schultheißen gab es einen Rat (erstmals 1353 erwähnt), der mit dem Gericht identisch war. Mit der Bezeichnung „Bürgermeister” war der oberste Finanzbeamte der Stadt gemeint. 1929 wird die Bezeichnung „Stadtschultheiß” in Württemberg durch die heute noch gültige Bezeichnung „Bürgermeister” ersetzt. Seit der Erhebung Ebingens zur Großen Kreisstadt 1956 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Diese Bezeichnung trägt auch das Stadtoberhaupt der 1975 neu gebildeten Stadt . Heute wird der Oberbürgermeister für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Stadtverwaltung. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister” und der weitere Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister”.

Stadtoberhäupter von Albstadt

siehe: Liste der Bürgermeister von und der ehemalig selbständigen Gemeinden

  • 1975-1991: Hans Pfarr (CDU), Oberbürgermeister
  • 1991-1999: Hans-Martin Haller (SPD), Oberbürgermeister
  • 1999-heute: Dr. Jürgen Gneveckow (CDU), Oberbürgermeister

Wappen

Das Wappen der Stadt zeigt unter goldenem Schildhaupt, darin eine rechtshin liegende schwarze Hirschstange, in Blau eine silberne Silberdistelblüte, von der strahlenförmig sechs silberne Distelblätter ausgehen. Die Stadtflagge ist weiß-blau.

Städtepartnerschaften

Albstadt unterhält seit 1979 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Chambéry in Frankreich.

Im Partnerschaftsvertrag bekunden die Gründungsväter, dass sie sich über die Versöhnungspartnerschaft zwischen Deutschen und Franzosen hinaus für Menschen in der Dritten Welt einsetzen wollen. Die Partnerstädte unterstützten daher finanziell ab 1979 über viele Jahre hinweg verschiedene Projekte in Afrika bis der gemeinsame Wunsch entstand, ein Vorhaben nachhaltig zu fördern. Im Jahr 1993 wurde offiziell die Entwicklungspartnerschaft mit dem Verein der Freunde der Gemeinde Bisoro/Burundi (Afrika) beschlossen. Durch Spendengelder konnten zwischenzeitlich mehrere Schulgebäude in Bisoro finanziert werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Im Thalia-Theater gastieren zahlreiche Tourneebühnen.

Museen

  • Städtische Galerie in Ebingen
  • Maschenmuseum in Tailfingen
  • Kräuterkasten in Ebingen
  • Musikhistorische Sammlung Jehle im Stauffenbergschloss Lautlingen
  • Philipp-Matthäus-Hahn-Museum in Onstmettingen
  • Nähmaschinenmuseum in Lautlingen
  • Ebinger Heimatmuseum
  • Albaquarium in Ebingen

Musik

In gibt es drei große Blasorchester:

  • Ebingen (Städtisches Orchester )
  • Tailfingen (Stadtkapelle Tailfingen)
  • Onstmettingen (Großes Blasorchester ),

die sich in der Höchststufe bewegen. Hier wird vor allen Dingen sinfonische Blasmusik und konzertante Stücke gespielt.

Im weiteren gibt es fünf Musikvereine/kapellen in:

  • Laufen,
  • Lautlingen,
  • Margrethausen,
  • Pfeffingen
  • Truchtelfingen

Hier wird konzertante Blasmusik und volkstümliche Musikliteratur gepflegt. Alle Vereine geben regelmäßig Konzerte und wirken bei zahlreichen Veranstaltungen (wie etwa Feste und Märkte) mit. Außerdem gibt es in vier Posaunenchöre, welche entweder den jeweiligen Kirchengemeinden oder dem CVJM zugeordnet sind. Als Zusammenschluss der Posaunenchöre Tailfingen, Onstmettingen und Pfeffingen gibt es heute den T O P - Chor in Tailfingen, den Posaunenchor Truchtelfingen, Posaunenchor Ebingen und Posaunenchor Laufen.

Bauwerke

Burgfelden

Albstadts kleinster Teilort birgt ein ausgesucht kostbares Juwel, die evangelische Michaelskirche. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert, ältere Bauspuren gehen sogar auf das frühe 7. Jahrhundert zurück. Es ist jedoch nicht nur der romanische Turm, der dieses Gebäude für Kunsthistoriker so interessant macht, sondern vor allen die umfangreichen Wandmalereien, die als bedeutende Beispiele monumentaler Frühromanik gelten. Sie ähneln in vieler Hinsicht den Fresken auf der Insel Reichenau.

Ebingen

Kirchen
  • Martinskirche (evangelisch), Jugendstil: Bereits im 7. Jahrhundert entstand hier über einem alamannischen Gräberfeld ein Gotteshaus, an dessen Stelle später eine frühgotische Rundpfeilerbasilika trat. Nach langen Diskussionen in der Gemeinde wurde die Kirche aus baulichen Gründen 1905 abgerissen und dafür eine repräsentative Jugendstilkirche errichtet, mit einer eindrucksvollen Schaufassade nach Süden, wobei der alte, spätgotische Chor (1473) wie auch der 1670 erneuerte Turm in das neue Gebäude mit einbezogen wurden.
  • Kapellkirche (evangelisch): Sie wurde 1382 „zu Ehren Unserer Lieben Frau und des Heiligen Grabes zu Jerusalem” gestiftet. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahr 1490 und ist 1833 renoviert worden.
  • St. Josef (katholisch), Backstein, neugotisch: Im Zuge der Industrialisierung hatte die katholische Bevölkerung Ebingens beträchtlich zugenommen, so dass sie 1892 ein eigenes Gotteshaus erhielt. Da die Zahl der Katholiken nach der Fertigstellung der Kirche noch weiter zunahm, wurde 1912 eine Erweiterung notwendig.
  • Friedenskirche (evangelisch), Bauhaus: Die einzige Bauhaus-Kirche (1931) in Ebingen. Eine weitere befindet sich im Stadtteil Tailfingen.
  • Thomaskirche (evangelisch): Die gewaltige Bevölkerungszunahme nach dem Zweiten Weltkrieg machte den Bau weiterer Kirchen notwendig. Dazu gehören die ev. Thomaskirche, erbaut 1962, die Heilig-Kreuz-Kirche, erbaut 1965, und die katholische St. Hedwig-Kirche, erbaut 1973.
Profanbauten

Von der ehemaligen Stadtbefestigung ist nur wenig erhalten. Markant ist der Bürgerturm aus der Zeit um 1500, eines der Wahrzeichen Ebingens. Zu nennen ist außerdem der so genannte Malefizturm und das einzige sichtbare Stück Stadtmauer unmittelbar daneben.

Außerdem sind einige bemerkenswerte Fachwerkhäuser zu erwähnen:

  • der so genannte „Kräuterkasten” aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts mit schönem alemannischem Fachwerk, ursprünglich als Kornspeicher der württembergischen Obrigkeit und im 19. Jahrhundert zum Lagern von Kräutern verwendet. Heute beherbergt dieses Gebäude ein kleines Museum für Naturkunde und Archäologie und einen Bürger-Treff.
  • „Alte Schule”: Vor der Reformation diente dieses schmucke Bauwerk als Pfarrhaus, nach der Reformation als Schule. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahr 1717. Heute sind hier der Schwäbische Albverein und das Ebinger Heimatmuseum untergebracht.
  • „Alte Kanzlei”: Das Gebäude wurde im 15. Jahrhundert erbaut und diente bis zum Bau des Rathauses 1913 als Kanzlei des Stadtschultheißen und damit als Sitz der Stadtverwaltung.
  • „Hospiz”: Ein markantes Fachwerkhaus, in dem einst der Ebinger Amtmann residierte. Das Gebäude brannte 1731 ab und wurde anschließend neu errichtet. 1885 kam es in den Besitz des Evangelischen Vereins, dem es bis vor wenigen Jahren gehörte. Heute beherbergt es ein Hotel.
  • Marktbrunnen aus dem Jahr 1545 mit seinem Brunnenmann, einem Renaissance-Ritter, der im Volksmund „Herzog Ulrich” genannt wird. Unmittelbar daneben befindet sich das Ebinger Rathaus, erbaut 1912/13, mit seinem wuchtigen Schaugiebel zur Marktstraße hin. Es ist mit zahlreichen Schmuckelementen versehen, die seinerzeit von Ebinger Bürgern gestiftet wurden. Sie geben dem Bauwerk ein leicht jugendstiliges Gepräge.

Bemerkenswert sind auch die zahlreichen Jugendstil-Fabriken in Ebingen. Als Auswahl seien genannt die 1897 errichtete ehemalige Samtfabrik Traugott Ott, die ehemalige Samtfabrik Gottlieb Ott Sohn und die ehemalige Waagenfabrik Gottlieb Kern.

Laufen

Das Laufener Wahrzeichen ist die neugotische evangelische Galluskirche, die 1873 bis 1875 gebaut wurde.

Lautlingen

Das Erdbeben von 1911 beschädigte die Lautlinger Kirche St. Johannes der Täufer so stark, dass sie abgerissen werden musste. Bei dem Neubau von 1913 verwendete man erstmals in der Diözese eine Stahlbetonkonstruktion. Der barocke Turm aus dem Jahr 1715 blieb erhalten. Neben der Kirche befindet sich die Stauffenberg-Gedächtnis-Kapelle, die nach dem Ersten Weltkrieg zunächst für die gefallenen Lautlinger errichtet wurde. 1957 erfolgte eine grundlegende Renovierung, wobei auch der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs gedacht wurde. Die wesentliche Neuerung jedoch besteht darin, dass die Brüder Berthold von Stauffenberg und Claus von Stauffenberg in den Mittelpunkt des Gedenkens gestellt wurden. Die künstlerische Ausgestaltung der Kapelle ist seitdem geprägt von einer Skulptur des Bildhauers Gerhard Marcks, die den auferstandenen Christus darstellt. Seit 1957 findet alljährlich am 20. Juli eine Gedenkfeier statt.

Wenige Schritte von der Kirche entfernt liegt das Lautlinger Stauffenberg-Schloss. Hier, in Lautlingen, hatten die Schenken von Stauffenberg seit 1625 die Ortsherrschaft inne. Das dreigeschossige Hauptgebäude stammt aus dem Jahr 1850, es ist schmucklos und recht unscheinbar. Bemerkenswert hingegen ist das umgebende Areal mit Umfassungsmauer, wehrhaften Ecktürmen und Wirtschaftsgebäuden. Umfassungsmauer und Ecktürme stammen aus dem Spätmittelalter. Hier verbrachten die Brüder Stauffenberg einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend. 1970 verkaufte die Familie Stauffenberg das Schloss an die Gemeinde Lautlingen, heute befindet es sich im Eigentum der Stadt . Das Schloss beherbergt eine Musikaliensammlung und eine Stauffenberg-Gedächtnisstätte.

Westlich vom Schloss befindet sich weithin sichtbar das Gasthaus Krone, eines der schönsten Fachwerkhäuser im Zollernalbkreis. Es stammt aus dem Jahr 1697.

Margrethausen

Margrethausens Ortsbild und Geschichte ist geprägt von der wuchtigen Klosteranlage. Bereits 1338 waren hier Franziskanerinnen zugange; nach einer mündlichen Überlieferung schon 40 Jahre zuvor. Die gegenwärtigen Baulichkeiten wurden 1723 fertiggestellt. Nach der Auflösung des Klosters 1811 wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Südflügel abgerissen. In den verbleibenden Gebäudeteilen sind gegenwärtig die katholische Kirchengemeinde, die Ortsverwaltung, die Freiwillige Feuerwehr und der Schwäbische Albverein zuhause. Sehenswert ist der noch original erhaltene Backofen im Untergeschoss.

Die kath. Kirche St. Margareta (errichtet 1337, umgebaut 1707) erhielt 1933/34 als Erweiterung einen neuen, modernen Chor. Die zwischen schmale Betonpfeiler eingefügten 13 Glasfenster der Apsis sind künstlerisch streng komponiert; sie stellen bildlich ein ausgefeiltes, theologisches Programm dar.

Onstmettingen

Als Bauwerk allenfalls erwähnenswert ist das heutige Philipp-Matthäus-Hahn-Museum. Es handelt sich um die 940 erbaute Johanneskapelle, einen schlichten Saalbau in romanischem Stil, der im Zuge der Reformation säkularisiert und als Getreidespeicher verwendet wurde, später dann als Fabrik und als Wohnhaus. Der Onstmettinger „Arbeitskreis Kasten” hat sich große Verdienste erworben, indem er dieses Gebäude vor dem Abbruch rettete und von 1981 bis 1989 von Grund auf sanierte. 1989 zog hier ein Museum ein. An der Ostseite, dem ehemaligen Altarraum, sind noch Spuren einer Bemalung erkennbar.

Pfeffingen

In Pfeffingen befinden sich mehrere sehr gut erhaltene Fachwerkbauten, die mehrere hundert Jahre alt sind. Das älteste Haus Pfeffingens ist das Vogtshaus, die Bleiweismühle, die Alte Mühle Richtung Margrethausen und das Feuerwehrmagazin.

Tailfingen

Kirchen

Der markante Turm der evangelischen Peterskirche ist rund tausend Jahre alt und gehört damit zu den ältesten Gebäuden Albstadts. Wie man im Innern des Turms erkennen kann, handelt es sich ursprünglich um einen Wehrturm. Dort ist nämlich zu sehen, dass sich mehrere Meter über der Erdoberfläche ein Zugang befand, der nur über eine Leiter erreicht werden konnte. Dieser Turm ist mit dem eigentlichen Kirchengebäude nicht direkt verbunden, was wohl im Zollernalbkreis einmalig sein dürfte. Da dieses räumlich recht beschränkte Gotteshaus für die sich während der Industrialisierung explosionsartig vermehrende Bevölkerung bald nicht mehr ausreichte, entstand 1907 am gegenüber liegenden Ende des alten Ortskerns die wesentlich geräumigere Pauluskirche, die starke Anklänge an den Jugendstil aufweist. 1933/34 wurde noch die katholische St. Elisabeth-Kirche gebaut, ein äußerst schlicht gehaltenes und dem Bauhaus-Stil verhaftetes Gotteshaus, dessen einzige Schmuckelemente die Engel am Turm und die Glasfenster im Chor (gestaltet von Kirchenmaler August Blepp) sind.

Profanbauten

In bemerkensgroßer Zahl sind hier Jugendstil-Fabrikbauten anzutreffen, was zurückzuführen ist auf den vergleichsweise späten Beginn der Industrialisierung in Tailfingen. Einige wenige Beispiele mögen genügen: Conzelmann zur Rose, Balthas Blickles Witwe (erbaut 1909) und Conrad Maier zum Ochsen. In Tailfingen findet sich auch ein sehr schönes Beispiel für Industrie-Architektur im Bauhaus-Stil, nämlich die Trikotfabrik Ludwig Haasis (erbaut 1931).

Parks & Abenteuerspielplätze

  • Burgfelden (Heersberg)
  • Ebingen (Rossberg Waldheim)
  • Laufen (Rübhay)
  • Onstmettingen (Lembergstrasse Schneckenbuckel)
  • Tailfingen (Schöne Egert Unterer Berg)
  • Truchtelfingen (beim Schützenhaus)

Sport und Freizeit

In befindet sich die Landessportschule des Württembergischen Landessportbundes e.V.. Dabei handelt es sich um ein Bildungs-, Trainings- und Sportzentrum, das 1950 mit dem Ziel gegründet wurde, den Sportlerinnen und Sportlern „ihre” Schule für Sport, Bildung und sportliche Begegnung zu schaffen.

Die Stadt hat mehrere Hallenbäder (Hallenbäder Ebingen und Tailfingen (bis 2005), Lehrschwimmbäder Onstmettingen und Tailfingen), Skilifte (u. a. FIS-Renn-Skipisten in Tailfingen und Ebingen) und verschiedene ausgeschilderte Langlaufloipen.

Weitere Freizeitangebote sind das „naturbad Albstadt” (im Stadtteil Tailfingen) und das Freizeitbad „badkap” (im Stadtteil Lautlingen). verfügt über ein gut ausgeschildertes System von Wanderwegen.

Bekannte Sportvereine sind die Mountain Bike RSG Zollernalb und der Radrennsport RSV Tailfingen.

Ein weiteres Freizeitangebot bietet das Kino "Capitol", mit acht modern ausgestatteten Kinosälen sowie einer Cocktailbar, das größte Kino in der Umgebung.

Wirtschaft und Infrastruktur

Früher lebte die Stadt von der Textilindustrie, deren Dominanz allerdings ständig abgenommen hat. Wirtschaftliches Standbein sind heute neben der Textilindustrie die Werkzeug- und Elektroindustrie sowie der Fremdenverkehr. Größte Einzelfirma in Albstadt-Ebingen ist die "Nadelfabrik" als Stammsitz einer internationalen Firmengruppe (Firma Groz-Beckert).

Verkehr

Albstadt ist über die B 463 Balingen-Sigmaringen zu erreichen. Diese führt durch die Stadtteile Laufen, Lautlingen und Ebingen im Süden des Stadtgebiets. Die nächsten Anschlussstellen auf die Bundesautobahn A 81 Stuttgart-Singen sind Empfingen und am Neckar.

Albstadt liegt auch an der Bahnlinie Tübingen-Hechingen-Balingen-Albstadt-Sigmaringen-Aulendorf (Zollernalbbahn). hat insgesamt vier Bahnhöfe: Albstadt-Laufen Ort, Albstadt-Lautlingen, Albstadt-Ebingen West und Albstadt-Ebingen. Früher zweigte in Albstadt-Ebingen noch die Talgangbahn Richtung Albstadt-Onstmettingen ab, die aber inzwischen stillgelegt wurde.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 336. Für den Stadtteil Ebingen gilt der Stadttarif 36.

Bei liegt der Flugplatz Albstadt-Degerfeld (EDSA).

Medien

Die wichtigste lokale Tageszeitung ist der Zollern-Alb-Kurier. Daneben der Schwarzwälder Bote.

Im Stadtteil Ebingen unterhält der Südwestrundfunk (SWR) ein Korrespondenten-Büro. Auf dem Raichberg befindet sich ein 147 Meter hoher Sendemast des SWR für UKW und TV.

Einrichtungen

Albstadt hat ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk und zum Oberlandesgerichtsbezirk gehört. Ferner gibt es zwei Notariate, in Ebingen und Tailfingen.

In den Stadtteilen Ebingen, Tailfingen und Onstmettingen gibt es jeweils eine Stadtbücherei.

Bildung

In befindet sich ein Standort der Hochschule Albstadt-Sigmaringen - Hochschule für Technik und Wirtschaft sowie ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund -und Hauptschulen).

Die Stadt ist Schulträger des Gymnasiums Ebingen und des Progymnasiums Tailfingen, der Lammerberg-Realschule Tailfingen, der Schlossberg-Realschule Ebingen und der Wilhelm-Hauff-Schule (Förderschule). Ferner unterhält sie sechs Grund- und Hauptschulen (Pfeffingen, Ignaz-Demeter-Schule Lautlingen, Luther-Schule Tailfingen, Schalksburg-Schule Ebingen, Schillerschule Onstmettingen und Schule an der Sommerhalde Truchtelfingen), eine Hauptschule (Hohenberg-Hauptschule) und sechs selbständige Grundschulen (Laufen, Margrethausen, Kirchgrabenschule Ebingen, Lammerbergschule Tailfingen, Langenwand-Grundschule Tailfingen und Oststadt-Grundschule Ebingen).

Der Zollernalbkreis ist Träger der beiden Beruflichen Schulen (Hauswirtschaftliche Schule und Walther-Groz-Schule - Kaufmännische Schule ) sowie der Rossentalschule für Geistigbehinderte.

Die private Abendrealschule, der private Sonderschulkindergarten für Geistigbehinderte, der private Sonderschulkindergarten für Körperbehinderte, die Private Berufsfachschule für Mode und die Private Sonderberufsschule der ABA runden das schulische Angebot Albstadts ab.

Auch eine Musik- und Kunstschule und eine Volkshochschule ist in ansässig.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt bzw. die Vorgängerstädte haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • Johannes Hartmann (1832-1911)
  • Reinhold Haux (1853-1939)
  • Gottlieb Christian Rieber
  • Friedrich Maag (1867-1942)
  • Paul Hermann Scheerer (1868-1947)
  • Eugen Immanuel Ott (1868-1960)
  • Gottlob Hummel (1869-1952)
  • Adolf Groz (1876-1951)
  • Walther Groz (1903-2000), Oberbürgermeister von Ebingen 1948-1960
  • Kurt Georg Kiesinger (1904-1988)
  • Ernst Kircher (1903-1983)
  • Hans Hoss (* 1923)

Söhne und Töchter der Stadt

  • Hugo Bertsch (* 7. Oktober 1851 in Margrethausen; † 24. August 1935 in New York). Er hatte in und Wilflingen bei Saulgau das Kürschnerhandwerk erlernt und betätigte sich nach einer Wanderzeit, die ihn nach Nord- und Südamerika wie auch Neuseeland führte, in New York neben seinem Kürschnerberuf als Arbeiterdichter. Werke: Die Geschwister (1903), Bob, der Sonderling (1904), Bilderboden aus meinem Leben (1906), Der Tramp (1923)
  • Wilhelm Dodel, (*25. März 1850 in Ebingen, † 24. Januar 1934 in ), legendärer Oberamtsrichter in am Neckar und Blaubeuren ("schwäbischer Salomo"); nach ihm ist die „Wilhelm-Dodel-Gasse” in Ebingen benannt
  • Hermann Essig (*28. August 1878 in Truchtelfingen, † 21. Juni 1918 in Berlin), sozialkritisch-expressionistischer Schriftsteller, vor allem Theaterstücke. Werke: Mariä Heimsuchung (1909), Die Weiber von Weinsberg (1909), Die Glückskuh (1910), Der Frauenmut (1912), Ihr stilles Glück (1912), Der Schweinepriester (1915), Des Kaisers Soldaten (1918)
  • Kurt Georg Kiesinger, (*6. April 1904 in Ebingen; † 9. März 1988 in ), Ministerpräsident von Baden-Württemberg 1958-1966 und Bundeskanzler der Bundesrepublik 1966-1969
  • Christian Landenberger (* 1862 in Ebingen; † 1927 in ), impressionistischer Maler (Landschaftsbilder) und Professor an der Stuttgarter Kunstakademie

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Philipp Matthäus Hahn (*1739 in Scharnhausen, dem heutigen Stadtteil von Ostfildern; † 1790 in Echterdingen, dem heutigen Stadtteil von ), Pfarrer von 1764-1770 in Onstmettingen (siehe "Museen"), zugleich während seiner Pfarrzeit Erfinder und "Tüftler" und damit Begründer der Feinmess- und Präzisionswaagen-Industrie im Zollernalbkreis; Erfinder der Neigungswaage (Pendel-Quadrantenwaage); Uhren-Entwicklungen (unter anderem astronomische Uhr, Sekundenzeiger)
  • Claus Schenk Graf von Stauffenberg (*15. November 1907 in Jettingen; † 20. Juli 1944, hingerichtet in Berlin) sowie sein Bruder Berthold Schenk Graf von Stauffenberg (*15. März 1905 in Stuttgart; † 10. August 1944, hingerichtet in Berlin-Plötzensee), waren maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 beteiligt. Sie verbrachten lange Zeit ihrer Jugend im Sommersitz, nach 1918 Hauptwohnsitz der Schenken von Stauffenberg im heutigen Stadtteil Lautlingen (siehe "Museen")

Literatur

  • Heinz Bader: Am Ursprung der Eyach. Alt-Pfeffingen. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1993
  • Hermann Bizer: Die Flurnamen von Tailfingen. Tailfingen 1940
  • Hermann Bizer: Tailfinger Heimatbuch. Tailfingen 1953
  • Joseph Halm: Chronik des Bleichers Johannes Jerg 1771-1825. Ein Heimatbuch der Stadt Ebingen. 1952
  • Gottlob Friedich Hummel: Kriegschronik der Stadtgemeinde Ebingen. 1919
  • Gottlob Friedrich Hummel: Ebingen. 1923
  • Ernst Koch: Am Stadtbrunnen. Ebinger Geschichte in Geschichten. Albstadt-Ebingen 1990
  • Peter Thaddäus Lang / Wilhelm Conzelmann: Tailfingen, die Trikotstadt. 1990
  • Peter Thaddäus Lang: Katholiken im Talgang. 1993.
  • Wilhelm Maute: Vergessene Ereignisse aus fünf Jahrhunderten, zugetragen in der Stadt Ebingen. Silberburg-Verlag, 1999.
  • Alfred Munz: Philipp Matthäus Hahn. Pfarrer und Mechanikus. 1990
  • Johannes Raster: Bilder aus der Heimatgeschichte Onstmettingens, Onstmettingn o.J.
  • Gustav Rieber: Laufen. Geschichten aus der Eyachtalgemeinde. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1993
  • Walter Stettner: Ebingen. Geschichte einer württembergischen Stadt. 1986
  • Friedrich Wissmann: An der Eyachquelle. Ein Heimatbuch von Pfeffingen und Burgfelden. 1959
  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, , 1961
  • Albstadt (mit Fotos von Manfred Grohe), Silberburg-Verlag, ISBN 3-87407-331-9
  • 25 Jahre Albstadt, Hrsg. Stadt (2000)
  • Im Flugzeug über Ebingen - Luftaufnahmen von 1927 SP-Verlag, ISBN 978-3-9811017-3-7

Belletristik:

  • Johannes Binder: Aus dem Leben eines weißen Magiers. Ebingen 1921
  • Trude Frowein: Ich liebe meine Heimatstadt. Heitere Verse über Ebingen und drumherum. 1989
  • Joseph Halm: Stumpeholz. [1941]
  • Joseph Halm: Des Vaters Heimat. Besinnlich-heitere Plauderei über die schwäbische Kleinstadt Ebingen. Ebingen 1955
  • Fritz Hipp: Erzählungen und Gedichte. Tailfingen 1965
  • Kurt Georg Kiesinger: Ebinger Gedichte 1921-1926, hrsg.v. Peter Thaddäus Lang und Olaf Baldauf, 2006
  • Peter Thaddäus Lang: Tagolf der Siedler. Ein Roman aus der Alemannenzeit. Silberburg-Verlag, 1994
  • Peter Thaddäus Lang: Die Jagd nach dem heiligen Stab. Ein historischer Roman aus der Alemannenzeit. Silberburg-Verlag, 1998
  • Peter Thaddäus Lang: Tod in . Ein Kriminalroman von der Schwäbischen Alb. SP-Verlag, 2003
  • Peter Thaddäus Lang: Der Killer von . Ein Kriminalroman von der Schwäbischen Alb. SP-Verlag, 2005
  • Alfred Munz: Wacholderbeeren. Besinnliche Spaziergänge auf der Schwäbischen Alb. 1992 [nur zum Teil über den Albstädter Raum]
  • Peter Wark: Albtraum, Machenschaften, Ballonglühen, Epizentrum. Kriminalromane, Gmeiner-Verlag, Messkirch



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Informationsportal über Albstadt in Baden-Württemberg - 18.5.2012