
|
Allensbach ist eine Gemeinde am Bodensee im Landkreis in Baden-Württemberg (). Überregional wurde der Ort als Sitz des Instituts für Demoskopie Allensbach bekannt. GeografieAllensbach liegt zwischen und . Der Kernort liegt direkt am Ufer des Gnadensee genannten Teils des Bodensees gegenüber der Insel Reichenau. Die Gesamtgemeinde erstreckt sich vom Gnadensee über den Bodanrück bis zum Überlinger See in 397 bis 520 Meter Höhe. GemeindegliederungAußer dem Kernort gehören auch Hegne, Kaltbrunn, Langenrain und Freudental zur Gemeinde.
GeschichteAllensbach wurde 724 erstmals in der Gründungsurkunde des Inselklosters Reichenau erwähnt, zu dem es über Jahrhunderte gehörte. Im Mittelalter besaß es Stadtrechte und eine Stadtmauer. Im 16. Jahrhundert kam Allensbach in den Besitz des Fürstbistums . Im 30-jährigen Krieg wurde Allensbach wiederholt besetzt, geplündert und angezündet. Die früher einmal belegten Stadtrechte gingen in den Kriegswirren unter. Bis heute ruhen die Stadtrechte - weder wurden sie aberkannt noch einmal anerkannt. Es ist kein Geheimnis, dass die Allensbacher mit den Stadtrechten bis heute liebäugeln und ihre wirtschaftliche Lage stetig ausbauen. 1803 erlebte Allensbach den letzten Besitzerwechsel und kam zum Großherzogtum Baden. ReligionenAufgrund der Zugehörigkeit zum Hochstift ist die Reformation an Allensbach vorbeigegangen. So ist auch heute noch die Mehrheit der Bewohner katholisch, und im Kernort sowie in Hegne gibt es römisch-katholische Kirchen. Seit 1955 gibt es aber auch eine evangelische Kirche im Ort. Eingemeindungen
PolitikAllensbach verbindet eine vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft mit Reichenau und . GemeinderatDer Gemeinderat besteht aus dem Bürgermeister, 21 Gemeinderäten und (nicht stimmberechtigt) den 3 Ortsvorstehern von Hegne (Gerhard Maier), Kaltbrunn (Elisabeth Müller) und Langenrain-Freudental (Friedrich Schrof). Die Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrAllensbach liegt an der Schwarzwaldbahn (Offenburg - ), auf der neben der Nahverkehrslinie Seehas auch InterRegioExpress- und RegionalExpress Züge fahren. Der Ort gehört dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee an. Es besteht eine Personenschifffahrtsverbindung zur Insel Reichenau. Ansässige Unternehmen
BildungseinrichtungenAllensbach verfügt über eine Grund- und Hauptschule, im Ortsteil Hegne gibt es eine reine Grundschule. Außerdem gibt es drei kommunale und einen römisch-katholischen Kindergarten. Mit dem Marianum gibt es zudem eine römisch-katholische Berufsschule, die von den Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz betrieben wird. Freizeit- und SportanlagenIn Allensbach gibt es einen Wildpark. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
BauwerkeDie barocke Nikolauskirche mit ihrem 1698 erbauten Zwiebelturm und dem 1732 - 1735 erbauten Langschiff ist das Wahrzeichen in der Ortsmitte Allensbachs. Im Inneren der Kirche befindet sich ein 1804 gefertigter Hochaltar und zwei Rokoko-Seitenaltäre aus der Zeit um 1750. Im Ortsteil Freudental befindet sich ein 1698 erbautes Barockschloss mit einer hübschen, harmonischen Giebelfassade, das als Seminar- und Tagungsstätte und als Unterkunft für Feriengäste genutzt wird. Das 1648 erbaute Bodmansche Barockschloss im Ortsteil Langenrain beherbergt heute das Institut für Weiterbildung der Fachhochschule . Die evangelische Gnadenkirche (1955 erbaut, 1997 erweitert) und das Strandbad (2004) sind sehenswerte Bauten der modernen Architektur. NaturdenkmälerAuf dem Gemeindegebiet liegt am Ufer des Überlinger Sees die Marienschlucht, die früher ein beliebtes Wanderziel war, aber seit einem Erdrutsch vor Ostern 2005 derzeit nicht passierbar ist. Regelmäßige VeranstaltungenAlljährlich von Juli bis Oktober finden im Seegarten oder in der evangelischen Kirche in Allensbach die Konzerte der Reihe Jazz am See statt und einmal im Jahr findet für ein Wochenende das Seetorfest statt. PersönlichkeitenEhrenbürger
Andere Persönlichkeiten
Literatur
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
