Alpirsbach in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Freudenstadt
Koordinaten: 48° 21′ N, 8° 24′ O
Höhe: 441 m ü. NN
Fläche: 64,55 km²
Einwohner: 6922
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 72271–72275
Vorwahl: 07444
Kfz-Kennzeichen: FDS
Gemeindeschlüssel: 08 2 37 002
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2
72275 Alpirsbach
Webpräsenz: www.alpirsbach.de
Bürgermeister: Roland Wentsch

Alpirsbach ist eine Stadt im Landkreis in Baden-Württemberg ().

Geografie

Alpirsbach liegt im oberen Kinzigtal im schwäbischen Teil des Schwarzwalds.

Stadtgliederung

Die Ortsteile von Alpirsbach heißen: Ehlenbogen, Rötenbach, Reinerzau, Peterzell, Reutin (mit Gräben) und Römlinsdorf.

Geschichte

Alpirsbach entstand als Siedlung um das gleichnamige 1095 von Bischof Gebhard III. von , einem Zähringer, geweihte Kloster. Mit der Aufhebung der Benediktiner-Abtei aufgrund der Reformation wurde Alpirsbach Sitz des Klosteramtes Alpirsbach, was zu einem Wachstum der das Kloster umgebenden Siedlung führte, weil Handwerker, Beamte und Zunftvertreter hier ansiedelten.

Seit Ende des 17. Jahrhunderts führte der Bergbau (Gold, Silber und Kobalt) zu Wohlstand in der Gemeinde. 1810 wurde das Klosteramt aufgehoben und Alpirsbach kam zum Oberamt . Der Fortzug der Behörden führte auch zum Niedergang von Wohlstand und Einwohnerzahl. Die Armut führt Mitte des 19. Jahrhunderts zu verstärkter Auswanderung vor allem nach Wisconsin. 1861 wurde in Alpirsbach die erste Freiwillige Feuerwehr im gesamten Oberamt gebildet. Nachdem sich die Lage gebessert hat, werden Alpirsbach 1869 durch König Karl von Württemberg die Stadtrechte verliehen. Seit 1886 hat Alpirsbach durch die Kinzigtalbahn Schienenanschluss.

Die Kommunalreform 1938 führt zur Zugehörigkeit zum Landkreis .

Religion

Die Reformation wurde in Alpirsbach 1535 eingeführt. Das Kloster Alpirsbach wurde aufgehoben. Zwar kam das Kloster während des so genannten Interims von 1548 bis 1552 noch einmal unter römisch-katholische Herrschaft, aber die neue evangelische Konfession konnte sich anschließend dauerhaft durchsetzen.

In der ehemaligen Benediktiner-Abtei, deren bekanntester evangelischer Abt einst Johann Albrecht Bengel war, treffen sich seit 1933 evangelische Christinnen und Christen, um Gottesdienst, Lobpreis, Anbetung und Fürbitte in der evangelischen Kirche neu zu beleben. Die Bedeutung von Kirche soll erwogen werden. Sie pflegen das in der evangelischen Kirche heute weitgehend unbekannte Chorgebet und den Gregorianischen Choral, den sie für die evangelische Liturgie wiedergewinnen möchten. Dietrich Bonhoeffer war die Bewegung freilich zu unpolitisch. Es gibt Überschneidungen mit der Berneuchener Bewegung

Katholische Kirchengemeinde St. Benedikt. Im heutigen Kirchenraum war das Refektorium der Klosteranlage untergebracht. Die Altarwand wurde von Wilhelm Geyer gestaltet.

Einwohnerentwicklung

Summe der Einwohner von Alpirsbach und seinen zu der Zeit vorhandenen Ortsteile!

  • 1602: 1125
  • 1785: 2643
  • 1867: 3703
  • 1905: 3582
  • 1974: 6963
  • 2000: 6918
  • 2005: 6922
  • 2006: 6897

Eingemeindungen

  • 1938: Eingemeindung von Rötenbach
  • 1. Januar 1971: Eingemeindung von Reutin (mit Gräben)
  • 1. April 1974: Vereinigung von Alpirsbach mit Ehlenbogen, Reinerzau, Peterzell und Römlinsdorf zur neuen Stadt Alpirsbach

Politik

Bürgermeister

  • 1819-1833: Johann Georg Faßnacht (erster gewählter Schultheiß)
  • ????-1848: Köstlin
  • 1848-1850: Schliz
  • 1857-1882: Albert Heinzelmann (erster Stadtschultheiß von Alpirsbach)
  • 1882-1889:
  • 1889-1895: Ernst Gottlob Schöck
  • 1895-1918: Wilhelm Rieker
  • 1918-1926: Wilhelm Schwarz
  • 1926-1933: Friedrich Reichert
  • 1933-1945: Otto Rommel (NSDAP Er wurde dann Bürgermeister in Holzgerlingen!)
  • 1945-1948: Robert Faulhaber
  • 1949-1967: Otto Müller (1938-45 Bürgermeister in Holzgerlingen!)
  • 1967-1974: Hans Volle (Er wurde dann Landrat in Tuttlingen!)
  • 1974-2000: Peter Dombrowsky (CDU Er wurde dann Landrat in Freudenstadt!)
  • 2000-heute: Roland Wentsch (Parteilos)

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

FWV 46,3 % -2,2 8 Sitze -4
SPD 23,6 % -0,4 4 Sitze -2
CDU 20,3 % -7,3 4 Sitze -2
UBL 9,8 % +9,8 2 Sitze +2

Partnerschaften

Alpirsbach unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

  • Neuville-sur-Saone bei Lyon in Frankreich.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Stadt ist werktags im Stundentakt über die Kinzigtalbahn mit und verbunden und gehört der Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis an. Über die Bundesstraßen B 294 (Bretten - im Breisgau) und B 462 (Rastatt - ) ist Alpirsbach an das überregionale Straßennetz angebunden.

Ansässige Unternehmen

  • Alpirsbacher Klosterbräu. (Eine ca. 900 Meter lange Bierpipeline befördert den Gerstensaft unterirdisch zwischen der Brauerei und der Abfüllanlage)
  • HETAL Beschläge und Scharniere
  • Saier Kunststoffverpackungstechnik

Bildungseinrichtungen

Neben einem Progymnasium und einer Realschule gibt es in Alpirsbach auch eine Hauptschule mit Werkrealschule und zwei Grundschulen. Daneben gibt es fünf städtische, zwei evangelische und einen römisch-katholischen Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Alpirsbach hat ein umfangreiches Kulturprogramm mit Konzerten, Ausstellungen und Festen. Veranstaltungstermine und Öffnungszeiten der Museen findet man auf der städtischen Homepage. Sehenswert ist auch die Schwarzwaldlandschaft des oberen Kinzigtals.

Alpirsbach liegt am Kinzigtäler Jakobusweg, der von Loßburg nach Schutterwald führt sowie am Fernwanderweg Ostweg, die beide viele Sehenswürdigkeiten streifen.

Museen

  • Ehemaliges Benediktinerkloster (seit 1095) mit Museum.
  • Galerie mit wechselnden Ausstellungen.
  • Museum für Stadtgeschichte
  • Alpirsbacher Klosterbräu mit Museum
  • Alpirsbacher Glasbläserei
  • Schauconfiserie

Gebäude

  • Historischer Stadtkern mit vielen Fachwerhäusern

Natursehenswürdigkeiten

  • Stausee Kleine Kinzig der Wasserversorgung Kleine Kinzig mit Schwarzwälder Wasserpfad

Kino

  • Subiaco Kinos e.V. – Vielfach ausgezeichnetes Programmkino im Kloster (50 Plätze).

Weitere Standorte: in der Galerie in Alpirsbach (20 Plätze), in (100 Plätze), in (100 Plätze).

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1899, Prof. Christian Gaiser, Oberbaurat in Stuttgart
  • 1922, Friedrich Widmann, Architekt und Wohltäter der Stadt.
  • 1933, Wilhelm Murr, deutscher Politiker (NSDAP), Württembergischer Staatspräsident
  • 1937, Friedrich Preuninger, 38 Jahre lang Rötenbacher Schultheiß
  • 1939, Dr. med. Max Kaupp, Stadtarzt
  • 1978, Georg A. Brenner, Arzneimittel-Fabrikant und großer Gönner der Stadt
  • 1984, Walter Traub, Schulrektor, Stadtrat, Stadtgeschichtler und Mitbegründer des Heimatvereins sowie Initiator des Museums für Stadtgeschichte in Alpirsbach

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1913, 26. Februar, Otto Eisenmann, † 19. Februar 2002, deutscher Politiker (DP, FDP), MdB, MdL (), Minister für Arbeit, Soziales und Vertriebene in .
  • 1977, 1. Januar, Oliver Thomas (eigentlich Oliver Dyba), deutscher Schlagersänger



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Informationsportal über Alpirsbach in Baden-Württemberg - 18.5.2012