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Alteglofsheim ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Alteglofsheim. GeografieAlteglofsheim liegt ca. 15 km südsüdöstlich von an der Bundesstraße 15 (Regensburg–Landshut) in den Ausläufern des niederbayerischen Hügellandes. Es existieren folgende Gemarkungen: Alteglofsheim NachbargemeindenKöfering, Hagelstadt, Thalmassing, Mintraching, GeschichteDer Ort wird im 10. Jahrhundert als Egilolfesheim erstmals erwähnt. Der Ort war Teil des Kurfürstentums . Alteglofsheim war eine Hofmark im Landgericht Haidau-Pfatter; verschiedene Adelsfamilien hatten die Grund- und Gerichtsherrschaft inne, unter anderem die nach dem Ort benannten Eglofsheimer, die Mitte des 12. bis Ende des 14. Jahrhunderts bischöfliche Ministerialen waren. Der Name Alteglofsheim wurde erst mit dem Bau der Burg Neueglofsheim (1314 erstmals erwähnt, heute Schloss Haus) gebräuchlich. Schloss Alteglofsheim, das aus einer mittelalterlichen Wasserburg entstand, wurde 1658 von Freiherr (ab 1685 Reichsgraf) Johann Georg I. von Königsfeld gekauft. Das Schloss erlebte seine Blütezeit unter dem Reichsgrafen Johann Georg II. von Königsfeld († 1750). Um 1810 ging die Hofmark an die Freiherren von Cetto über. Im Zuge der Verwaltungsreformen in entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1835 geriet das Schloss an das fürstliche Haus Thurn und Taxis, nach 1937 in den Besitz eines Pfarrers und danach seiner Haushälterin. 1973 erwarb es der Freistaat kurz vor dem völligen Verfall. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten beherbergt es seit 2000 eine von drei bayerischen Musikakademien. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.554, 1987 dann 2.701 und im Jahr 2000 3.015 Einwohner gezählt. Im Jahr 2005 hatte sie 3.400 Einwohner. PolitikBürgermeister ist Reinhard Kolouch (Freie Christliche Wähler). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1794 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 471 T€. WappenEs stellt einen geflügelten Löwenkopf in gold auf blauem Grund dar, der das Wappenbild des Geschlechts der Eglofsheimer war . Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der spätgotische Anlagenkern mit dem Bergfried stammt aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Mehrere Um- und Anbauten erfolgten im 17. und 18. Jahrhundert unter den Reichsgrafen von Königsfeld. Der Freiherr und spötere Reichsgraf Johann Georg I. von Königsfeld ließ 1679/80 den barocken Anbau mit den acht sogenannten Schönen Zimmern im Obergeschoss und der zweischiffigen Hauskapelle im Erdgeschoss nach Plänen von Enrico Zuccalli errichten. Die von Giovanni Battista Carlone (Kaisersaal), Johann Gebhard aus Prüfening (Deckenfresko im Roten Zimmer) und Jakob Heybel ausgestalteten Räume sind in das erste Beispiel für Paradezimmer in einer nach französischem Vorbild gestalteten Raumfolge. Reichsgraf Johann Georg II. von Königsfeld ließ 1728-34 Fassade, Garten und den Südflügel unter Beteiligung von Künstlern wie Johann Baptist Zimmermann und Francois de Cuvilliés neu gestalten. Besonders hervorzuheben ist der Asam-Salettl, der 1730 von Cosmas Damian und Egid Quirin Asam erbaut wurde. Das Deckenfresko von Cosmas Damian Asam zeigt Apoll auf dem Sonnenwagen. Besichtigung des Schlosses ist nur für Gruppen nach Voranmeldung möglich. Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 133 und im Bereich Handel und Verkehr 61 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 80 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1038. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 1 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 622 ha. Davon waren 599 ha Ackerfläche und 23 ha Dauergrünfläche. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
SonstigesAlteglofsheim ist Sitz der Bayerischen Musikakademie Schloss Alteglofsheim, die als 3. Bayerische Musikakademie (neben Marktoberdorf und Hammelburg) im Jahr 2000 eingeweiht wurde. Die Akademie residiert im Schloss Alteglofsheim. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
