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Altenstadt ist ein Markt im schwäbischen Landkreis und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt. Der Markt liegt circa 30 km südlich von , an der Iller. GeografieStadtgliederungEs existieren folgende Gemarkungen: Altenstadt, Filzingen, Grafenwald, Herrenstetten, Untereichen. Zum Markt Altenstadt gehören:
(In Klammern das Jahr der Eingemeindung) GeschichteDie früheste Erwähnung der Edlen von Aichheim erfolgte in der Urkunde vom 25. März 1128, ausgestellt im Grafenthing zu unter Vorsitz des Grafen Eberhard von Kirchberg. Unter den sieben freien Zeugen tritt Adalbert von Aichheim auf. Die Edelfreien von Aichheim errangen im 17. Jahrhundert eine bedeutende Stellung im schwäbischen Adel, waren jedoch nicht Ministerialen der Tübinger Pfalzgrafen. Nach dem Tod des letzten Aichheimers, Berthold (1330), gelangte die Herrschaft Aichheim an Konrad von Rechberg, der die Tochter Bertholds, Luitgard, geheiratet hatte. Dabei nahm er auch Besitz von der bereits bestehenden Burg Aichheim. In der Folgezeit vereinigten die Herren von Rechberg mehrere Herrschaften zwischen Iller und Lech in ihrer Hand. Als Zentrum ihres neuen Herrschaftsgebietes erbauten sie sich in den Jahren 1420 bis 1460 eine mächtige Burg und legten östlich von ihr eine Handwerkssiedlung an, die den Namen Überaichheim übernahm. Die von der Herrschaft verlassene, alte Siedlung bei der Mönchsburg heißt fortan die „Alte Stadt”, woraus sich der heutige Ortsname Altenstadt ableitet. Diese Siedlung, einst Herrschersitz, führte fortan als kleines Dörfchen ein ländliches Leben wie die anderen kleinen Siedlungen um den neuen Mittelpunkt Übereichen, der heute den Namen Illereichen führt. Der neue Ort Illereichen nahm eine rasche Aufwärtsentwicklung und war schon bald mehr als doppelt so groß wie Altenstadt. Etwa bis zum Jahr 1700 blieb Altenstadt nur ein verträumtes Bauerndorf abseits der Landstraße. Der heutige Ortskern, das Geschäftszentrum an der Staatsstraße 2031, entstand erst um 1720. Damals wurden außerhalb der christlichen Siedlung für die seit dem Ende des 17. Jahrhunderts vereinzelt, ab 1718/19 in größerer Zahl im Illereicher Herrschaftsgebiet auftauchenden Juden mehrere Häuser errichtet, die den Judenfamilien mietweise überlassen wurden. 1721 erwarben die Juden von der Herrschaft durch Kauf das Recht, Streitigkeiten in ihren Reihen selbst zu schlichten; ein Jahr später erhielten sie auch die Genehmigung zum Bau einer Synagoge. Allmählich wuchs die Altenstadter Judengemeinde zu einer selbstständigen Gemeinschaft neben der christlichen Doppelgemeinde Illereichen-Altenstadt, obgleich sie nur wenige Freiheiten und Rechte besaß. Um diese Zeit befand sich die Herrschaft Illereichen im Besitz der westfälischen Grafen von Limburg-Styrum, die ab 1677 fast ein Jahrhundert regierten. 1772 erwarb der Reichsgraf und spätere Fürst Karl von Palm die Herrschaft um 450.000 Gulden. Dieser verkaufte den Besitz um 1788 für 750.000 Gulden an Fürst Johann Nepomuk Josef von , von dem er 1789 an seinen Sohn Josef überging. In dessen Regierungszeit kam die Herrschaft Illereichen 1800 unter die Landeshoheit s. 1833, kurz vor seinem Tod, verkaufte Fürst Josef von Illereichen an den bayerischen Staatsminister Maximilian Graf von Montgelas, der 1834 Gerichtsbarkeit und Grundgefälle dem König von überließ. PolitikGemeinderatErgebnis der Gemeinderatswahlen 2002:
WappenDas Wappen des Marktes Altenstadt zeigt eine Eiche auf silbernem Grund. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
FreizeitanlagenIm Ortsteil Filzingen liegt das Naherholungsgebiet "Filzinger Badeseen" SportIm Westen der Gemeinde liegen die Außensportanlagen Altenstadts, namentlich der Sport- und Fußballplatz (unter anderem vom Fußballverein] genutzt) und der Tennisplatz des örtlichen Tennisclubs. Direkt daneben findet sich das vom Schützenverein 1905 Altenstadt e. V. in Eigenregie erbaute Vereinsheim. Im Ortskern selber nahe der Hauptstraße befindet sich die "Jahnhalle" des TSV 1878 Altenstadt e. V., zur Grundschule gehört ebenfalls eine Turnhalle. Aufgrund der Betriebsvorschriften der Schulturnhalle, die nur eine stark begrenzte Anzahl von Fremdveranstaltungen pro Jahr zulässt, und der inzwischen in die Jahre gekommenen Jahnhalle ist es in Altenstadt oftmals schwer, für Veranstaltungen größeren Ausmaßes in Altenstadt geeignete Räumlichkeiten zu finden. Eine Gemeindehalle existiert derzeit nicht. Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrAltenstadt liegt an der Anschlussstelle 125 der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Bundesautobahn 7, der Staatsstraße 2031 (ehemalige B 19, sowie an der Bahnlinie Ulm-Kempten, der sogenannten Illertalbahn. Ansässige UnternehmenIm Süden Altenstadts direkt an der Autobahn-Anschlussstelle liegt das Zentrallager der Firma Aldi für den süddeutschen Raum. In diesem Gewerbegebiet und dem angrenzenden Norden des Ortsteils Filzingen sind metallverarbeitende Betriebe ansässig. Öffentliche Einrichtungen
BildungseinrichtungenIn Altenstadt befindet sich die Grund- und Teilhauptschule I für die Verwaltungsgemeinschaft. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der StadtBarbara Renz (1863-1955), die erste Frau in Süddeutschland, die einen Doktortitel erhielt, ist hier geboren. Literatur
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