Altleiningen in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Hettenleidelheim
Koordinaten: 49° 30′ N, 8° 4′ O
Höhe: 301 m ü. NN
Fläche: 11,47 km²
Einwohner: 1923
Bevölkerungsdichte: 168 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67317
Vorwahl: 06356
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 001
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Hauptstraße 45
67310 Hettenleidelheim
Webpräsenz: www.altleiningen.de
Ortsbürgermeister: Karl Meister

Altleiningen ist eine Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Landkreis .

Geographie

Der Ort liegt auf 300 m Seehöhe im nordöstlichen Pfälzerwald im Tal des Eckbachs.

Geschichte

Altleiningen wurde erstmals im Jahre 780 urkundlich erwähnt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Ort zum Landkreis , der 1969 im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform aufgelöst wurde. Altleiningen wechselte in den neugeschaffenen Landkreis . 1972 wurde Altleiningen der ebenfalls neugeschaffenen Verbandsgemeinde Hettenleidelheim zugeordnet.

Der Ortsname leitet sich – wie bei der nahegelegenen Gemeinde Neuleiningen – vom Adelsgeschlecht der Leininger ab, denen vormals das Leiningerland gehörte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Burg Altleiningen – Die Burg Altleiningen wurde auf der Kuppe eines etwa 400 m hohen Berges erbaut, der sich über dem linken Eckbachufer erhebt. In die Burg sind eine Jugendherberge und – im Burggraben – ein Freibad integriert. Darüber hinaus bietet die überdachte „Ehrenhalle”, ein durch Arkaden zum Burghof hin abgetrennter Raum, ca. 250 Besuchern Sitzplätze. Dort führt seit 1980 das „professionelle Amateurtheater” der Burgspiele Altleiningen e. V. alljährlich in den Sommermonaten anspruchsvolle Theaterstücke auf - klassische, moderne, häufig auch solche mit historischem Bezug.
  • Kloster Höningen und Kirche St. Jacob – Im ca. 2 km südlich gelegenen Ortsteil Höningen befinden sich die evangelische Kirche St. Jacob (im romanischen Stil) und die Überreste des Chorherrenstifts Kloster Höningen: Torbogen (am nördlichen Ortseingang), Westgiebel jeweils von Konventsgebäude und Klosterkirche (parallel zur heutigen Hauptstraße). St. Jacob und das Kloster wurden um das Jahr 1120 erbaut. Zwei Schutzbriefe von Papst Innozenz II. bzw. Kaiser Friedrich Barbarossa spiegeln die Bedeutung des Klosters zur Gründungszeit wider.
  • Höninger Lateinschule – An die Lateinschule (1573–1630), in der das Leininger-Gymnasium Grünstadt seine Wurzeln hat, erinnert das Torhaus am Eingang zur Hintergasse.
  • 20-Röhren-Brunnen – Vom 20-Röhren-Brunnen, der aus einem Stollen gespeist wird, welcher zur Versorgung der oberhalb gelegenen Burg um das Jahr 1600 tief in den Fels getrieben wurde, bezieht der Eckbach heute den größten Teil seiner Wasserführung. Am Brunnen befindet sich ein 1855 eingemeißeltes Gedicht als Dialog zwischen Wanderer (W) und Brunnen (B):
Siehe, Wanderer, Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle!
W.: Ja, Brünnlein, du hast Wassers die Füll,
Gibst Jedem zu trinken, der da will.
B.: Der reiche Gott hat mirs gegeben,
Machs mir nur nach, so wirst du leben!
W.: Was bleibt dann aber mir zuletzt?
B.: Ein Wasser, das ewig dich ergötzt.

Am 20-Röhren-Brunnen liegt der westliche Anfangspunkt des 19 km langen Eckbachmühlen-Rad- und Wanderweges, der bachabwärts bis nach Dirmstein führt.

Politik

Gemeinderat

Die Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 hatten folgendes Ergebnis:

  1. FWG 43,5% (=) - 7 Sitze (+1)
  2. WG Dennhardt 26,9% (=) - 4 Sitze (=)
  3. CDU 15,4% (+0,3) - 3 Sitze (+1)
  4. SPD 14,3% (-7,5) - 2 Sitze (-2)

Liste der Bürgermeister

1992–heute Karl Meister (FWG)
1990–1992 Michael Haab (CDU)
1979–1990 Otwin Frank (FWG)
1974–1979 Jakob Neu (CDU)
1971–1974 Gerd Abel (WG)
1969–1971 Friedrich Dörner (WG)
1952–1969 Jakob Neu (CDU)
1948–1952 August Dörner
1945–1948 Christoph Bohn II.
1934–1945 Johannes Jotter II.
1933 (Juni–Dezember) August Alebrand
1931–1933 Christoph Bohn II.
1910–1931 Karl Heinrich Klein

1899–1909 Heinrich Müller
1894–1899 Karl Krauß I.
1871–1894 Heinrich Müller III.
1870–1871 Johann Müller IV.
1859–1869 Philipp Jakob Zimmermann
1848–1859 Samuel Krebill
1844–1848 Heinrich Krebill
1842–1844 Heinrich Haartung
1820–1842 Abraham Krebill
1814–1820 Jakob Zimmermann
1808–1814 Abraham Krebill
1804–1808 Georg Walter

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Die Industrieniederlassung Drahtzug liegt am Eckbach 2 km nordöstlich des Dorfes und ist benannt nach der Drahtwarenfabrik Drahtzug GmbH + Co. KG, die dort ihre Produktionsstätte besitzt und der größte Arbeitgeber des Landkreises ist.

Verkehr

Von Altleiningen aus führte einst die Leininger Talbahn nach Grünstadt. Von 1903–1969 fand auf der Strecke ÖPNV statt, noch bis Ende 2005 wurde die aufrechterhaltene Teilstrecke Grünstadt–Drahtzug für den Güterverkehr des Unternehmens genutzt.

Der Omnibusverkehr fährt an der Strecke Grünstadt–Altleiningen den Haltepunkt Drahtzug an.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Phil Jutzi, Filmregisseur
  • Silvio Adzic, Fußballspieler



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Altleiningen in Rheinland-Pfalz - 21.5.2012