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Ursprünglich entstand der Ort aus einem Benediktinerkloster (Kloster Amorbach), welches sich nach und nach zu einem Ort entwickelte und 1253 zur Stadt ernannt wurde. Der Name Amorbach ist nicht wie naheliegend vom römischen Gott Amor abgeleitet, sondern von dem die Stadt durchfließenden Bach, dessen Name bereits während der römischen Besiedlungszeit amara hieß, gleichbedeutend mit "die Wasserreiche" oder "die Sumpfige". In späteren Jahren wechselte die im Grenzgebiet von , und Baden gelegene und heute etwa 4500 Einwohner zählende Stadt mehrfach den Landesherrn. Erst 1816 wurde sie endgültig bayerisch. Heute umwirbt Amorbach erholungsuchende Touristen mit seiner staatlichen Anerkennung als Luftkurort und seinen zahlreichen barocken Bauwerken. Auch Theodor W. Adorno, der regelmäßig als Stammgast in Amorbach weilte, trägt zum Bekanntheitsgrad bei. Nach seinem Tode wurde in einem ansässigen Hotel ein Adornozimmer errichtet. Die noch um 1960 herum zahlreich vorhandene Perlmutt-Industrie ist heute nur noch vereinzelt in Künstlerhand anzutreffen. Amorbach ist der Stammsitz des Fürstenhauses zu Leiningen. 1992 wurde der Stadt die Europa-Nostra-Medaille verliehen. VerkehrDer Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Seckach-Miltenberg (KBS 709, auch Madonnenlandbahn genannt. Entwicklung des StadtgebietsEingemeindungenIn die Stadt Amorbach wurden eingemeindet:
Kultur und SehenswürdigkeitenSchloss und AbteikircheDie im Eigentum des Fürstenhauses zu Leiningen befindliche ehemalige Benediktinerabtei mit seiner beachtenswerten Bibliothek und die fürstliche Abteikirche mit ihrer weltberühmten Stumm-Orgel ziehen jährlich Tausende von Besuchern an. 1782 wurde die Orgel nach achtjähriger Bauzeit von den Brüdern Johann Philipp Stumm (1705-1776) und Johann Heinrich Stumm (1715-1788) vollendet. Im Amorbacher Werk, dem größten und bedeutendsten im 200-jährigen Wirken der schon damals hochgeschätzten Orgelbau-Dynastie Stumm, konnten diese Stil und Klangideal, eine Synthese des süddeutschen und des französischen Orgelbaues, uneingeschränkt verwirklichen. Die originale Klangsubstanz des imposanten Werkes überdauerte fast unbeschadet mehr als zwei Jahrhunderte. Im ausgehenden 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden - entsprechend dem jeweiligen Zeitgeschmack - weitere Register hinzugefügt. Hinter dem beeindruckenden 16-feldrigen Prospekt, mit seinen 124 sämtlich klingenden und bis zu sieben Meter hohen hochprozentigen Zinnpfeifen, befinden sich Hauptwerk, Positiv und Echo mit originaler Disposition und Pfeifenwerk auf den 1982 rekonstruierten Schleifladen. Alle 14 Pedalregister stehen frei dahinter. Wiederum dahinter steht in drei Etagen das 1982 hinzugefügte neue Schwellwerk. Es enthält eine sinnvolle Zusammenstellung von nach 1868 hinzugefügten Registern mit einem der französischen Orgelromantik verpflichteten Klangcharakter. Mit ihren 5116 Pfeifen und 30 Schalenglocken, die sich auf 66 Register verteilen und von vier Manual- und einer Pedalklaviatur gespielt werden, verfügt die Orgel über einen unerschöpflichen Klangreichtum. Nicht nur die hohen solistischen Qualitäten eines jeden Registers sondern auch die hervorragende Akustik der ehemaligen Abteikirche lassen ein Orgelspiel zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. So genießt die Amorbacher Stumm-Orgel internationale Bedeutung. MuseenEinmalig, zumindest im europäischen Raum, stellt sich das Museum "Sammlung Berger mit Teekannenmuseum" dar. Neben eindrucksvollen Exponaten moderner Kunst von Arman, Michael Buthe, Chagall, Christo, Keith Haring, Otto Reichart, Rebecca Horn, Yves Klein, Roy Lichtenstein, Nam June Paaik, Niki de Saint-Phalle, H. A. Schult, Daniel Spoerri, Ben Vautier, Dick Higgins u.a. zeigt das Museum die größte Teekannensammlung Europas mit 2467 figürlichen Teekannen aus aller Welt und rund 500 Miniaturteekannen. Regelmäßige Veranstaltungen
Söhne und Töchter der Stadt
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