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Bad Bellingen ist eine Gemeinde im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg. Die Gemeinde bildet zusammen mit Schliengen die Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft Schliengen. GeografieGeografische LageBad Bellingen liegt im Oberrheinischen Tiefland, direkt am Rhein und damit an der Grenze zu Frankreich und im Markgräflerland am Rande des südlichen Schwarzwaldes. Die nächstgrößeren Städte sind Müllheim etwa 10 km nördlich und Lörrach etwa 15 km südlich. Das in Frankreich gelegene Mulhouse (Mülhausen) liegt etwa 18 km westlich von Bad Bellingen. NachbargemeindenDie Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Neuenburg am Rhein im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und Schliengen, im Osten an die Stadt Kandern, im Süden an Efringen-Kirchen und im Westen an die französischen Gemeinden Petit-Landau und Niffer. GemeindegliederungDie Gemeinde besteht neben der Gemeinde Bad Bellingen (1.341 Einwohner) aus den Ortsteilen Rheinweiler (1.003 Einwohner), Hertingen (647 Einwohner) und Bamlach (762 Einwohner). GeschichteBad Bellingen ist aus einem alemannischen Siedlungshof entstanden. Daraus entwickelte sich mit der Zeit ein kleiner Bauernweiler namens Bellikon, der im Jahre 1006 erstmals in einer Urkunde von Kaiser Heinrich II. erwähnt wurde. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte sich diese Siedlung zu dem Fischer- und Winzerdorf Bellingen. Der Ort gehörte zu Vorderösterreich, bis er 1805 mit der Mediatisierung aufgrund des Pressburger Friedens an das Großherzogtum Baden fiel. Am 28. November 1956 stieß man bei Erdölbohrungen statt auf das erwartete Öl auf eine von bald drei Thermalquellen. Es sind Natrium-Calcium-Chlorid-Thermen mit Temperaturen über 35 °C. So wurde der Ort zum Heilbad und erhielt den Namen Bad Bellingen. Der Kur- und Urlaubbetrieb wurde so zu einem bestimmenden Faktor in der Gemeinde. Bis 1972 gehörte Bad Bellingen zum Landkreis Müllheim, nach dessen Auflösung wechselte die Gemeinde in den Landkreis Lörrach über. Eingemeindungen
OrtsteileRheinweilerRheinweiler wurde erstmals 1097 urkundlich erwähnt. Der Ort gelangte im 14. Jahrhundert als Reichslehen an die Basler Familie von Schaler. 1434 wurde es an die Ritter von Rotberg verkauft. Im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kam der Ort dan an das Großherzogtum Baden, wo er zunächst dem Bezirksamt Kandern zugeteilt wurde. Nach dessen Auflösung wechselte 1819 Rheinweiler in das Bezirksamt Müllheim (späterer Landkreis Müllheim). Mit der Kreisreform 1939 kam Rheinweiler an den Landkreis Lörrach. Am 21. Juli 1971 entgleiste in Rheinweiler der D-Zug 370 «Schweiz-Express» von Basel nach Kopenhagen um 13.10 Uhr in einer Kurve und stürzte die Böschung herunter, wobei ein Einfamilienhaus völlig zerstört wurde. 23 Menschen wurden getötet, 121 verletzt. Vermutlich durch einen Defekt bei der AFB (Automatische Fahr- und Bremssteuerung) der E-Lok der Baureihe 103 kam es zu plötzlichem Schaltwerkshochlauf, wodurch die in der Kurve zulässige Geschwindigkeit von 75 km/h mit etwa 140 km/h deutlich überschritten wurde. BamlachDort ist das Oberrheinische Bädermuseum und der Campingplatz und Golpplatz. Bamlach hat keinen Durchgangsverkehr und ist deshalb sehr ruhig. Es gibt viele Reben und Obstbäume. HertingenPolitikGemeinderatDie Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Wahlergebnis:
Bürgermeister
WappenBlasonierung: In von silbernem Wellenbalken geteiltem Schild oben in Blau eine aus dem Wellenbalken aufsteigende, geteilte silberne Fontäne, unten in Grün eine stilisierte goldene Traube. Während die Fontaine den Kurbetrieb symbolisiert, steht die Traube für den Weinbau im Ort. Wirtschaft und InfrastrukturEin bedeutender Wirtschaftsfaktor ist der Bäderbetrieb. VerkehrDurch die Rheintalbahn (Mannheim – Basel) ist Bad Bellingen an das überregionale Schienennetz angebunden. BildungseinrichtungenDie Grundschule hat ihren Sitz in Rheinweiler. Daneben gibt es noch vier kommunale Kindergärten. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenMit dem Oberrheinischen Bädermuseum wird die Geschichte des Bäderbetriebs dokumentiert. Bauwerke
Regelmäßige Veranstaltungen
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der GemeindeWilli Stächele (*1951), deutscher Politiker (CDU), Baden-Württembergischer Staatsminister für Europaangelegenheiten, MdL (Baden-Württemberg). Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
