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Bad Grönenbach ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Bad Grönenbach. Bad Grönenbach wurde 1996 das Prädikat Kneippheilbad verliehen. Bereits 1954 war der Ort als Kneippkurort staatlich anerkannt worden. GeografieBad Grönenbach liegt in der Region Donau-Iller. Ausdehnung des GemeindegebietesDas Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Bad Grönenbach und Zell. Zum Markt Bad Grönenbach gehören unter anderem die Orte Bad Grönenbach, Au, Gmeinschwenden, Haitzen, Herbisried, Hintergsäng, Hörpolz, Hueb, Ittelsburg, Kornhofen, Raupolz, Rothenstein, Schwenden, Seefeld, Streifen, Thal, Vordergsäng, Zell, Zellereinöde und Ziegelberg. GeschichteDer Markt Grönenbach wurde im Jahr 1099 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1136 gehörte der Ort zur Ritterschaft von Rothenstein, die noch im selben Jahrhundert das Hohe Schloss errichten ließ. Von der Herrschaft von Rothenstein zeugt heute noch eine Burgruine westlich von Bad Grönenbach gelegen. 1482 ging Grönenbach in den Besitz der Herrschaft Pappenheim über. Diese - zu ihr gehörte auch Herbishofen, Gemeinde Lachen (Bayern) - ist mit Zürich verbunden und führt daher die Reformation zwinglischer Prägung ein. Grönenbach und Herbishofen wurden damit zum einen die beiden ersten reformierten Gemeinden in Deutschland, zum anderen die einzigen beiden Orte in Deutschland mit originär reformierten Gemeinden Zürcher Ausrichtung. 1611 endete die Zugehörigkeit zu Pappenheim und von 1612 bis 1695 ist Grönenbach fuggerscher Besitz. Es folgten Jahre der Zugehörigkeit zum Fürststift Kempten als Pflegeamt. Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 ordnete den Ort Bayern zu. Sebastian Kneipp war in den Jahren 1842/43 in Grönenbach, um bei Kaplan Merkle, einem weitläufig Verwandten, Latein zu lernen. Merkle bestärkte dabei Kneipp in dessen Wunsch, Priester zu werden. In Grönenbach lernte Kneipp zudem den reformierten Ortspfarrer und Botaniker Christoph Ludwig Koeberlin (1794-1862) kennen, der ihn in die Pflanzenheilkunde einführte. Mit Sebastian Kneipps Aufenthalt in Grönenbach hängt die staatliche Anerkennung als Kneippkurort, die 1954 ausgesprochen wurde sowie die Verleihung des Prädikates Kneippheilbad im Jahr 1996 zusammen. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 4.221, 1987 dann 4.399, im Jahr 2000 5.103 und 2004 5.261 Einwohner gezählt. Kultur und Sehenswürdigkeiten
Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaftEs gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 39, im produzierenden Gewerbe 419 und im Bereich Handel und Verkehr 184 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 523 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.766. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 113 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.554 ha, davon waren 372 ha Ackerfläche und 2.181 ha Dauergrünfläche. VerkehrDie nächste Autobahnanschlussstelle ist 2 km entfernt: Die Anschlussstelle Nr. 131 Bad Grönenbach der A 7. Ein Bahnanschluss besteht ebenfalls, der Bahnhof befindet sich im Ortsteil Thal (ca. 3 km vom Ortskern entfernt). Ortsansässige UnternehmenViele kleine und mittelständische Unternehmen prägen die Wirtschaftsstruktur. Daneben ist der Bereich Gesundheit stark vertreten: In Bad Grönenbach gibt es drei, auf verschiedene Verfahren und Krankheiten spezialisierte, Kliniken und zwei Kneipp-Sanatorien. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
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