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Bad Karlshafen ist eine Kleinstadt im Landkreis Kassel im äußersten Norden von Hessen (Deutschland). In der Kur- und Badestadt Bad Karlshafen, die sich auf 14,85 km² Fläche erstreckt, leben 4.176 Einwohner. GeografieGeografische LageBad Karlshafen liegt an der Nordgrenze von Nordhessen direkt südöstlich des Dreiländerecks Niedersachsen–Hessen–Nordrhein-Westfalen zwischen dem Solling im Norden und dem Reinhardswald im Süden unmittelbar an der Mündung der von Süden kommenden Diemel in die von Osten heran fließende Weser. NachbargemeindenBad Karlshafen grenzt im Norden an das gemeindefreie Gebiet Solling, im Nordwesten an den Flecken Bodenfelde (beide im Landkreis Northeim in Niedersachsen), im Osten an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald, im Süden an die Stadt Trendelburg (beide im Landkreis Kassel) sowie im Westen an die Stadt Beverungen (Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen). GliederungZur Stadt gehört neben dem namengebenden Karlshafen noch der Stadtteil Helmarshausen. Oberhalb der barocken Altstadt auf der anderen Weserseite liegt die Gartenstadt, die später erbaut wurde, um weiteren Wohnraum zu schaffen. GeschichteBad Karlshafen ist 1699 von Landgraf Karl von Hessen-Kassel gegründet worden im Zusammenhang mit ehrgeizigen Plänen, den Landgraf-Carl-Kanal zu errichten. Der hessische Landgraf wollte die Zölle von Hannoversch Münden umgehen und eine neue Wasserstraße bis in die Residenzstadt Kassel und darüber hinaus bauen lassen. Diese Pläne konnten jedoch nur teilweise realisiert werden, ebenso wie die weiteren Ausbaupläne für die Stadt. Erstansiedler in der neuen barocken Stadt waren Hugenotten und Waldenser. Der zunächst als »Sieburg« (Syburg) gegründete Ort wurde 1717 in »Carlshaven« umbenannt. Die Planung der Stadt erfolgte durch den Casseler Oberhofbaumeister Paul du Ry. Der historisch viel ältere Ort Helmarshausen ist heute ein Stadtteil von Bad Karlshafen. 1838 wurde eine Quelle heilkräftigen Wassers entdeckt, die Karlshafen zu einem Kurort werden ließ. Der Titel »Bad« wurde der Stadt 1977 verliehen. Der 27,92 km lange Abschnitt der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Grebenstein über Hümme nach Bad Karlshafen, der am 30. März 1848 mit der Bezeichnung Carlsbahn eröffnet wurde, war die erste Eisenbahn in Kurhessen. Bis zur Stilllegung der Strecke im Jahr 1966 verfügte die Stadt über zwei Bahnhöfe, die mit linkes und rechtes (Weser-)Ufer bezeichnet wurden und keine Gleisverbindung untereinander hatten. Die Carlsbahn verfügte dabei über einen Gleisanschluss zum Weserufer. Nach 1966 verblieb nur noch der Bahnhof auf der rechten Uferseite, der im Rahmen des eingleisigen Rückbaus der Sollingbahn in den 1990er Jahren zu einem unbesetzten Haltepunkt wurde. VerkehrBad Karlshafen ist ein Endpunkt der Bundesstraße B 80 nach Halle, die im Ort in die B 83 einmündet. Der nächst gelegene Anschluss zur Bundesautobahn 7 liegt im etwa 40 km entfernten Hann. Münden, in ähnlicher Entfernung ist die nächst gelegene Auffahrt zur A 44 mit Anschluss an den Flughafen Paderborn-Lippstadt. Der Bahnhof Bad Karlshafen liegt an der „Sollingbahn” Ottbergen–Bodenfelde–Northeim. Die Strecke wird durch DB Regio im Stundentakt von Regionalbahnen bedient. Die Züge fahren wechselweise nach Northeim oder über die Oberweserbahn nach Göttingen, dort besteht jeweils Anschluss an den Fernverkehr. Eingesetzt werden Alstom LHB Coradia LINT-Triebwagen (DB Baureihe 648). Die Stadt gehört zum Nordhessischen Verkehrsverbund. Der Bahnhof liegt in diesem Verbundgebiet isoliert zwischen den beiden niedersächsischen Bahnhöfen Bodenfelde und Lauenförde-Beverungen, so dass auf diesem Streckenabschnitt der Tarif des VSN angewendet wird. In Richtung NRW gilt außerdem der „Hochstift-Tarif” (Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter) und der NRW-Tarif. Von April bis Oktober werden mit Weserschiffen Linienfahrten nach Höxter angeboten. PolitikStadtverordnetenversammlungDie Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab folgende Sitzverteilung:
PartnerschaftenBad Karlshafen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
SehenswürdigkeitenDie barocke Stadtanlage mit symmetrisch angelegten Straßenzügen ist in weiten Teilen eindrucksvoll erhalten. Als Hauptbau macht sich, direkt am Hafenbecken gelegen, das ehemalige Packhaus (»Altes Rathaus«) mit mächtigem Walmdach und zentralem Dachreiter bemerkbar; es wurde 1715-1718 erbaut und diente zugleich dem Landgrafen bei Besuchen als repräsentative Unterkunft. Hier begann der einstmals bis Marburg geplante aber nur bis kurz vor Hümme gebaute Landgraf-Carl-Kanal, von dem noch einige Relikte zu finden sind. Eine ehemalige Zigarrenfabrik in der Altstadt beherbergt das Deutsche Hugenotten-Museum. Es wurde 1989 gegründet und befasst sich mit der Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland. Bad Karlshafen gewährte den Hugenotten Unterschlupf, als sie wegen ihres Glaubens aus Frankreich vertrieben wurden. Westlich über Bad Karlshafen erhebt sich auf dem Berg „Kaiserstein” (205,5 m ü. NN) das Denkmal Hugenottenturm, der als bekanntes Wanderziel genutzt wird und von dem man die Aussicht auf die Stadt genießen kann. Unweit weserabwärts und damit westlich der Stadt ragen am rechten Stromufer die Hannoverschen Klippen aus bewaldeten Hängen auf, eine Gruppe von sieben bis zu 75 m hohen Buntsandsteinsäulen. Auf einer von ihnen befindet sich eine Aussichtskanzel. Freizeit und KurAls Kurstadt bietet Bad Karlshafen ein modernes Kurzentrum und ein 1986 neu errichtetes Gradierwerk. Seit 2004 gibt es ein neues Thermalbad, die Weserberglandtherme. Bad Karlshafen ist ebenfalls eine sehr beliebte Anlaufstelle für Wasserwanderer auf der Weser. Ebenso gibt es dort einen Minigolfplatz. Und ausgiebige Möglichkeiten, zu Wandern. Außerdem gibt es einen Campingplatz, der direkt an der Weser liegt. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
