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Bad Salzungen ist eine Kurstadt in Thüringen (Deutschland). Sie ist Kreisstadt des Wartburgkreises. Bekannt ist die Stadt unter anderem für das Keltenbad, eines der ältesten Sole-Heilbäder in Deutschland. GeographieGeographische LageBad Salzungen liegt an der Werra, zwischen dem Thüringer Wald im Norden und der Rhön im Süden. NachbargemeindenAngrenzende Gemeinden sind Immelborn, Leimbach, Moorgrund, Stadtlengsfeld, Tiefenort, Weilar und Urnshausen im Wartburgkreis sowie Breitungen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. StadtgliederungNeben der Kernstadt Bad Salzungen besteht die Stadt aus den Stadtteilen Kloster, Wildprechtroda, Kaltenborn, Langenfeld und Hohleborn. GeschichteBesiedlung und Vorgeschichte Lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung Bad Salzungens siedelten im Werratal und der angrenzenden Rhön Menschen welche der keltischen Kultur zugeordnet werden können (Leimbacher Gräberfeld). Salzungen oder das noch im Dialekt gebräuchliche Sälzinge lässt eine Siedlungskontinuität seit der Völkerwanderungszeit vermuten (siehe:-ing) wobei Chatten und Hermunduren dieses Gebiet gleichermaßen vereinnahmt haben. So kann man davon ausgehen, dass Salzungen seinen Namen schon sehr früh, in der Zeit der Völkerwanderung, erhielt. Während der fränkischen Osterweiterung, wurde auch das im Thüringischen Westergau gelegene Salzungen in ein Netz fränkischer Befestigungsanlagen einbezogen. Begünstigt durch den Aufstand eines Thüringer Grafen setzte eine Verbannungswelle in den thüringischen Siedlungen ein. Doch im Gegensatz zum Rest der eroberten Gebiete konnte der Salzunger Raum nur teilweise in eine fränkische Neubesiedlung einbezogen werden , da hier schon sehr starke "vorfränkische" Siedlungsverbände existierten. Dies ist noch heute in sofern spührbar, da im Raum Bad Salzungen ein Mischdialekt aus reinfränkischen (Hessischen), mainfränkischen (Hennebergisch) und thüringischen (Westthüringisch) Sprachelementen gesprochen wird.Mit der fränkischen Ostkolonialisierung setzten auch die schriftlichen Überlieferungen ein. Schriftliche Überlieferung Am 5. Januar 775 stellte Karl der Große in der königlichen Pfalz zu Quierzy eine Schenkungsurkunde des Zehnten von seiner Villa Salsunga an das Kloster Hersfeld aus. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Salzungen. 841 kam der Ort an das Kloster Fulda. Im frühen 12. Jahrhundert erweiterten die Grafen von Henneberg ihren Herrschaftsbereich bis an die mittlere Werra. Der Raum Salzungen wurde fränkische Grenzregion nach Thüringen und Hessen. In der durch Adelsfehde und Sezession geschwächten Region wechselten häufig die Herrschaftsverhältnisse, u. a. zwischen den Äbten von Fulda, den Frankensteinern (hennebergische Nebenlinie) und Henneberg. Die seit 1306 als civitas bezeugte Stadt geriet 1366, durch den Verkauf fuldischer Besitzungen nun auch noch in den Machtbereich der Wettiner und wurde durch die Leipziger Teilung 1485, auf sächsischer Seite, der ernestinischen Linie zugeschlagen. Der Verkauf der fuldische Besitzungen war über die folgenden Jahrhunderte, bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs immer wieder Anlass zu Streitigkeiten und wechselnden Machtverhältnissen. Die Sachsen mussten ihre Herrschaft in der Folge mit Mainz, Würzburg, Henneberg-Aschach und ab 1433 mit Henneberg-Römhild teilen. 1524 wurde die Reformation eingeführt, ein Jahr später schlossen sich Bürger der Stadt einem 8000 Mann starken Trupp aus dem Werragebiet an, der zum Kampf nach Mühlhausen weiterzog, um am Bauernkrieg teilzunehmen. Nach dem Tod der Gräfin von Henneberg-Schwarza (Nebenlinie von Henneberg-Römhild), welche dem Hause Stollberg entstammte, nahm Sachsen die hennebergische Hälfte von Salzungen 1577 in Sequest. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Salzungen am 10. Juni 1640 von den Schweden geplündert, im selben Jahr kam die Stadt an Sachsen-Gotha. Von 1680 bis 1918/1920 war Salzungen Teil des Herzogtums Sachsen-Meiningen. Bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reichs 1806 blieb Salzungen die nördlichste Peripherie des 1500 gegründeten Fränkischen Reichskreises. 1874 ging das Amt Salzungen im Kreis Meiningen auf und ist, mit diesem Erbe, auch Teil des historischen Henneberger Landes. Bereits 1858 erhielt Bad Salzungen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Dies geschah durch die Werrabahn von Eisenach im Norden nach Coburg und Lichtenfels im Süden. Am 4. April 1945 wurde die Stadt von amerikanischen Truppen kampflos besetzt, genau drei Monate später rückte die Rote Armee ein. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1) 29. Oktober PolitikStadtratDer Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stadtratsmitglieder wurden am 27. Juni 2004 gewählt. Dadurch ergab sich folgende Sitzverteilung.
WappenBlasonierung: "Auf blauem Grund ein Bischof in goldenem Ornat mit roten Schuhen, in der rechten Hand einen goldenen Krummstab und in der linken Hand ein rotes Buch mit schwarzem Kreuz." Bedeutung: Das älteste Stadtsiegel zeigte schon im Jahr 1345 den Bischof Bonifatius in einer Anordnung wie oben beschreiben. Er missionierte unter anderem in Thüringen und gründete das Bistum Erfurt. Der Bischof übte lange Zeit in Salzungen auch die weltliche Macht aus und das Kloster Fulda (Eigengründung und Grablege von Bonifatius) hatte hier über Jahrhunderte großen Einfluss. Der Gründer des Bistums wurde daher als Schutzherr Salzungens in das Wappen übernommen. altes Wappen: Vom 1. Dezember 1949 bis 26. Juni 1991 führte die Stadt ein Wappen [1], das sich von dem historischen Wappen abwendete. Das Wappen zeigte auf blauen Grund ein silbernes Wellenband, einen roten Dreischalenbrunnen und zwei rote Mühlräder. Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenParksBad Salzungen besitzt einen weitläufigen Park, der den direkt an der Innenstadt liegenden Burgsee umschließt. Des weiteren befindet sich im Kurgebiet unweit des Gradierwerks der so genannte Puschkin-Park, der dem Verlauf der Werra folgt. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrIm Bahnverkehr liegt Bad Salzungen an der Werrabahn Eisenach-Meiningen-Eisfeld, die von der Süd-Thüringen-Bahn betrieben wird. Auf der Straße ist die Stadt über die Bundesstraße B 62 (Bad Hersfeld (A 4)-Barchfeld) und von der nahegelegenen Bundesstraße B 19 (Eisenach-Meiningen-Würzburg) zu erreichen. Staatliche EinrichtungenIn der Werratal-Kaserne ist das Panzergrenadierbataillon 391 sowie das Panzerbataillon 393 der Bundeswehr stationiert, sie unterstehen der Jägerbrigade 37 „Freistaat Sachsen” in Frankenberg. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Literatur
Siehe auch
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