Bad Sassendorf in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Soest
Koordinaten: 51° 35′ N, 8° 10′ O
Höhe: 107 m ü. NN
Fläche: 63,44 km²
Einwohner: 11.522 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59505
Vorwahl: 02921
Kfz-Kennzeichen: SO
Gemeindeschlüssel: 05 9 74 008
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Eichendorffstraße 1
59505 Bad Sassendorf
Webpräsenz: www.bad-sassendorf.de
Bürgermeister: Antonius Bahlmann (CDU)

Bad Sassendorf ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Soest.

Geografie

Nachbargemeinden

Bad Sassendorf grenzt (im Uhrzeigersinn von Norden) an Lippstadt, Erwitte, Anröchte, Warstein, Möhnesee, Soest und Lippetal.

Stadtgliederung

Die Gemeinde Bad Sassendorf besteht aus 12 Ortschaften. Diese sind Bad Sassendorf, Bettinghausen, Beusingsen, Elfsen, Gabrechten, Heppen, Herringsen, Lohne, Neuengeseke, Opmünden, Ostinghausen und Weslarn.

Geschichte

Bis zum 8. Jahrhundert v. Chr. gehörte das Gebiet der Soester Börde zum merowingisch-fränkischen Kulturkreis. Von Norden her über die Lippe fielen in dieser Zeit engrische Sachsen im Gebiet ein. „sassendorp” = Sachsendorf war vermutlich eine sächsische Siedlungsgründung. Erste Aufzeichnungen über die Salzgewinnung im Hellweg verzeichnen die Grundbücher der Abtei Werden/Ruhr bereits im 10. Jahrhundert. Ibrahim Ibn Ahmad, der Gesandte des Kaifen von Córdoba beschrieb in seinem Reisebericht auf dem Weg zu Kaiser Otto dem Großen aus dem Jahr 973 die westfälische Salzgewinnung in Soest.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Sassendorf zwischen 1169 und 1179 anlässlich der Schenkung des Kölner Erzbischofs Philipp I. von Heinsberg verschiedener Güter an das Kloster St. Walburgis zu Soest. Darunter befand sich auch ein Salzhaus (domum salinam) in Sappendorf, was auf eine erheblich frühere Besiedlung und Salzgewinnung hinweist. Die Ausbeutung der Sassendorfer Salzquellen und das Siederecht war das Recht freier Baunergeschlechter (Buren). Der Salzabbau erfolgte als freies „Eigen”, unbelastet vom Landesregalrecht.

Sassendorf wird in einer weiteren Urkunde aus dem Jahr 1231 über einen Verhandlungsstreit zwischen dem Kloster Liesborn und den „Erbsälzern Johann und Rikolf von Sassendorf” erwähnt. Bestätigt durch eine Urkunde des Kölner Erzbischofs Heinrich II. von Virneburg vom 18. April 1313 wird den Sassendorfern der Bau einer Taufkapelle, eines Kirchhofs und einer Schule erlaubt.

Um 1370 ließen die Sassendorfer ihre Satzungen als das „Alde Recht der Von Sassendorpe” aufschreiben. Gleichzeitig führten sie das Siegel mit der Aufschrift „SIGILLUM DOMINORUM SALINARIORUM IN SASSENDORPE”.

17 schriftliche Ersuchen um das Jahr 1817 belegen die Verwendung der Sassendorfer Sole zu Bade- und Heilzwecken. Um 1836 wurden 2500-4000 Tonnen Salz gewonnen. 1852 wurden einige Holzbadewannen auf dem Salinengelände aufgestellt. Diese stellen die Grundlage für das erste Kurmittelhaus und das heutige Heilbad dar. Durch den bergmännischen Abbau des Salzes verlor die Salzgewinnung durch Sieden ihre Bedeutung. 1934 wurde die Salzproduktion weitgehend eingestellt; eine einzige Pfanne arbeitete nach dem Ende des 2. Weltkrieges noch bis 1952.

In der Zeit zwischen 1877 und 1928 entstanden fünf Kinderheime. Am 10. Mai 1906 erhielt das ehemalige Sälzerdorf durch den Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Arnsberg das Prädikat „Bad”. 1975 wurde Bad Sassendorf als Moor- und Sole-Heilbad staatlich anerkannt.

Politik

Gemeinderat

Im Gemeinderat sind folgende Parteien vertreten:

Partei / Gruppierung Sitze
CDU 14
SPD 11
FDP 3
FW 4

Bürgermeister

Der derzeit amtierende Bürgermeister ist Antonius Bahlmann von der CDU.

Städtepartnerschaften

Es besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Gaming aus Niederösterreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der ehrenamtliche Kulturverein e. V. organisiert jährlich die Oldie Night und den Weihnachtsmarkt.

Durch das Tagungs und Kongresszentrum werden diverse Veranstaltungen durchgeführt.

Der Turn- und Spielverein e.V. (TuS) ist in Bad Sassendorf mit mehr als 2000 Mitgliedern der größte Sportverein mit einem umfänglichen Freizeitangebot für beispielsweise Badminton, Basketball, Gymnastik, Hobbyfußball, Lauftreff, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball.

Das Touristik- und Verkehrsbüro e.V. befasst sich in Bad Sassendorf mit dem Fremdenverkehr. Der gemeinnützige Vereins sammelt und verbreitet Informationen über das Gastgewerbe, Hotels, Restaurants und zeigt Radwege und Wanderwege in der Parklandschaft des Hellweges im Kreise Soest auf.

Sport

Der Turn- und Spielverein (TuS) Bad Sassendorf wurde 1920 gegründet und ist mit über 1.600 Mitgliedern der größte Sportverein in der Gemeinde Bad Sassendorf. Die Mitglieder des TuS treiben Sport in sieben Abteilungen: Badminton, Basketball, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball.

Der BV Bad Sassendorf ist der ansässige Fußballverein. Gegründet 1926 ist der Verein mit mehreren Juniorenmannschaften und zwei Mannschaften im Seniorenbereich aktiv. Die erste Seniorenmannschaft spielt in der A-Kreisliga Soest. Die vereinseigene Sportanlage diente schon für mehrwöchige Trainigslager der Profimannschaften des FC Schalke 04 und von ZSKA Sofia. Des Weiteren findet alljährlich der Sauerland-Cup, ein Turnier für Amateurmannschaften statt. Der aktuell bei Borussia Dortmund unter Vertrag stehende Jung-Profi Sebastian Tyrala spielte bis zu D-Jgd in diesem Verein, bevor er zum BVB wechselte.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bad Sassendorf ist auf den Kurbetrieb ausgerichtet. Aufgrund des Status als Kurort ist Bad Sassendorf auch ein Nahausflugsziel insbesondere an Sonntagen: Die meisten Geschäfte sind an allen Sonntagen (außer am dritten Sonntag im Monat) geöffnet.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Dietrich Klagges (1891-1971), NSDAP-Politiker
  • Sebastian Tyrala (1988), Fußballprofi Borussia Dortmund



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Informationsportal über Bad Sassendorf in Nordrhein-Westfalen - 22.5.2012