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Bad Schönborn ist eine Gemeinde im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg (Deutschland). Der Kurort liegt in 105 bis 185 Meter Höhe am Ostrand des Oberrheingrabens und am Tor zum Kraichgauer Hügelland. GeschichteBad Schönborn entstand 1971 im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim. Der Name Bad Schönborn geht auf Damian Hugo von Schönborn, Fürstbischof von Speyer (1719-1743) zurück, der das Schloss Kislau in Bad Mingolsheim umfassend neu gestaltete. Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 gehörte Bad Schönborn zum Landkreis Bruchsal. OrtsteileBad MingolsheimMingolsheim wurde erstmals 773 im Lorscher Codex erwähnt. 1353 geriet es unter die Herrschaft des Bischofs von Speyer. 1622 fand hier die als Schlacht bei Wiesloch in die Geschichte eingegangene Auseinandersetzung statt. 1835 wurde eine Kuranstalt in Betrieb genommen, die die örtlichen Schwefelquellen nutzte. Bad LangenbrückenIm Gegensatz zu Mingolsheim trat Langenbrücken erst recht spät in Erscheinung. Es wurde 1269 erstmals erwähnt, als der Bischof von Speyer die Herrschaftsrechte dort erwarb. Fürstbischof Franz Christoph von Hutten ließ 1766 ein Schwefelbad errichten, das die Grundlage für den Kurbetrieb wurde. Der Name leitet sich von einer langen Brücke ab, die schon in der Römerzeit als Zollstation gedient haben soll. ReligionenMingolsheim und Langenbrücken wurden jahrhundertelang durch das Hochstift Speyer katholisch geprägt. Die beiden römisch-katholischen Pfarrgemeinden, St. Lambertus in Mingolsheim (erstmals erwähnt 1287 n. Chr.) und St. Vitus in Langenbrücken, gehören beide seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 zum Bistum Freiburg. Daneben bestehen heute auch eine evangelisch-landeskirchliche, eine neuapostolische und eine freie evangelische (FeG) Gemeinde. Vom 18. Jahrhundert bis 1935 gab es in Mingolsheim auch eine jüdische Gemeinde. 1714 wurden vier jüdische Familien gezählt, 1875 wurde mit 77 Personen der Höchststand erreicht. Ab 1827 gehörte die jüdische Gemeinde zum Rabbinatsbezirk Bruchsal. 1933 lebten noch dreizehn Juden in Mingolsheim, von denen mindestens vier unter dem NS-Regime umkamen. KirchenKatholische Kirchen
Evangelische Kirchen Weblink
Kapellen
Synagoge
Jüdischer FriedhofDer von einer Steinmauer umschlossene jüdische Friedhof mit 154 Grabstätten befindet sich am Ende der heutigen Konrad-Kreutzer-Straße am nordöstlichen Ortsrand von Bad Mingolsheim. Die Fläche beträgt 24 Ar, wovon die Gräber und der Weg nur etwa 10,5 Ar in Anspruch nehmen, der Rest ist Wiese. Er wurde 1878 in Betrieb genommen und bis in die 1930-er Jahre genutzt. Auf ihm liegen neben den Mingolsheimer Juden auch die Juden aus Malsch (bei Wiesloch) und Östringen. Vor dieser Zeit wurden die Toten aus jüdischen Familien in Obergrombach beigesetzt. PolitikGemeinderatDie Wahl des Gemeinderates am 13. Juni 2004 ergab folgendes Ergebnis:
PartnerschaftenBad Schönborn unterhält seit 2001 partnerschaftliche Beziehungen zu
Wirtschaft und InfrastrukturGesundheit, Kur, TourismusBad Schönborn zählt durch sein Schwefel- und Themalwasser zu den bekannten Kurorten in Baden-Württemberg. Es verfügt über zahlreiche Kur- und Rehabilitationseinrichtungen. Einen wesentlichen Faktor zum Aufschwung des Kurortes brachte die Erschließung des artesischen St. Lambertus-Thermalbrunnens, die der ehemalige Bürgermeister Willhauck vorantrieb. Unter seinen Nachfolger Bender konnten 1975 das Thermarium im jetzigen Kurgebiet eingeweiht werden. (Weblink zum Thermarium) Einige der wichtigsten Kliniken als auch Rehabilitationszentren am Ort sind:
Bereichert wird das Angebot durch den "Kraichgau Hochseilgarten" im Kurpark. Firmen
1956 wurde der Grundstein zum Bau des Mingolsheim Werkes der Firma „Fuchs-Bagger” aus Ditzingen gelegt. Damit begann ein wirtschaftlicher Aufschwung. Bis zu 1000 Menschen fanden hier in den späten Nachkriegsjahren Arbeit. 1985 übernahm das Langenburger Unternehmen Karl Schaeff GmbH & Co. die Johannes Fuchs KG Maschinenfabrik in Ditzingen bei Stuttgart und somit auch die ortsansässige Zweigstelle. Nach der erneuten Firmenübernahme 2002 durch den amerikanischen TEREX-Konzern aus Westport (Connecticut) firmiert die Firma unter Terex/Fuchs. Die Umschlag- und Lademaschinen mit dem blauen Anstrich sind auf der ganzen Welt anzutreffen. VerkehrBeide Stadtteile sind an die Baden-Kurpfalz-Bahn (Heidelberg - Karlsruhe) angebunden. Auf dieser verkehren heute neben Fernzügen auch die Linien S 3 und S 4 der S-Bahn RheinNeckar. Zwischen den beiden Bad Schönborner Haltestellen liegt die Tarifgrenze zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar und dem Karlsruher Verkehrsverbund. Der Ort ist durch die Bundesstraße B 3 (Buxtehude - Weil am Rhein) an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Im Ort zweigt die Bundesstraße B 292 (nach Lauda-Königshofen) von der B 3 ab. In der Nähe verlaufen die Bundesautobahn A 5 (Nord-Süd) und die BAB A 6(West-Ost). BildungNeben der Realschule Bad Schönborn und der Michael Ende-Hauptschule gibt es in beiden Ortsteilen noch je eine Grundschule und außerdem die Franz Josef Mone-Förderschule. Für die Kleinsten gibt es zwei kommunale, vier römisch-katholische und einen evangelischen Kindergarten. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
BauwerkeBad Schönborn verfügt über einen Kurpark Das Schloss Kislau, das zwischen 1933 und 1945 Konzentrationslager (KZ Kislau) für oppositionelle Politiker war. Es steht separat an der Eisenbahnlinie Heidelberg-Karslruhe und wird heute als Strafvollzugsanstalt genutzt. Die Anlage der Eisenbahn-Freunde Bad-Schönborn e.V. befindet sich in Mingolsheim, in der Prof. Kurt Sauer Straße. Schräg gegenüber befindet sich die Siegmund Weil Klinik. Naturdenkmäler
Regelmäßige Veranstaltungen
PersönlichkeitenEhrenbürgerDie Gemeinde Mingolsheim hat bis 1972 folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
Söhne und Töchter der GemeindeOrtsteil Bad Mingolsheim
KünstlerIn Bad Schönborn ansässig ist die Sängerin Joana Emetz. Ortsgeschichtlich verbundene Personen
Literatur
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