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Die Stadt Sobernheim liegt im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Sie ist Sitz der Verbandsgemeinde Sobernheim, ein anerkannter Kurort und durch zwei Fossilienfundstätten bekannt. GeografieDer Ortskern Sobernheim liegt an der mittleren Nahe. Nördlich erhebt sich der Hunsrück, südlich das Nordpfälzer Bergland. Das Stadtgebiete zieht sich bis zum Soonwald hin. StadtratBei den Stadtratswahlen am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
WappenBeschreibung: Auf Schwarz ein goldener Löwe, Rot bekront und bewehrt, rote Zunge, ein silbernes Rad haltend. Auf Silber ein blaues Wellenband. Die dreitürmige Festungsmauer in grau-braun. Begründung FreizeitmöglichkeitenIn Sobernheim gibt es das Freilichtmuseum Rheinland-Pfalz und ein Erlebnis-Freibad. Sehr beliebt ist der 3,5 km lange Barfußpfad in der Flussaue, der mit vielseitigen Erlebnisstationen, insbes. Flussüberquerungen durch eine Furt und über eine Hängebrücke zahlreiche Besucher anzieht. Dieses Freizeitangebot war das erste seiner Art und hat viel zur Beliebtheit von Sobernheim als Urlaubs- und Ausflugsziel beigetragen. FossilienfundstättenIn der Grube einer Ziegelei von Sobernheim wurden prächtige Fossilien von Pflanzen aus der Rotliegend-Zeit (Perm) vor etwa 290 Millionen Jahren entdeckt. Der Gattungsname Sobernheimia eines dieser Pflanzenfossilien erinnert an den Fundort. Manchmal kamen dort ganze Stämme von Schachtelhalmen und Sequoien zum Vorschein. Fossile Pflanzen aus Sobernheim werden im Paläontologischen Museum Nierstein präsentiert. GeschichteSobernheim war seit dem Frühmittelalter ein Zentrum der Besitzungen des Erzstifts Mainz an der Nahe und am Glan. Es unterstand dem Vizedom des Rheingaus. Die Kirche St. Matthias übertrug der Erzbischof den Mönchen des Klosters Disibodenberg. Das romanisch-frühgotische Gebäude wurde um 1400 neu erbaut und im 19. Jahrhundert renoviert. Die Stadt erhielt 1292 von König Adolf von Nassau und 1324 von Kaiser Ludwig dem Bayern Stadtrechte nach Frankfurter Vorbild. Doch wurde das 1330 von Erzbischof Balduin von Trier verliehene Stadtrecht nach Binger Vorbild rechtswirksam und galt bis zur Französischen Revolution. Bis 1259 wurde Sobernheim vom Disibodenberg verwaltet, danach bis 1471 von den Burggrafen zu Böckelheim. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurden 1689 die Befestigungen und der Großteil der Gebäude durch die Franzosen zerstört. Trotz der Bemühungen des Erzstifts Mainz verblieb Sobernheim bis 1789 bei Kurpfalz, kam dann zum Rhein-Mosel-Département zu Frankreich und 1815 an Preußen und die preußische Rheinprovinz.Die Bundesluftwaffe war von 1960 mit dem Jagdbombergeschwader 42, ab 1975 mit dem Jagdbombergeschwader 35 - Schinderhannes Airlines -in Pferdsfeld stationiert. SehenswürdigkeitenMatthiaskirche erbaut um 1400. Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Mehrere große ehemalige Adels- und Klosterhöfe. Der "Steinhardter Hof" im Ortsteil Steinhardt diente gegen Ende des 18. Jahrhunderts den Räubern Peter Petri, genannt "Schwarzer Peter", und Johannes Bückler, genannt Schinderhannes", zeitweise als Unterschlupf. Literatur: Peter Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon, S. 232 In Pferdsfeld, das bis zum Ende der Umsiedlung seiner Bewohner 1994 eine eigenständige Gemeinde war, befindet sich eine Gedenksäule in Erinnerung an den Märtyrer Paul Schneider. Ein weiterer sehenswürdiger Ort ist der historische Marktplatz mit anliegendem Rathaus. Vorn hier aus hat man den besten Zugang zu allen weiteren Historischen Orten sowie Freizeitmöglichkeiten und Restaurants in ganz Bad Sobernheim. VerkehrDie Bundesstraße B 41 führt am Ort vorbei, Sobernheim verfügt über einen Bahnhof an der Nahetalbahn Bingen-Saarbrücken. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
