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Bad Sulza ist eine Kleinstadt (Staatlich anerkanntes Heilbad) im Norden des thüringischen Landkreises Weimarer Land, am Fluss Ilm gelegen. Man nennt die Gegend auch Thüringer Toskana. Der Kurort liegt am Rande der Saale-Unstrut-Region - des nördlichsten Weinanbaugebietes Deutschlands, im Bäderdreieck Bad Bibra - Bad Kösen - Bad Sulza. GeografieGeografische LageDer Ort ist umgeben von Berghängen, die zu den Ausläufern des Höhenzuges Finne und zur Muschelkalkformation der Ilm-Saale-Platte gehören. StadtgliederungOrtsteile sind Stadtsulza, Dorfsulza, Bergsulza und Sonnendorf. GeschichteDie Siedlung Sulza wird erstmalig zwischen 881 und 889 in einem Zehntregister des Klosters Hersfeld als Salzacha erwähnt. Am 5. Dezember 1064 gewährt dann König Heinrich IV. dem Pfalzgrafen Friedrich von Sachsen für den Ort Sulza das Markt-, Zoll- und Münzrecht, sowie das Recht Salz zu sieden. Im frühen Mittelalter bestand nur ein Ort Sulza. Später entwickelte sich eine Siedlung aus deutlich voneinander getrennten Teilen: Stadtsulza, Dorfsulza, Bergsulza, Oberneusulza und Unterneusulza. Im Jahre 1584 wird Sulza von der Pest heimgesucht. 1593 erhält der Ort die niedere Gerichtsbarkeit. 1613 wird die Stadt von der Thüringer Sintflut heimgesucht. 1714 kommt es zu einem Großbrand, der fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche legt. 1752 beginnt durch die Übernahme des Freiherrn von Beust eine neue Epoche für das Salzwerk, der dieses zu neuer Blüte führt. 1846 erhält die Stadt mit dem Bau einer Eisenbahnstation Anschluss an die Thüringer Bahn. Das Jahr 1847 wird als das Jahr der Gründung des Solbades angesehen. Im Jahre 1907 entstand dann aus dem Zusammenschluss von Dorfsulza (1895 = 634 Einwohner) und Stadtsulza (1895 = 2.301 Einwohner) die Stadt Bad Sulza. 1923 erfolgte dann die Eingemeindung von Bergsulza und Oberneusulza. Unterneusulza blieb bis 1949 selbständig und wurde dann in Großheringen eingemeindet. Von 1933 bis 1937 unterhielten die Nationalsozialisten in einem ehemaligen Sanatorium ein Konzentrationslager, das die Nachfolge vom KZ Nohra antrat. Ca. 1000 Häftlinge wurden hier interniert und zu Arbeiten im Steinbruch und Straßenbau eingesetzt. Sulza wiederum wurde vom KZ Buchenwald abgelöst. PolitikErfüllende GemeindeBad Sulza ist die "erfüllende Gemeinde" für die Orte:
Das Bad Sulzaer WappenDas Stadtwappen von Bad Sulza in seiner heutigen Form entand 1907. In dem Jahr schlossen sich Stadtsulza und Dorfsulza zu Bad Sulza zusammen. Es zeigt auf der linken Seite das bisherige Wappen von Stadtsulza, den Heiligen Mauritius, der als Schutzpatron der Salzsieder gilt. Der Mohr im Stadtwappen von Sulza ist schon sehr früh nachgewiesen und findet sich schon im ältesten bekannten Siegel aus dem Jahre 1567. Auf der rechten Seite zeigt das Wappen eine goldene Linde auf schwarzem Grund, das bisherige Wappen von Dorfsulza, welches seit 1810 nachgewiesen ist. Partnerstädte, StädtefreundschaftenPartnerstädt sind Bad Camberg in Hessen und Duszniki-Zdro`j in Polen. Städtefrendschaften unterhält Bad Sulza zu Hatten in Niedersachsen, zu Bad Feilnbach in Bayern sowie zu Chambray-les-Tours in Frankreich. Persönlichkeiten
VerkehrBad Sulza hat einen Bahnanschluss an der Thüringer Bahn (Erfurt–Halle) und der Pfefferminzbahn (Straußfurt–Sömmerda–Großheringen–Naumburg). Kur und TourismusFür das Gradierwerk "Louise" mit seinem Wandelgang und Zerstäuberhalle wird heute Sole aus der Quelle "Johann Agricola" verwendet und für therapeutische Zwecke genutzt. Bad Sulza liegt am 124 km langen Ilmradweg. Durch die Weinberge kann man auf markierten Wegen spazieren. Außerdem ist die Toskana-Therme mit eigenem Hotel und Bademantelgang ein absoluter Anziehungspunkt für Touristen und Kurpatienten. Die Toskana-Therme umfasst drei große Salzwasserbecken sowie eine Kuppel mit Lichteffekten. Des weiteren verfügt sie über einen großen Sauna- und Therapiebereich. Einige berühmte Persönlichkeiten besuchten bereits die Toskana-Therme, wie zum Beispiel der ehemalige deutsche Bundespräsident Johannes Rau. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
