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Bad Teinach-Zavelstein ist eine kleine Stadt mit gut 3.000 Einwohnern im Landkreis Calw, nur 5 km von der Kreisstadt Calw entfernt. GeschichteDas traditionsreiche Bad Teinach und die kleinere Stadt Zavelstein wurden bei der Gemeindereform 1975 mit dem Erholungsort Sommenhardt und den Dörfern Rötenbach, Emberg, Schmieh und Kentheim zur Stadt Bad Teinach-Zavelstein vereinigt. Seit 1985 ist Zavelstein Luftkurort. ReligionenSeit der Reformation sind Bad Teinach und Zavelstein evangelisch geprägt. Pfarrämter der Evangelischen Landeskirche befinden sich in Bad Teinach und in Zavelstein. Inzwischen gibt es in Bad Teinach auch eine neuapostolische Kirche. Katholiken werden von der römisch-katholischen Pfarrgemeinde Calw aus betreut. Im Ortsteil Zavelstein befindet sich ein Freizeitheim der Brüderbewegung. Eingemeindungen1975: Zavelstein, Rötenbach, Emberg, Schmieh und Kentheim OrtsteileZavelsteinZavelstein war bis zur Gebietsreform 1975 selbständig und galt als kleinste Stadt Württembergs. Das Städtchen mit Burg, Kirche, Vogteihaus und zwölf Gebäuden bildete den Mittelpunkt des „Ämbtleins Zavelstein”, zu dem die Orte Emberg, Breitenberg, Holzbronn, Kentheim, Lützenhardt, Oberkollwangen, Schmieh, Rötenbach, Sommenhardt, Spesshardt, Teinach, Weltenschwann und Würzbach gehörten. Zavelstein hatte bis zum Jahre 1806 Sitz und Stimme im württembergischen Landtag. Die Burg wurde um 1200 durch die Grafen von Calw als Vogteiburg errichtet. 1345 wurde sie von den Grafen von Württemberg erworben. Nach dem Überfall des Schleglerbundes auf Graf Eberhard II. in Wildbad soll er auf der Flucht hier Aufnahme gefunden haben. Er erhob den Ort 1367 zur Stadt. 1616 übertrug Herzog Johann Friedrich die Herrschaft Zavelstein an Buwinghausen von Walmerode, der in das Schloss investierte und es erneuerte. Die französischen Truppen unter General Mélac zerstörten die Burg 1692. Sommenhardt, der größte Ortsteil, erhielt seinen Namen vermutlich in Anlehnung an die ehemals hier ansässige Familie Sumenhart. Seit das über 800 Einwohner zählende Dorf an der Krokusblüte partizipiert, hat sich dessen touristisches Interesse erhöht. Der 2004 neu gestaltete Ortskern hält zudem auf Tafeln Informationen über die Gemeinde Bad Teinach-Zavelstein bereit. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDer Ortsteil Bad Teinach ist durch die Kulturbahn (Pforzheim - Horb am Neckar) (früher Nagoldtalbahn) an das überregionale Schienennetz angebunden. BildungIn Bad Teinach-Zavelstein gibt es eine Grundschule und die Karl-Georg-Haldenwang-Schule für geistig und körperlich Behinderte. Kultur und SehenswürdigkeitenBad Teinach-Zavelstein liegt am Ostweg, einem Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. BauwerkeBerühmt ist in der Bad Teinacher Stadtkirche die kabbalistische Teinacher Lehrtafel, 1663, gestiftet durch die württembergische Prinzessin Antonia. Herzog Eberhard Ludwig ließ um 1710 ein Palais als Sommerresidenz errichten. Im Teilort Kentheim steht eine der ältesten Kirchen Süddeutschlands, die St. Candiduskirche. Diese hat zunächst einer klösterlichen Gemeinschaft gedient und ist im Mittelalter ein wichtiges Pfarrzentrum für den nördlichen Schwarzwald gewesen, bis die Pfarrechte an Zavelstein übergegangen sind. Sehenswert sind die mittelalterlichen Fresken und Grabmale. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July bezeichnet die St. Candiduskirche als seine Lieblingskirche. NaturdenkmälerDie Heilquelle im Teinachtal war schon im Spätmittelalter bekannt. Sie soll der Sage nach durch einen Hirsch entdeckt worden sein und heißt deshalb Hirschquelle. Schon im 17. Jahrhundert gab es regelrechten Kurbetrieb. Naturschutzgebiet Zavelsteiner KrokuswiesenIm Frühjahr zieht es viele ins Naturschutzgebiet Zavelsteiner Krokuswiesen, wo große Blütenteppiche aus blau blühenden Wildkrokussen (crocus napolitanus) zu sehen sind. Regelmäßige VeranstaltungenAuf eine alte Tradition geht der alljährlich in Bad Teinach gefeierte Hahnentanz zurück, der zugleich den sommerlichen Höhepunkt der Badesaison bildet. In jüngster Zeit hat man dieses Volksfest mit der Wahl der "Wasserkönigin" verbunden. Seit 1993 finden während des Winterhalbjahres im Keller des Hotels Krone am Marktplatz in Zavelstein die Zavelsteiner Kellergespräche statt. Zu der von Jo Krummacher moderierten Gesprächsreihe kommen prominente Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Kirche und Politik. Literatur
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