Bad Tennstedt in Thüringen


Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Bad Tennstedt
Koordinaten: 51° 9′ N, 10° 50′ O
Höhe: 172 m ü. NN
Fläche: 27,27 km²
Einwohner: 2700
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99955 (alt: 5822)
Vorwahl: 036041
Kfz-Kennzeichen: UH
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 004
Stadtgliederung: Verwaltungsgemeinschaft mit 13 Gemeinden
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
99955 Bad Tennstedt
Webpräsenz: www.badtennstedt.de
Bürgermeister: Jörg Klupak (SPD)

Bad Tennstedt ist eine kleine Kurstadt im Unstrut-Hainich-Kreis im Norden Thüringens und Sitz der [[Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt, der weitere zwölf Gemeindem angehören.

Geografie

Bad Tennstedt liegt im westlichen Teil des Thüringer Beckens etwa 20 km nordwestlich von Erfurt inmitten eines landwirtschaftlich geprägten Gebiets. In der Umgebung der Stadt gibt es einige schwefelhaltige Quellen, deren Wasser seit 1812 als Heilmittel im Kurbetrieb genutzt wird.

Geschichte

Erste urkundliche Erwähnung findet der Ort in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 772, nach der das Gut von einem Geistlichen Alwahlah an das Kloster Fulda vermacht wird. Aus dem Jahr 775 ist eine Schenkungsurkunde Karls des Großen an das Kloster Hersfeld bezeugt. Seit dem 13. Jh. verfügt Tennstedt über eine städtische Verfassung. 1419 erhielt die Vorstadt Osthöfen ebenfalls die Stadtrechte.

Tennstedt war vom 14. bis 17. Jh. eine der fünf Waidstädte Thüringens, die das Recht hatten, mit Färberwaid zu handeln, der den wichtigen Farbstoff Indigo für die Textilproduktion lieferte.

1800 wurde in Tennstedt eine Salpeterhütte errichtet, 1828 eine Papierfabrik. 1811 verhalf die Entdeckung einer Schwefelquelle der Stadt zu bedeutendem Aufschwung.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Bad Tennstedt hat eine Städtepartnerschaft zu Bad Salzschlirf, die Verwaltungsgemeinschaft hat partnerschaftliche Kontakte nach Stromberg (Hunsrück), Bernkastel-Kues und Kozmin Wielkopolski.

Persönlichkeiten

  • 1662 Johann Christoph Ernesti, Theologe († 1722)
  • 1705 Johann Friedrich Christoph Ernesti, Theologe († 1758)
  • 1707 Johann August Ernesti, Pädagoge, Philologe und Theologe, († 1781)
  • 1851 Sigmund Bergmann, der zusammen mit Thomas Alva Edison die Glühlampe weiter entwickelte, an der Erfindung des Telefons beteiligt war und ab 1891 in Berlin ein verzweigtes Fabrikimperium aufbaute († 1927).
  • Friedrich von Hardenberg (Pseudonym Novalis) war 1794 - 1796 in Bad Tennstedt im sächsischen Verwaltungsdienst beschäftigt
  • Johann Wolfgang von Goethe kurte 1816 in Bad Tennstedt, daran erinnert heute das Goethehaus.



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Informationsportal über Bad Tennstedt in Thüringen - 22.5.2012