Bad Wilsnack in Brandenburg


Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Amt: Bad Wilsnack/Weisen
Koordinaten: 52° 57′ N, 11° 57′ O
Höhe: 27 m ü. NN
Fläche: 79,21 km²
Einwohner: 2875
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19336
Vorwahl: 038791
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 008
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 1
19336 Bad Wilsnack
Webpräsenz: www.bad-wilsnack.de
Bürgermeister: Dietrich Gappa (CDU)

Bad Wilsnack ist eine Kurstadt im Landkreis Prignitz im Nordwesten Brandenburgs (Deutschland). Die Kleinstadt ist Sitz des Amtes Bad Wilsnack/Weisen. Zu diesem Amt zählen außer Bad Wilsnack und Weisen die Gemeinden Breese, Legde/Quitzöbel und Rühstädt.

Geographie

Geographische Lage

Bad Wilsnack befindet sich am Südwestrand der Prignitz, nur wenig nördlich der Mündung der Havel in die Elbe. Die Stadt liegt an der Karthane, einem kleinen Fluss, der im Herzen der Prignitz entspringt und bei Wittenberge in die Elbe fließt. Das ganze Gebiet um Bad Wilsnack ist Teil des brandenburgischen Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe - Brandenburg. Nur wenige Kilometer südlich der Stadt liegt das „Storchendorf” Rühstädt.

Nachbargemeinden

Die nächstgelegenen Städte sind: Perleberg, Wittenberge und Havelberg.

Stadtgliederung

Zur Stadt Bad Wilsnack gehören die Ortsteile

  • Groß Lüben
  • Grube
  • Haaren
  • Jackel
  • Karthan
  • Klein Lüben - Der Ort hat etwa 180 Einwohner. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1415. Damals wurde der Ort luttken luben genannt was Ort, wo es Baumrinde/Borke gibt bedeutet. Sehenswert ist die Kirche welche 1904 errichtet wurde.[1]
  • Scharleuk
  • Sigrön

Geschichte

1383 wird Wilsnack zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Anlass war die Brandschatzung der Dorfkirche. Dort wurden auf dem Altar Wunderbluthostien gefunden. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts war Wilsnack ein Wallfahrtsort für Gläubige aus vielen Ländern. Die Wallfahrten endeten mit der Verbrennung der Hostien durch einen evangelischen Geistlichen. 1846 wurde die Eisenbahnlinie Hamburg-Berlin (Strecke nördlich der Elbe) fertiggestellt. Bad Wilsnack liegt an dieser Trasse, ein bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung begann. Der Stadtförster Zimmermann entdeckte 1906 heilkräftige Moorerde. Wilsnack wurde nun Kurort und 1929 erfolgte die Änderung des Ortsnamens zu Bad Wilsnack.

Politik

Sitzverteilung nach der Kommunalwahl im Dezember 2003:

  • 6 Sitze : CDU
  • 4 Sitze : UWG BW
  • 2 Sitze : SPD
  • 1 Sitz : Linke
  • 1 Sitz : UWG Grube
  • 1 Sitz : FDP
  • 1 Sitz : EB Brandl

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Thermalbad

  • Therme mit vier Thermal-Heilwasserbecken mit unterschiedlicher Sole-Konzentration
  • Außenbecken mit Wildbachstrudler
  • Edelstein-Meditationsgrotte
  • acht Themensaunen und zwei Dampfbäder, Eisnebelgrotte
  • Osmanischer Hamam und Sauna-Bistro
  • Salzwasserwand

Bauwerke

  • Wunderblutkirche St. Nikolai (ehemalige Wallfahrtskirche)
  • Altstadt mit Fachwerkhäusern und Marktplatz
  • Plattenburg: Die älteste noch erhaltene Wasserburg Norddeutschlands
  • Gradierwerk

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Bad Wilsnack ist am besten per Bahn zu erreichen (Strecke Berlin-Hamburg). Nahe dem Ortsteil Grube führt die B 5 (Hamburg-Berlin) vorbei. 20 km westlich und 15 km östlich von Bad Wilsnack verlaufen die Bundesstraßen in Nord-Süd-Richtung (B 107 und B 189). Die Autobahn-Auffahrt Meyenburg an der A 24 ist 48 km entfernt. Die nächsten Elbübergänge befinden sich in Wittenberge (Brücke) und Sandau (Elbe) (Fähre).

Ansässige Unternehmen

Neben diversen Handwerksbetrieben sind die KMG Elbtalklinik – Fachklinik für Orthopädie und Rheumatologie, die Kristall Kur- und Gradiertherme und Cleo Schreibgeräte GmbH als größere Arbeitgeber zu nennen.

Literatur

  • Hartmut Kühne; Anne-Katrin Ziesak (Hrsg.): Wunder – Wallfahrt – Widersacher. Die Wilsnackfahrt. Verlag Friedrich Pustet 2005.



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Informationsportal über Bad Wilsnack in Brandenburg - 22.5.2012