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Bächingen an der Brenz (amtlich: Bächingen a.d.Brenz) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gundelfingen an der Donau. GeografieGeografische LageBächingen liegt im Donauried am Rande der Schwäbischen Alb. Nördlich des Ortes fließt die Brenz vorbei, südlich beginnt das Schwäbische Donaumoos. Die Bächinger Gemarkungsgrenze ist im Westen zugleich Grenze des Landkreises Dillingen sowie Landesgrenze zu Baden-Württemberg. NachbargemeindenStadt Gundelfingen an der Donau, Sontheim an der Brenz (Baden-Württemberg), Medlingen GeschichteEs wird angenommen, dass die Ortsgründung im 6. bis 7. Jahrhundert von den Alamannen als Bechenheim erfolgte. Der Name geht wahrscheinlich auf den alamannischen Gründer zurück, da das Wort zu dem Heim eines Bacho bedeutet. Die erste urkundliche Nennung des Namens geht schließlich auf 1269/71 zurück und wurde dort schon mit der Beifügung an der Brenz erwähnt. Der Name Bächingen entstand aus der undeutlichen Aussprache und verdrängte im 19. Jahrhundert den ursprünglichen Begriff. Als erste Herrscher des Ortes sind im 15. Jahrhundert die Herren von Riedheim urkundlich belegt, von denen er in die Hände der Ritterfamilie von Westernach gelangte. Bernhard von Westernach ließ 1531 das heutige Wasserschloss errichten. Sein Sohn Eitelhans († 1576) schaffte die Ausgliederung Bächingens aus dem Fürstentum Pfalz-Neuburg als freie Reichsritterschaft und führte 1576 die Reformation ein. 1594 ging die Herrschaft an die Freiherren vom Stain über, die später auch noch die benachbarte freie Reichsritterschaft Niederstotzingen erhielten und bis 1790 in Bächingen regierten. Unter ihrem Patronat erfuhr die im frühen 15. Jahrhundert errichtete Kirche St. Nikolaus bedeutende Umgestaltungen und Erweiterungen. Vom 30-jährigen Krieg blieb Bächingen nicht verschont. Besonders unter der bayerischen Armee hatte es wie auch die umliegenden Ortschaften 1620 große Schäden zu beklagen. Aufgrund Bächingens Reichsunmittelbarkeit und der Popularität der Freiherren vom Stain, die nach französischem Vorbild einen kleinen Hof in Bächingen führten und Verbindungen in höchste Kreise pflegten, wurde Bächingen gegen Ende des Krieges Zufluchtsstätte für Bürger umliegender Dörfer. Nach dem Krieg schlossen Immigranten die Lücken in der Bevölkerung, die vor allem aus der Windischen Mark nach Bächingen kamen. 1790 kaufte die Herzogin Franziska von Württemberg, besser bekannt als Franziska von Hohenheim, Schloss Bächingen und richtete ihren Musensitz mit ihrer äußerst umfangreichen Bibliothek darin ein, die heute allerdings verkauft ist. Die Großmutter der Herzogin war Sophia Charlotta Freifrau von Vohenstein, geborene Freiin vom Stain aus Bächingen gewesen. Im Zuge der Mediatisierung wurde Bächingen 1806 dem neu gebildeten Königreich Bayern eingegliedert und büßte seine Autonomie ein. Nach dem Tod der Herzogin erhielt 1811 ihr Universalerbe Karl Ludwig Axel Freiherr von Böhnen Bächingen, der es zum Patrimonialgericht machen ließ. 1821 veräußerte er die Ortschaft an den soeben geadelten Johann Gottlieb Freiherr von Süßkind, einen reichen Bankier aus Augsburg. Dessen Nachfahre Albrecht Freiherr von Süßkind-Schwendi und seine Frau Christine, geborene Prinzessin zu Schaumburg-Lippe besitzen noch heute das Schlossgut. KircheDie evangelische Kirchengemeinde Bächingen, zu der auch die Protestanten aus Medlingen zählen, hat derzeit knapp 1000 Mitglieder. Die Bächinger Katholiken sind nach Medlingen eingepfarrt. PolitikDer Gemeinderat hat 12 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2002 verteilen sie sich auf folgende Listen:
Bürgermeister ist seit 2002 Roland Grandel (Freie Wählervereinigung) Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
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Bauwerke
Musik
NaturIm Süden der Bächinger Gemarkung liegt ein Teil des Schwäbischen Donaumooses mit geschützter Flora und Fauna. Bekannt ist Bächingen außerdem für seine Störche, die sich seit 1989 nach jahrelanger Abwesenheit wieder auf einem Kamin des Bächinger Schlosses niedergelassen haben; es war lange Jahre das einzige Storchenpaar im Landkreis Dillingen, bis Ende der 1990-er Jahre noch ein Paar in Höchstädt heimisch wurde. Zu ein wenig Berühmtheit verhalfen die Störche dem Dorf im Brenztal 1997, als sie das erste Mal nicht in den Süden zogen und in Bächingen überwinterten, was nun alljährlich der Fall ist. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrBächingen liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Ulm/Elchingen (A 7 / A 8). Die beiden Autobahnen können jeweils in ca. 15 Minuten erreicht werden. Der nächste Anschluss an die B 16 liegt 5 Minuten entfernt. BildungGrundschulverband Bächingen-Medlingen, der seinen Sitz in Bächingen hat Ansässige Firmen
Söhne und Töchter des Ortes
Weitere Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen
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