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Beelitz ist eine Stadt im Bundesland Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die Stadt liegt in der Zauche südwestlich von Berlin und Potsdam und ist vor allem bekannt als Mittelpunkt des grössten brandenburgischen Spargelanbaugebietes. Beelitz ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen” des Landes Brandenburg und dem Ausland per Funk auf Lang-oder Kurzwellen übertragen. Ursprünglich gebaut für das TELEFUNKEN Tochterunternehmen TRANSRADIO (und als Ersatz für die Station in Geltow) wurden die Funkempfangsstelle (wie auch die Sendestation in Nauen) 1930 der Deutschen Post unterstellt. Der berühmte Telefunken-Architekt Prof. Muthesius war beim Bau der Betriebsgebäude in Beelitz zwar schon tot, aber den Bauten sieht man noch heute an, daß sie in seinem Architektenbüro entworfen wurden. Darüber hinaus beweisen diese Bauten auch die hervorragende Leistung und Qualität des Beelitzer Bauunternehmens Schielicke. Zwischen 1929 und 1931 wurden Zug um Zug Empfangsgeräte und Funker von Geltow nach Beelitz umgesetzt. Telefunken hatte neue Großempfänger entwickelt, die zusammen mit den neu errichteten Antennenanlagen den Empfang aus New York, Kairo, Buenos Aires, Batavia, Rio de Janairo, Manila, Bangkok, Santiago de Chile, Osaka, Mexiko, Teheran und Shanghai gewährleisteten. Bald kamen noch weitere Stationen dazu. Zu den imposantesten Antennenanlagen gehörten die vier Goniometer-Antennen für den Langwellen-Empfang, deren am weitesten entfernte Masten auf den Wiesen hinter Krobs Hof in Beelitz und auf den Wiesen zwischen Rieben und Dobbrikow standen. Als weiteres Meisterstück der Telefunken-Entwicklung sei die sogenannte Tannenbaum-Antenne genannt, die aus einer Zusammenschaltung von 96 Einzeldipolen bestand, welche an 75 m hohen Stahlmasten aufgehängt waren. All das diente dazu, möglichst störungsfreie Signale zu erhalten, die dann per Kabel nach Berlin zum HTA bzw. zum Fernsprechamt übertragen wurden. Die Funkempfangsstelle Beelitz war somit Teil des weltweiten postalischen Fernmeldenetzes. So um 1930 herum entstand wohl auch der Begriff, daß Beelitz das (deutsche) Ohr zur Welt sei. Durch den zweiten Weltkrieg wurden die Verbindungen zu viele Partner-Funkstationen unterbrochen. Nach dem zweiten Weltkriege wurden über die Funkempfangsstelle Beelitz die Funkverbindungen für die DDR-Post unter anderem mit Moskau, Peking, Shanghai, Kairo, Helsinki, Budapest, Belgrad, Ulan Bator, Phjönjang, Havanna hergestellt. Durch den verstärkten Ausbau der internationalen Kabel-Verbindungen mittels Glasfaser-Kabel, vollzog sich Zug um Zug der Übergang vom postvermittelten Telegramm und Ferngespräch zur direkt vom Teilnehmer hergestellten Kommunikation. Die Kurzwellen-Übertragung wurde überflüssig und damit auch die Funkempfangsstelle in Beelitz. Durch die Nutzung als Tierpension ist wenigstens der Erhalt der schönen Bausubstanz gewährleistet. EingemeindungenDie heutige Gemeinde ist am 31. Dezember 2001 durch den Zusammenschluss der Stadt Beelitz mit den Orten des ehemaligen Amtes Beelitz entstanden. PolitikStadtverordnetenversammlungDie Stadtverordnetenversammlung der Stadt Beelitz (Mark) besteht aus 32 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003) BürgermeisterThomas Wardin (SPD) WappenDas Wappen der Stadt zeigt in Silber den goldbewehrten roten brandenburgischen Adler mit goldenen Kleeblattstengeln auf den Saxen, in den Fängen rechts einen Schlüssel und links einen Halbmond in Gold, bekrönt von einer dreifach gezinnten grauen Mauerkrone. Die Elemente des Wappens sind bis ins Mittelalter auf Stadtsiegeln belegt. Schon in einem der ersten bekannten Siegel aus dem Mittelalter steht ein rechtsgewendeter Schlüssel begleitet von Halbmonden auf Wappengrund mit Blüten. Der hinzutretende Adler entspringt der brandenburgischen Symbolik und verdrängte den Schlüssel aus der Schildmitte. Die Symbolik der Halbmonde ist zugleich interessant wie nicht abschließend geklärt. Eine Vermutung deutet auf eine mittelalterliche Symbolik für „Maria”. In der örtlichen Kirche St. Marien und St. Nikolai kam es zu einem Hostienwunder, so dass der Ort im 13. und 14. Jahrhundert ein bekannter Wallfahrtsort der Marienverehrung war. Aus dieser mittelalterlichen Zeit datieren auch die Halbmonde im Stadtsiegel, die sich sodann über alle Veränderungen der Wappengestaltung als besonderes Merkmal erhalten haben. StädtepartnerschaftenWirtschaft und InfrastrukturVerkehr
Ansässige Unternehmen
Öffentliche EinrichtungenNeben der öffentlichen Verwaltung befinden sich in Beelitz mehrere Kliniken, ambulante Einrichtungen, Pflege- und Sozialeinrichtungen sowie ein Seniorenheim. Die Stadt ist Bundeswehrstandort mit der Standortverwaltung für den gesamten Südwesten des Berliner Raumes. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenHeimatmuseum in der Alten Posthalterei, Spargelmuseum in Schlunkendorf und das technische Denkmal Heiz-Kraftwerk im Ortsteil Beelitz-Heilstätten. BauwerkeDie Altstadt ist mit ihrem mittelalterlichen Grundriss ein Flächendenkmal, in dem einige Gebäude als Einzeldenkmale ausgewiesen sind. Die Alte Posthalterei, 1789 vom damaligen Bürgermeister und Postmeister Gottlieb Ferdinand Kaehne im Stile des spätbarocken Klassizismus erbaut, beherbergt seit dem Spargelfest 1999 wieder das Heimatmusem. Die 1247 erstmals urkundlich erwähnte Stadtpfarrkirche St. Marien und St. Nikolai ist seit etwa 1400 als dreischiffige Basilika ausgeführt. Sehenswert sind die 1996 erneuerte Wunderblutkapelle und die Petruskanzel, ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich I. von 1703. Der 1928 fertiggestellte, 40 m hohe Wasserturm ist eines der Wahrzeichen Beelitz' und beherbergte von 1944 bis Ende des zweiten Jahrtausends das Beelitzer Zauche-Museum. Das ehemalige städtische Elektrizitätswerk (in der Nürnbergstraße) wurde 1909 erbaut. Das Gebäude war zunächst einschiffig; der westliche Teil wurde erst später angefügt und weist weniger Verzierungen als der östliche auf. Die zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bildeten einen der größten Krankenhauskomplexe im Berliner Umland. Sie waren von 1945 bis 1994 das größte Militärhospital der sowjetischen Armee außerhalb der Sowjetunion. Dies war auch der Aufenthaltsort des an Leberkrebs erkrankten Erich Honecker, bevor er und seine Frau Margot am 13. März 1991 nach Moskau ausgeflogen wurden. Einige Gebäude wurden inzwischen saniert und wieder einer medizinischen Nutzung zugeführt. Ein großer Teil der sehenswerten Anlage verfällt jedoch und ist vom Vandalismus stark beschädigt. Außerdem sehenswert sind der jüdische Friedhof und das Beelitzer Spargelmuseum in Schlunkendorf. Regelmäßige Veranstaltungen
Persönlichkeiten
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