Berching in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Koordinaten: 49° 6′ N, 11° 26′ O
Höhe: 385 m ü. NN
Fläche: 131,18 km²
Einwohner: 8701
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92334
Vorwahl: 08462
Kfz-Kennzeichen: NM
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 112
Stadtgliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Pettenkoferplatz 12
92334 Berching
Webpräsenz: www.berching.de
Bürgermeister: Rudolf Eineder (CSU)

Berching (bairisch: Bacham) ist eine bayerische Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Geografie

Berching ist eine Stadt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Die Stadt ist vor allem geprägt durch ihre Lage in der Fränkischen Alb, verbunden mit der überwiegend landwirtschaftlichen Nutzung dieser Gegend. Seit 1992 der Main-Donau-Kanal eröffnet wurde, hat Berching stark an touristischer Bedeutung gewonnen.

Ortsteile

Sollngriesbach, Erasbach, Winterzhofen, Jettingsdorf, Wirbertshofen, Fribertshofen, Rappersdorf, Ernersdorf, Pollanten, Wallnsdorf, Schweigersdorf, Weidenwang, Altmannsberg, Biermühle, Breitenfurt, Butzenberg, Dietersberg, Eismannsbert, Eglasmühle, Grubach, Gsöllnhof, Hennenberg, Hermannsberg, Holnstein, Matzenhofen, Neuhaus, Oening, Plankstetten, Raitenbuch, Ritzermühle, Roßthal, Rudertshofen, Rübling, Simbach, Staudenhof, Staufersbuch, Stierbaum, Thann, Thannbrunn, Wackersberg, Wattenberg, Wegscheid, Wolfersthal

Nachbargemeinden

Im Westen wird die Gemeinde Berching von der Grenze zu Oberbayern und der Gemeinde Beilngries ebenso wie zu Mittelfranken und Greding flankiert.

Weitere Nachbargemeinden sind: Mühlhausen, Freystadt, Deining, Seubersdorf, Breitenbrunn, Dietfurt und Thalmässing

Geschichte

Älteste Zeugnisse

Die ältesten Zeugnisse einer menschlichen Besiedelung der Region Berching reichen bis in die Jungsteinzeit (5000 v. Chr.) zurück. Siedlungsreste aus der Urnenfelderzeit, Funde aus der Hallstatt- und Latènezeit, die spätkeltische Siedlung in Berching/Pollanten sowie ein ebenfalls in Pollanten aufgedecktes germanisches Gräberfeld aus dem 2. Jahrhundert nach Christus belegen darüber hinaus die Siedlungskontinuität in diesem Raum.

Erste Erwähnung

Urkundlich erwähnt wird Berching als „Pirihinga” erstmals in einer Urkunde Kaiser Karl III. im Jahr 883. Der Name deutet auf eine bajuwarische Gründung in der Zeit vom 6. bis 8. Jahrhundert hin. Noch vor 912 gelangte die Ansiedlung in den Besitz der Eichstätter Bischöfe. Unter deren Herrschaft entwickelte sich Berching bald zu einem bedeutenden Ämterzentrum. 1296 wurde Berching erstmals als „oppidum” bezeichnet und nur wenige Jahre später (1314) „civitas” genannt. Unter Bischof Wilhelm von Reichenau (1464-1496) wurden die Befestigungsanlagen erneuert und die Stadtmauer mit ihren 13 Türmen und 4 Toren in der heute noch vollständig erhaltenen Form ausgebaut.

Schon vor 1245 war dem Ort das Marktrecht verliehen worden. Wohltätige Stiftungen, die beiden großen Kirchen und zahlreiche imposante Bürgerhäuser zeugen noch heute vom Reichtum der Stadt. Namentlich die Familien Pettenkofer und Rumpf, im Weinhandel zu Wohlstand gelangt, erwiesen sich ihrer Heimatstadt im 17. und 18. Jahrhundert als großzügige Mäzene.

Berching wird bayerisch

Beinahe 900 Jahre hatte Berching unter der Herrschaft der Eichstätter Bischöfe gestanden, als 1802/03 im Gefolge der napoleonischen Kriege das Hochstift Eichstätt säkularisiert und die weltliche Herrschaft der Bischöfe beendet wurde. Nach einer kurzen Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Salzburg wurde Berching 1806 bayerisch. Mit der Übernahme der Verwaltung durch die bayerischen Behörden verlor Berching seine bisherige Stellung als wichtiges Verwaltungszentrum. Erst nach jahrelangem, hartnäckigen Bemühen konnten die Ratsherren 1822 einen regelmäßigen Viehmarkt und 1842 eine wöchentliche Getreideschranne nach Berching holen. Der Bau des Ludwigs-Kanals 1846 und der 1987 stillgelegten Lokalbahnstrecke Neumarkt - Berching - Beilngries (1888) brachten zwar wirtschaftliche Impulse, das gänzliche Fehlen von Behörden und Einrichtungen mit zentraler Funktion führte jedoch zu einer anhaltenden Stagnation in Berchings weiterer Entwicklung. 1902/03 wurde im Rachental das Stiftungskrankenhaus gebaut.

Eingemeindungen

In den 1970er Jahren wurden im Rahmen der Gebietsreform 19 Gemeinden nach Berching eingemeindet. Von den seitherigen Entwicklungen sind insbesondere die Sanierung der Innenstadt, der Bau des Altenheimes St. Franziskus, der Umbau des ehemaligen Franziskanerklosters in ein Pfarr- und Jugendzentrum (Pettenkofer-Haus), die Sanierung des historischen Rathauses, der Bau der Europahalle, die Ausweisung neuer Baugebiete in nahezu allen Ortsteilen und die Erschließung eines Gewerbegebietes im Ortsteil Erasbach zu nennen. In den letzten Jahren kamen das neue Ganzjahreserlebnisbad BERLE, die HELIOS-Klinik für geriatrische Rehabilitation und die Realschule Berching dazu.

Zur Gemeinde Berching gehört Plankstetten mit dem gleichnamigen Kloster. Die dortige Abteikirche „Mariä Himmelfahrt” ist im romanischen Stil erbaut.

Politik

Stadtrat

  • CSU 12 Sitze
  • SPD 4 Sitze
  • UPW 5 Sitze

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister: Rudolf Eineder (CSU)
  • 2. Bürgermeister: Josef Winkler (CSU)
  • 3. Bürgermeister: Rudolf Preischl (UPW)

Städtepartnerschaften

  • Obernberg am Inn in Österreich ist seit 1973 Partnerstadt.
  • Seit 13. Mai 1994 ist Savigny in Frankreich die Partnerstadt von Berching.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Die Stadt Berching nennt sich "Kleinod des Mittelalters" und ist bekannt durch eine sehr gut erhaltene Altstadtmauer mit vier Stadttoren und neun Türmen. Sehenswert sind der Chinesenturm, der Pulverturm und der Neumarkter Torturm im ältesten Teil, der sog. Vorstadt.
  • Historisches Rathaus
  • Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt
  • Kirche St. Lorenz in der Vorstadt von Berching
  • Zehentstadel
  • Das Museum Berching im Daumhaus aus dem Anfang des 19.Jh. besteht seit 1979 und zeigt eine regionale Sammlung von Kunsthandwerk, Keramik, Handwerks- und Landwirtschaftsgeräten. Neu (seit Dezember 2006) ist eine moderne Multimedia-Ausstellung zu Leben und Werk des Komponisten und Opernreformators Christoph Willibald Gluck (Adresse: An der Johannesbrücke)
  • Geburtshaus von Christoph Willibald Gluck im Ortsteil Erasbach; hier ist jedoch umstritten, ob Gluck in Weidenwang oder Erasbach geboren ist. Beide Orte besitzen ein Geburtshaus.
  • Kloster Plankstetten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Februar: Am Winterende findet der weit über die Grenzen Berching hinaus bekannte Rossmarkt statt.
  • Juni: Die Veranstaltungen "Berchinale des Lichts" und "Kanal im Feuerzauber" sind seit zwei Jahren Bestandteil des Berchinger Sommers.
  • Oktober: Der Europaball.

Verkehr

In unmittelbarer Nähe gibt es den seit 2001 offiziell zugelassenen Flugplatz Berching. Berching liegt direkt an der Bundesstraße B 299. Es gibt eine Buslinie (Bus 515), die Berching mit der 20 km entfernten Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz verbindet. Auch Dietfurt an der Altmühl ist mit dieser Buslinie erreichbar.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Bekannte Berchinger Künstler sind u.a. der Komponist Christoph Willibald Gluck und der Maler Franz-Xaver Lindl.

  • Johann Balthasar Liesch von Hornau, Weihbischof und Bistumsadministrator von Breslau



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Informationsportal über Berching in Bayern - 23.5.2012