Berga in Thüringen


Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Greiz
Koordinaten: 50° 45′ N, 12° 10′ O
Höhe: 229 m ü. NN
Fläche: 43,49 km²
Einwohner: 3850
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07980
Vorwahl: 036623
Kfz-Kennzeichen: GRZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 004
Stadtgliederung: Kernstadt; 13 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 2
07980 Berga
Webpräsenz: www.stadt-berga.de
Bürgermeister: Stephan Büttner

Berga/Elster ist eine Kleinstadt im Osten des Freistaats Thüringen.

Geographie

Geographische Lage

Berga liegt im Nordosten des Thüringer Schiefergebirges, im Tal des Flusses Weiße Elster. Die nächsten größeren Städte sind Gera und Greiz.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden (alle im Thüringer Vogtland des Landkreis Greiz) sind im Osten Endschütz, Gauern, Linda bei Weida, Seelingstädt und Teichwolframsdorf und im Westen Hohenölsen, Neugernsdorf, Neumühle/Elster, Teichwitz, Wildetaube und Wünschendorf/Elster.

Stadtgliederung

Zu Berga gehören weitere 13 Ortsteile: Tschirma, Unter- und Obergeißendorf, Kleinkundorf, Eula, Albersdorf, Markersdorf, Wolfersdorf, Wernsdorf, Großdraxdorf, Clodra, Zickra und Dittersdorf.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1216, die Anfänge gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Fränkische Siedler hatten sich in Berga niedergelassen und kolonisierten das bis dahin ausschließlich von Sorben bewohnte Land. Seit etwa 1310 besaß Berga Stadtrechte. Spätestens um die Mitte des 13. Jahrhunderts veräußerten die Lobdeburger die Stadt an die Vögte von Gera. Seit mindestens 1378 war Berga im Besitz der Wettiner. Über die Jahrhunderte wurde Berga mehrmals durch Stadtbrände und kriegerische Auseinandersetzungen schwer in Mitleidenschaft gezogen, zuletzt 1842, als auch das Rathaus den Flammen zum Opfer fiel. Die Herren der Stadt wechselten mehrfach. 1816 ging Berga auf Beschluss des Wiener Kongresses von Sachsen an das neue Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach über. In den Jahren 1944/45 wurde hier von 314 Häftlingen aus dem KZ Buchenwald ein unterirdisches Rüstungswerk errichtet. Forscher vermuteten in den Stollen zeitweise das verschollene Bernsteinzimmer.

1921/22 Gutscheine (sogenanntes Notgeld) der Stadt Berga/Elster

Eingemeindungen

Am 1. Juni 1991 wurde Geißendorf eingemeindet, am 22. Januar folgten Tschirma und am 8. März 1994 Wolfersdorf und Clodra.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

  • 1830 - 559
  • 1885 - 982
  • 1933 - 1.917
  • 1939 - 2.002
  • 1994 - 4.329
  • 1995 - 4.263
  • 1996 - 4.257
  • 1997 - 4.220
  • 1998 - 4.210
  • 1999 - 4.076
  • 2000 - 4.068
  • 2001 - 4.017
  • 2002 - 3.978
  • 2003 - 3.924
  • 2004 - 3.921
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Stadtrat

Im Bergaer Stadtrat sind seit den letzten Kommunalwahlen am 27. Juni 2004 die Freie Wählergemeinschaft Berga mit acht Sitzen, die SPD mit drei Sitzen, Die Linke.PDS mit zwei Sitzen und die CDU mit ebenfalls zwei Sitzen sowie ein unabhängiger Abgeordneter vertreten. Bürgermeister ist Stephan Büttner.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet "in Silber auf grünem Boden ein natürlicher Eichbaum."

Städtepartnerschaften

  • Sobótka, Polen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Das barocke Schloss stammt von 1760. Unterhalb des Ortsteils Albersdorf befindet sich ein Stausee mit Bungalowdorf.

Naturdenkmäler

Wahrzeichen der Stadt Berga ist eine im Ortszentrum stehende jahrhundertealte Eiche. Die Eiche findet sich auch im Wappen der Stadt wieder.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Kirmesumzug 2005

Wirtschaft und Infrastruktur

Berga war in der DDR ein kleiner Standort der Textilindustrie (Greika und Alwo) und ein wichtiger Wohnort von der in Ronneburg beheimaten SDAG Wismut.

Verkehr

Berga und seine Ortsteile liegen zum Teil an der B 175 und B 92 sowie an der Bahnlinie GeraGreiz – Weischlitz (Elstertalbahn).

Ansässige Unternehmen

Die Wirtschaft der Stadt Berga wird von kleineren Handwerks-, Dienstleistungs- und Handelsbetrieben geprägt.




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Informationsportal über Berga in Thüringen - 23.5.2012