Bernkastel-Kues in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Bernkastel-Kues
Koordinaten: 49° 55′ N, 7° 4′ O
Höhe: 110 m ü. NN
Fläche: 23,66 km²
Einwohner: 6764
Bevölkerungsdichte: 286 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54470
Vorwahl: 06531
Kfz-Kennzeichen: WIL
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 008
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Gestade 18
54470 Bernkastel-Kues
Webpräsenz: www.bernkastel-kues.de]
Bürgermeister: Wolfgang Port (CDU)

Bernkastel-Kues ist eine bekannte Wein- und Fremdenverkehrsstadt an der Mittelmosel im Landkreis Bernkastel-Wittlich (Rheinland-Pfalz), Sitz der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und Geburtsort einer der bekanntesten deutschen Universalgelehrten, Kirchenmann und Philosophen des Mittelalters, Nikolaus von Kues (Cusanus). Bernkastel-Kues ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und nennt sich "Internationale Stadt der Rebe und des Weines".

Geographie

Klima und geographische Lage

Bernkastel-Kues liegt in der Natur- und Kulturlandschaft des Moseltals zwischen Cochem und Schweich unweit der Universitätsstadt Trier. Diese günstige Lage sorgt für ein hervorragendes, fast mediterranes Klima. Beweis dafür ist die im nahegelegenen Winzerdorf Brauneberg am 11. August 1998 festgestellte Rekordtemperatur von 41,2°C im Schatten - die höchste jemals in der Bundesrepublik gemessene Lufttemperatur. Durch die Eifelbarriere liegt Bernkastel-Kues im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können. Gleichzeitig wird eine Lufterwärmung durch geringen Luftaustausch mit dem Umland begünstigt. Damit verbunden ist aufgrund der ständigen Verdunstung des Moselwassers eine regelmäßig hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für teilweise belastendes, schwüles Wetter sorgt und zahlreiche Gewitter mit sich bringt.

Bernkastel-Kues befindet sich 7,04° östlicher Länge und 49,55° nördlicher Breite am größten Nebenfluss des Rheins und nach diesem an der zweitwichtigsten Schifffahrtsstraße Deutschlands. Es liegt in der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit üblicherweise milden Wintern und warmen Sommern. Die Stadtteile Bernkastel und Andel liegen am rechten, die Stadtteile Wehlen und Kues am linken Moselufer. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist der Olymp (415 m über NN.), der niedrigste Punkt (107 m über NN.) liegt am Moselufer. Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 23.657.101 m², davon werden 7.815.899 m² landwirtschaftlich genutzt. Damit ist Bernkastel-Kues flächenmäßig eine der größten Städte der Mittelmosel.

Die Stadt bildet ein Mittelzentrum. Nächstgelegenes Oberzentrum ist Trier.

Benachbarte Ortsgemeinden

Im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend: Graach, Longkamp, Monzelfeld, Veldenz, Mülheim, Lieser, Maring-Noviand, Platten, Zeltingen-Rachtig.

Stadtgliederung

Bernkastel-Kues gliedert sich in die vier Stadtteile Andel, Bernkastel, Kues und Wehlen. Insgesamt leben in allen vier Stadtteilen 7794 Menschen (3696 Männer, 4098 Frauen), darunter 268 Ausländer (Quote: 3,44 Prozent).

Bevölkerungsstruktur

Stadtteil
Stand: 01/2006
Andel 788 378 410 17
Bernkastel 1087 539 548 71
Kues 4603 2121 2482 154
Wehlen 1262 658 604 26

Geschichte

Die ersten Siedlungen datieren aus der Zeit der Bandkeramiker um circa 3000 v. Chr.. 1291 verlieh König Rudolf von Habsburg (1218 bis 1291) Bernkastel zusammen mit Welschbillig, Mayen, Montabaur und Saarburg die Stadtrechte. Bernkastel und das gegenüberliegende Winzerdorf Kues wurden am 1. April 1905 zur Stadt zusammengeschlossen; Wehlen und Andel schließlich gemeinsam am 7. November 1970 eingemeindet. Von 1816 bis 1969 war Bernkastel Sitz des Landkreises Bernkastel.

Stadtwappen

Beschreibung: Das Wappen zeigt einen gevierten Schild, in dessen Feldern 1 und 4 in Schwarz je einen aufgerichteten silbernen Schlüssel, mit linkshingewendetem Bart, in 2 einen zugewendeten schwarzen Bären und in 3 in Gold einen roten, aufrechtstehenden Krebs.

Die Beschreibung des bis 1951 gültigen Stadtwappens lautete: Geviertet mit silbernem Herzschild, darin ein rotes Kreuz, 1 und 4 in Rot ein aufgerichteter silberner Schlüssel mit linkshin gewendetem Bart, 2 und 3 in Silber je ein zugewendeter schwarzer Bär. (Prof. Hupp, Schließheim b. München 1895 in "Deutsche Ortswappen")

Bedeutung: Die beiden Schlüssel versinnbildlichen die Himmelsschlüssel des Petrus, dem das Trierer Bistum geweiht ist. Der Bär symbolisiert das Wappentier der Stadt Bernkastel und der Krebs steht für den Kardinal Nikolaus von Kues, eigentlicher Name Cryfftz (=Krebs). In Deutschland gibt es nur zwei weitere Städte mit einem Krebswappen, Bad Wurzach im Allgäu und Cottbus.

Kultur

Sehenswürdigkeiten

Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt ist in Bernkastel der mittelalterliche Marktplatz mit seinen Giebelfachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert, unter denen das aus dem Jahre 1416 stammende extrem schmale Spitzhäuschen besonders hervorsticht. Um den St. Michaelsbrunnen von 1606 gruppieren sich eine Reihe gut erhaltener Bauten und auch das Renaissance-Rathaus von 1608.

Über dem Stadtteil Bernkastel thront die Burgruine Landshut, eine ehemalige Sommerresidenz der Trierer Erzbischöfe, die am 8. Januar 1692 durch ein zufällig ausgelöstes Feuer zerstört wurde. Heute ist die Burg eine Ruine und dient als beliebter Aussichtspunkt über das Moseltal.

Die Stadt verfügt über mehrere Plätze, etwa den mittelalterlichen Marktplatz, den Platz am Bärenbrunnen, und den im Juli 2005 eröffneten Karlsbader Platz (benannt nach der Partnerstadt). Das St. Nikolaus-Hospital (Cusanusstift), die spätgotische Stiftsanlage des Nikolaus von Kues, ist eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit.

In der Nähe des Weinorts Wehlen, der unter anderem die Weinlage "Wehlener Sonnenuhr" sein Eigen nennt, liegt das ehemalige Kloster Machern, in dessen Räumen sich heute ein Weingut, eine Hausbrauerei und ein Restaurant befinden. Außerdem werden die Gebäude vor allem im Rahmen der Moselfestwochen für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Sitz des klassischen Musikfestivals Mosel Festwochen [1];
  • Straßenfest im Stadtteil Kues (August) – Winzer präsentieren ihre Weine;
  • Weinfest der Mittelmosel (jährlich, jeweils am ersten Wochenende im September) – u.a. Umzug und Großfeuerwerk;
  • Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt (jährlich, im Dezember);
  • "Tage der offenen Weinkeller" im Stadtteil Wehlen, jeweils im Mai am Wochenende nach Christi Himmelfahrt;
  • "Tage alter Chormusik" jährlich in der Woche nach Ostern
  • Internationale Ruderregatta im September
  • Reitturnier jeweils an Ostern
  • Großes Sommer-Reit-Turnier Mitte August auf der Anlage des Cusanushofguts
  • Weinversteigerung der Weingüter des Bernkasteler Ring im September

Wirtschaft und Infrastruktur

Bezogen auf kleinstädtische deutsche Umstände herrscht eine vergleichsweise hohe Wirtschaftskraft mit vielfältigem Branchenmix. Weinbau und Tourismus stechen traditionell hervor, wenn auch heute eine Mehrheit der Bevölkerung von anderen Wirtschaftszweigen lebt. Im Ort existieren dutzende Hotels, Restaurants sowie zahlreiche gewerbliche und private Zimmervermieter mit tausenden Gästebetten. Das Kueser Plateau ist mit dem Rehazentrum Standort des größten Arbeitgebers im Landkreis. Ferner existieren zwei große Industrie- und Gewerbegebiete. Positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung trägt auch der stetig wachsende und nur 10 Kilometer Luftlinie entfernte Flughafen Frankfurt-Hahn bei. Bernkastel-Kues weist außerdem als Regionalverwaltungsstandort trotz Wegfall des Kreisstadtstatus noch immer eine überdurchschnittlich hohe Rate an öffentlich Bediensteten aus. Die Insolvenzquote ist überdurchschnittlich niedrig.

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

  • Nikolaus-von-Kues-Gymnasium
  • Freiherr-vom-Stein-Realschule
  • Hauptschule mit Ganztagsschule in Angebotsform
  • Grundschule Kues (Cusanusschule)
  • Grundschule Wehlen
  • Berufsbildende Schulen mit Berufsfachschule I und II, Berufsoberschule II
  • Hotelfachschule und Höhere Berufsfachschule für Hotelmanagement
  • Burg-Landshut-Schule für Lernbehinderte
  • Rosenbergschule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung

Behörden

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Cusanus-Krankenhaus
  • Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum
  • Finanzamt Bernkastel-Wittlich (Nebenstelle)
  • Forstamt
  • Gericht
  • Katasteramt
  • Kfz-Prüfstelle
  • Kraftfahrzeugzulassungsstelle Bernkastel-Wittlich (Nebenstelle)
  • Mosel-Gäste-Zentrum
  • Polizeiinspektion
  • Sozialwerk
  • Straßenmeisterei
  • Verbandsgemeindeverwaltung Bernkastel-Kues
  • Wasser- und Schifffahrtsamt Trier (Nebenstelle)
  • Wasserschutzpolizei

Ortsansässige Unternehmen

  • Median Kliniken GmbH mit dem Rehazentrum, größter Arbeitgeber im Landkreis Bernkastel-Wittlich
  • Moselland eG, größte Winzergenossenschaft in Rheinland-Pfalz, Umsatz 47,5 Mio. Euro
  • Peter Mertes Weinkellerei GmbH, Umsatz 130 Mio. Euro (2004)

Weinbau

Historisch bedeutendster Wirtschaftszweig ist der Weinbau - die Stadt verkörpert das Herz des Weinbaugebiets Mosel-Saar-Ruwer. Der Bernkasteler Doctor gilt als teuerste und eine der wichtigsten Lagen Deutschlands. Im Bereich Bernkastel werden Rebstöcke auf 5 904 Hektar überwiegend im Steilhang bewirtschaftet. Das entspricht rund 65 Prozent des gesamten Weinanbaus an Mosel, Saar und Ruwer. Noch heute existieren weit über 100 Güter, die von Winzern im Haupt-, zumeist aber im Nebenerwerb geführt werden. Riesling ist die übliche Rebsorte; außerdem werden in geringen Mengen unter anderem Burgunder, Rivaner, Kerner und Dornfelder produziert. Im Stadtgebiet treffen die Großlagen Münzlay (Ortsteil Wehlen), Badstube (Ortsteil Bernkastel) und Kurfürstlay (Ortsteile Bernkastel, Kues und Andel) mit folgenden Einzellagen aufeinander:

  • Andeler Goldschatz
  • Bernkasteler Alte Badstube am Doctorberg
  • Bernkasteler Bratenhöfchen
  • Bernkasteler Doctor
  • Bernkasteler Johannisbrünnchen
  • Bernkasteler Lay
  • Bernkasteler Matheisbildchen
  • Bernkasteler Graben
  • Bernkastel-Kueser Kardinalsberg
  • Bernkastel-Kueser Rosenberg
  • Bernkastel-Kueser Schlossberg
  • Bernkastel-Kueser Stephanus Rosengärtchen
  • Bernkastel-Kueser Weisenstein
  • Wehlener Abtei
  • Wehlener Hofberg
  • Wehlener Klosterberg
  • Wehlener Nonnenberg
  • Wehlener Sonnenuhr

Verkehr

Straßenverkehr

Bernkastel-Kues ist durch die Bundesstraßen 50 (Bitburg über Bernkastel, Flughafen Frankfurt-Hahn nach Rheinböllen) und 53 (Uferstraße entlang Mosel ab Ehrang) mit dem Fernstraßennetz verbunden. Innenstadt und umliegende Ortsteile sind besonders stark vom Durchgangsverkehr und den damit verbundenen negativen Folgen für die Bewohner betroffen. Mit dem am 27. Juni 1997 eröffneten Burgbergtunnel (550 Meter) wurde zunächst das mittelalterliche Bernkastel verkehrsberuhigt. In Planung ist außerdem ein Hochmoselübergang nahe Bernkastel-Kues, der im Rahmen eines Neubaus der Bundesstraße 50 das Autobahnkreuz Wittlich mit der Hunsrückhöhenstraße über die Mosel hinweg verbinden und damit zur Entwicklung einer neuen europäischen Fernstraße beitragen soll. Ein solcher Hochmoselübergang wäre das erste derartige Bauwerk im Bereich der Mittelmosel und soll das Moseltal um Bernkastel-Kues verkehrstechnisch erheblich entlasten. Ferner befinden sich im Stadtgebiet zwei Brücken, darunter die einzige Hängebrücke über die Mosel. Beide wurden in den 1990er-Jahren komplett saniert und erneuert. Es verkehrt außerdem eine Bahn mit moderierter Besichtigungstour sowie ein Express-Bus zur Ruine der Burg Landshut. Bernkastel-Kues zählt zum Verkehrsverbund Region Trier (VRT).

Schienenverkehr

Durch Bernkastel-Kues führte bis zum 31. Dezember 1962 die Moseltalbahn, genannt "Saufbähnchen". Das Bahnhofsgebäude ist erhalten und befindet sich am Gestade im Stadtteil Bernkastel (rechtes Flussufer). Des Weiteren befand sich im Stadtteil Kues (linkes Flussufer) ein Kopfbahnhof der Deutschen Bahn, von wo aus eine weitere Bahntrasse die Stadt mit Wittlich und der einstigen Kanonenbahn verbunden hatte. Beide Trassen sind stillgelegt und vollständig aus dem Gleisbett entfernt. Das im frühen 20. Jahrhundert unter Reichsbahnbaudirektor Franz Schenk errichtete Bahnhofsgebäude aus Schieferbruchstein (Moselbauweise) im Stadtteil Kues ist ebenfalls noch heute erhalten. Ein angrenzendes Gütergebäude wurde restauriert und wird multifunktional genutzt. Im einstigen Gleisbereich befand sich nach Stillegung des Schienenverkehrs zunächst ein großer unbefestigter Parkplatz. Heute liegt hier das "Forum Alter Bahnhof", ein städtisches Dienstleistungszentrum mit Tiefgarage. Die Bahntrasse wurde ab Bernkastel-Kues zunächst bis nach Lieser zum Moselradweg, später über Wittlich bis nach Daun in der Eifel zum Maare-Mosel-Radweg umgebaut. Nächstgelegener Bahnanschluss ist heute Wittlich Hauptbahnhof an der Moselstrecke, wo Mosel-Saar-Express von Koblenz über Trier nach Saarbrücken, Moseltal-Bahn von Koblenz über Wittlich nach Trier und Elbling-Express von Wittlich über Trier nach Perl verkehren.

Luftverkehr

Im nahegelegenen Föhren befindet sich der regionale Flugplatz Trier-Föhren für Luftfahrzeuge bis 15.000 kg. Er ist ganzjährig geöffnet und wird hauptsächlich für Rundflüge, Charter- und Geschäftsflüge von Geschäftsreisenden und Firmen im gewerblichen Verkehr genutzt. Ein weiterer nahegelegner Kleinflugplatz ist der Flugplatz Bitburg (EDRB) in der Eifel. Daneben existieren in der Umgebung mehrere kleine Bahnen, etwa die in Traben-Trarbach oder Neumagen-Dhron. Sie werden hauptsächlich von Ultraleicht- und Segelfliegern genutzt. In den Hängen des Moseltals um Bernkastel-Kues sind außerdem zahlreiche Rampen für Luftsportgeräte wie Gleitschirmflieger und Hängegleiter eingerichtet. Nächstgelegene internationale Flughäfen sind der Flughafen Frankfurt-Hahn, rund 25 Km und 25 Pkw-Minuten entfernt, sowie der Flughafen Luxemburg, rund 80 Km und 50 Pkw-Minuten entfernt.

Passagierschifffahrt

Rund 1000 Meter Flußaufwärts des Stadtzentrums im Ortsteil Kues befindet sich der größte Wasserhafen der Mittelmosel, zugleich Heimathafen zahlreicher Passagierschiffe. Bernkastel-Kues ist beliebter Haltepunkt von Rhein-Mosel-Flusskreuzfahrten. Entlang des Moselgestades liegen außerdem zahlreiche Schiffsanleger. Dort starten mehrmals täglich Rundfahrten mit Moselschleusendurchfahrt nach Traben-Trarbach, wöchentlich auch nach Trittenheim und Trier.

Politik

Stadtrat

Bei den Wahlen zum Stadtrat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

Christlich Demokratische Union (CDU) 48,3 % + 4,4 % 11 Sitze
Sozialdemokratische Partei (SPD) 14,3 % - 5,2 % 3 Sitze
Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) 12,1 % + 1,2 % 3 Sitze
Freie Demokratische Partei (FDP) 11,8 % + 1,6 % 3 Sitze
Unabhängige Bürger-Union (UBU) 11,2 % + 1,6 % 2 Sitze

Bürgermeister

Ehrenamtlicher Bürgermeister ist Wolfgang Port (CDU). Er wurde mit 77,6 Prozent der Stimmen bei 22,4 Prozent Nein-Stimmen ohne Gegenkandidaten gewählt. Beigeordnete sind Wolfgang Pastor (CDU), Heinz-Robert Schaefer (FDP) und Birgit Roß (CDU). Ortsvorsteher sind Rolf Kröhner (Bernkastel-Andel) und Gertrud Weydert (Bernkastel-Wehlen).

Städtepartnerschaften

  • Otmuchów, Polen

Söhne und Töchter der Stadt

  • Nikolaus von Kues, Universalgelehrter (* 1401; † 11. August 1464 in Todi, Umbrien)
  • Carl Binz, Pharmakologe und Medizinhistoriker (* 1. Juli 1832; † 11. Januar 1913 in Bonn)
  • Jacob Astor, Politiker (Zentrum), Erster Vorsitzender der Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel (* 23. Dezember 1867; † 4. Dezember 1938)
  • Hermann Schroeder, Komponist (* 26. März 1904; † 7. Oktober 1984 in Bad Orb)
  • Waltrud Will-Feld, Politikerin (CDU) (* 11. Juni 1921)
  • Hans Jochen Boecker, protestantischer Theologe (* 28. März 1928)

Literatur

  • Franz Schmitt: Chronik von Cues. Bernkastel-Kues 1981 .
  • Franz Schmitt: Bernkastel im Wandel der Zeiten. Trier 1985.

Meyers Konversations-Lexikon, 1888

Bernkastel (Beronis casteuum), Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Trier, rechts an der Mosel in enger Thalschlucht 104m ü. M. romantisch gelegen, mit Wengerohr an der Koblenz-Trierer Bahn durch eine Zweigbahn verbunden, hat ein Amtsgericht, eine evangelische und kath. Kirche, eine Moselbrücke, Zigarrenfabrikation, berühmten Weinbau ("Bernkasteler Doktor"), Handel mit Wein und Schiefersteinen, Schiffahrt, Schieferbrüche in der Nähe und (1880) 2460 Einw. (76 Evangelische und 93 Juden). Über der Stadt Trümmer eines Bergschlosses. B. gehörte frühzeitig zum Erzstift Trier und erhielt durch König Adolf Stadtrechte. Die Burg wurde bereits im 7. Jahrh. von einem Grafen Bero erbaut (daher der Name), aber 1017 vom Erzbischof Poppo als Raubnest zerstört. Der jetzige Bau rührt vom Erzbischof Heinrich her (1277), wurde 1639 von den Franzosen eingenommen, 1674 vergeblich belagert und brannte 1692 ab.




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Informationsportal über Bernkastel-Kues in Rheinland-Pfalz - 23.5.2012