Bertingen in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Ohrekreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Elbe-Heide
Koordinaten: 52° 21′ N, 11° 49′ O
Höhe: 47 m ü. NN
Fläche: 11,18 km²
Einwohner: 204
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39517
Vorwahl: 039366
Kfz-Kennzeichen: OK
Gemeindeschlüssel: 15 3 62 012
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Magdeburger Str. 40
39326 Rogätz
Bürgermeister: Jens Kronfeldt

Bertingen ist eine kleine Gemeinde im Nordosten des Ohrekreises in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Heide mit Sitz in der Gemeinde Colbitz (Außenstelle in Rogätz).

Geografie

Die Gemeinde Bertingen im südöstlichen Winkel der Altmark liegt zwischen den Auen des Tanger östlich der Colbitz-Letzlinger Heide und der Elbe mit ihren zahlreichen Altarmen - großräumiger gesehen zwischen Magdeburg ind Stendal. Die Umgebung ist überwiegend flach und waldreich. Die Gemarkung grenzt im Norden und Osten an den Landkreis Stendal, die Elbe bildet im Süden die Grenze zum Landkreis Jerichower Land, im Südwesten grenzt eine Exklave der Stadt Stendal an die Gemeinde Bertingen. Für das Elbauengebiet wird die Einstufung als Biosphärenreservat angestrebt, für die Treuel-Niederung der Naturschutzgebiet-Status.

Geschichte

Aus dem Jahr 1225 ist der Ortsname Bertigge überliefert - das Gebiet um das Dorf ist aber bereits wesentlich früher besiedelt worden, worauf Grabungsfunde hindeuten. Durch die häufigen Überschwemmungen der Elbe, die von Süden kommend nahe Bertingen nach Osten schwenkt, wurde der Platz der Dorfanlage im 16. Jahrhundert an der heutigen Stelle neu aufgebaut (die Kirche entstand 1571). Bis zum 19. Jahrhundert war das Treideln auf diesem Elbeabschnitt notwendig (noch heute erinnert der Landschaftsname Treuel daran).

Im Dreißigjährigen Krieg wurden viele Dörfer der Umgebung wüst - Bertingen wurde allmählich neu besiedelt, nachdem nach den Kriegswirren noch drei Feuerstellen übriggeblieben waren.

Durch Bertingen führte eine alte Poststraße nach Kehnert (erhaltener Viertelmeilenstein), eine Heerstraße führte westlich an der Gemeinde vorbei.

Während des Zweiten Weltkrieges waren in Bertingen polnische, französische und sowjetische Gefangene untergebracht. Noch in den letzten Kriegstagen kamen zahlreiche KZ-Häftlinge ums Leben, die in Richtung Mahlwinkel durch das Dorf getrieben wurden.

Nach dem Krieg erhöhte sich die Einwohnerzahl durch viele Flüchtlinge. Von 1957 bis 2005 verringerte sich die Einwohnerzahl um ein Drittel.

Wappen

Blasonierung: „In Silber ein rotes Eichhörchen mit gelb-grüner Eichel in den Pfötchen auf grünem bewurzeltem Stubben mit gelber Schnittfläche sitzend.”

Wirtschaft und Infrastruktur

Gewerbe

  • Elbland P.u.H. GmbH (Bewirtschaftung von ca. 540 ha Ackerflächen und ca. 160 ha Grünland, Milchviehhaltung)
  • Forst- und Landschaftspflegebetrieb
  • Bautischlerei
  • Feriendorf Bertingen
  • Campingplatz mit Tipi-Indianerdorf und Maislabyrinth
  • "Little Big Town", Western-Reiterhof

Verkehr

Von Bertingen führen Verbindungsstraßen nach Kehnert an der Elbe, über Uetz in die Stadt Tangerhütte und über Mahlwinkel nach Wolmirstedt). In der 6 km entfernten Gemeinde Mahlwinkel besteht Bahnanschluss (Bahnlinie von Magdeburg nach Stendal).

Sehenswürdigkeiten

  • Feldsteinkirche und das gegenüberliegende Pfarrhaus (Fachwerkbau)
  • Krieger-Denkmal
  • preußischer Viertelmeilenstein
  • Bertinger See



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Informationsportal über Bertingen in Sachsen-Anhalt - 23.5.2012