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Besigheim ist eine Kleinstadt im Landkreis Ludwigsburg ca. 25 km nördlich von Stuttgart. Seit 18. Oktober 2005 ist Besigheim staatlich anerkannter Erholungsort. GeografieGeografische LageBesigheim liegt 13 km nördlich von Ludwigsburg am Zusammenfluss von Neckar und Enz. Die Altstadt von Besigheim liegt malerisch auf einem lang gestreckten, steilen Hügel, auf drei Seiten umgeben von den beiden Flüssen. StadtgliederungBesigheim besteht aus der Kernstadt Besigheim und dem am 1. September 1971 eingemeindeten Teilort Ottmarsheim, einer nordöstlich gelegenen Exklave. RaumplanungBesigheim bildet zusammen mit der Nachbarstadt Bietigheim-Bissingen ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Bietigheim-Bissingen/Besigheim gehören noch die Städte und Gemeinden im Norden des Landkreises Ludwigsburg, im Einzelnen: Bönnigheim, Erligheim, Freudental, Gemmrigheim, Hessigheim, Ingersheim, Kirchheim am Neckar, Löchgau, Mundelsheim, Sachsenheim, Tamm und Walheim. GeschichteBesigheim entstand im 12. Jahrhundert als stark befestigte staufische Stadt. Die erste urkundliche Erwähnung von Besigheim ist eine Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1153 in der der Staufer König Friedrich I. Barbarossa den Hof Besigheim dem Markgrafen Hermann III. von Baden übereignet. Ottmarsheim wurde im Jahre 766 erstmals urkundlich erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts wurden die obere und die untere Stadtburg in Besigheim errichtet. Im 16. Jahrhundert war die Stadt lange Zeit die umkämpfte letzte badische Besitzung am mittleren Neckar. 1504 wurde sie vom Herzogtum Württemberg erobert. Im Bauernkrieg wurde sie 1525 von den aufständischen Bauern besetzt, ging 1529 wieder an Baden und 1595 durch Kauf endgültig an Württemberg. Der Name Besigheims lässt sich von dem Name des Sippenhäuptlings Bäso ableiten. 1693 wurde die untere Stadtburg mit Ausnahme des Turms von französischen Truppen zerstört und 1750 gänzlich abgebrochen. Bis 1938 war die Stadt Verwaltungssitz des Oberamtes Besigheim, das dann im Landkreis Ludwigsburg aufging. ReligionenBesigheim ist seit der Reformation überwiegend evangelisch geprägt und hat auch heute eine evangelische Kirchengemeinde. Die Stadt ist zudem Sitz des Kirchenbezirks Besigheim der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und beherbergt eine Landeskirchliche Gemeinschaft. Aber auch eine römisch-katholische, eine evangelisch-methodistische und eine neuapostolische Gemeinde sowie die Zeugen Jehovas sind im Ort vertreten. PolitikStadtratDie Wahl zum Stadtrat am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
Wappen und FlaggeDas Wappen zeigt in Rot auf grünem Hügel eine zweitürmige, gezinnte silberne Burg mit offenem Tor. Die Besigheimer Stadtfarben sind Weiß-Rot. Der Hügel auf dem Wappen stellt den breiten Berg dar, auf dem die Altstadt von Besigheim sitzt. Die rote Farbe um die Burg symbolisiert den Wein. Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Ottmarsheim zeigte in geteiltem und oben gespaltenem Schild oben vorne in Gold eine liegende schwarze Hirschstange, hinten den schwarzen Großbuchstaben A, unten in Rot ein goldenes Hifthorn an grüner Fessel. Der Großbuchstabe verweist auf die Schreibweise Autmaresheim, unter der der Ort 766 zum ersten Mal erwähnt wurde. Städtepartnerschaften
Wirtschaft und InfrastrukturBesigheim ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Schalkstein des Bereichs Württembergisch Unterland im Weinbaugebiet Württemberg gehören. VerkehrDie Bundesstraße B 27 verläuft durch Besigheim. Seit 1991 wird der Durchgangsverkehr mit einem 178 m langen Tunnel unter der Altstadt hindurchgeleitet [1]. Der Ort liegt an der Frankenbahn (Stuttgart–Würzburg). Es gibt ungefähr im Halbstunden-Takt Verbindungen mit RegionalBahn-Zügen in Richtung Stuttgart und in Richtung Heilbronn. GerichtBesigheim verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Heilbronn und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört. BildungseinrichtungenMit dem Christoph-Schrempf-Gymnasium, der Maximilian-Lutz-Realschule, der Friedrich-Schelling-Schule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule), der in Ottmarsheim gelegenen Kreuzäcker-Grundschule und der Schule am Steinhaus (Förderschule) verfügt Besigheim über ein breites Schulangebot. Außerdem gibt es neun Kindergärten. Kultur und SehenswürdigkeitenBesigheim bietet eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbilder in Süddeutschland. Die hohen Stadtmauern sind fast komplett erhalten, ebenso die obere Stadtburg mit dem mächtigen Schochenturm und dem daneben stehenden Steinhaus, dem ehemaligen Wohnhaus der Burg. Von der unteren Stadtburg steht noch der ebenso mächtige Waldhornturm. Sehenswert ist außerdem die gotische Stadtkirche gleich neben dem Schochenturm, die malerische Altstadt mit ihren Gassen, den Fachwerkhäusern, dem Marktplatz und dem Rathaus von 1459. Im Erdgeschoss dieses Rathauses sind römische Reliefplatten mit Szenen aus dem Mithras-Kult eingemauert. Der alemannische Marktbrunnen mit dem Schildhalter, der das badische Wappen zeigt, erinnert an die badische Zeit. Der Ort liegt an der Württemberger Weinstraße und der Südroute der Deutschen Fachwerkstraße. Die nähere Umgebung Besigheims ist reizvoll durch die tief eingeschnittenen, steilen Flusstäler von Neckar und Enz, an deren Sonnenhängen intensiver Weinbau betrieben wird. Eine bekannte Weinlage und gleichzeitig ein beliebtes Wandergebiet sind die Hessigheimer Felsengärten. In den letzten Jahren waren die Höhenwege dort wegen heftiger Erosionserscheinungen, Bergrutsch- und Steinschlaggefahr allerdings für Wanderer gesperrt. Mittlerweile wurden umfangreiche Hangsicherungen vorgenommen. QuellenTexte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
