Biburg in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Verwaltungsge-
meinschaft:
Siegenburg
Koordinaten: 48° 48′ N, 11° 52′ O
Höhe: 376 m ü. NN
Fläche: 14,21 km²
Einwohner: 1244
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93354
Vorwahlen: 09444 (Dürnhart, Perka) 09443 (Biburg, Etzenbach, Rappersdorf, Altdürnbuch)
Kfz-Kennzeichen: KEH
Gemeindeschlüssel: 09 2 73 119
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 52
93354 Biburg
Webpräsenz: www.gemeinde-biburg.de
Bürgermeister: Thomas Zachmayer (Aktive Biburger Bürger)
Lage der Gemeinde Biburg im Landkreis Kelheim

Biburg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg.

Geografie

Biburg liegt in der Region Regensburg.

Es existieren folgende Gemarkungen: Altdürnbuch, Biburg. Weitere Ortsteile sind Dürnhart, Perka, Rappersdorf und Etzenbach.

Geschichte

Biburg wurde erstmals 1048-1060 als Piburch erwähnt. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, die der Malteserorden seit 1781 bis zu seiner Auflösung 1808 inne hatte. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Altdürnbuch kam zusammen mit Etzenbach und Rappersdorf erst mit der Gemeindegebietsreform 1978 zur Gemeinde Biburg.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 885, 1987 dann 939 und im Jahr 2000 1.277 Einwohner gezählt.

Politik

1.Bürgermeister ist seit 1996 Thomas Zachmayer (Aktive Biburger Bürger).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 399.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 49.000 €.

Partnerschaft

Die Gemeinde Biburg unterhält eine Partnerschaft zur Gemeinde Cauffry in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirchen

  • Wallfahrtskirche Allersdorf (liegt auf dem Gebiet der Stadt Abensberg, gehört aber zur Pfarrei Biburg)
  • Kirche St. Michael und Leonhard in Perka
  • Kirche St. Margaretha in Altdürnbuch
  • Erlöserkapelle
  • Pfarrkirche Maria Immaculata in Biburg

Die erhaltene Klosterkirche gehört zu den großartigen Zeugnissen romanischer Architektur in Bayern. Eine Weihe der Kirche ist 1133 bezeugt, der erhaltene Bau dürfte im wesentlichen noch im 12. Jh. fertiggestellt worden sein. Die Seitenschiffe wurden um 1400 gewölbt, das Mittelschiff um 1530.

1685 wurde dann die Kirche barockisiert. Der Jahresbericht lässt die bewusste Planung der Maßnahmen deutlich werden. Man habe die alte, aus solidem und trockenem Stein errichtete Substanz der Kirche in Gestalt des Kreuzes und die Einwölbung des Mittelschiffs und der Seitenschiffe belassen. Dunkle und unnütze Einbauten seien entfernt und vier neue Fenster eingebrochen worden, hierbei ging es in erster Linie um den Gewinn von mehr Licht für den Innenraum. Die Kirche habe ihr angenehmes Aussehen, auch hätten die Wände mit dem Gewölbe durch wiederholte Bemalung den alten Glanz zurückerhalten. Durch die beiden größeren Fenster zu beiden Seiten des Hochaltars habe man mehr Licht erzielt. Die beiden Seitenaltäre seien aus dem Dunklen in die beiden Arme des Chors übertragen worden, wobei jeder Altartisch durch einen quadratischen Stein mit marmorner Oberfläche ersetzt worden sei. Das Pflaster habe man durch ein neues Pflaster aus weißem Stein ersetzt. Zur Sakristei, die ein neues Gewölbe erhalten habe, sei ein neuer, bequemer Zugang geschaffen worden, indem die Stiege mit Steinstufen gefestigt worden sei. Die nicht unelegante Kapelle habe man ebenfalls mit einem Steinboden ausgestattet. Eine neue Krypta sei geschaffen worden, sie habe nun den Platz unterhalb der rechten Seite des Chors erhalten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 49 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort sechs Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 406. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 53 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.002 ha, davon waren 801 ha Ackerfläche und 201 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 2005 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: Kindergarten Zwergenland und Kindergarten Rübezahl (Montessori-Kindergarten)
  • Volksschulen: Freie Schule im Abenstal, (Montessorischule)

Persönlichkeiten

  • hl. Eberhard, Erzbischof von Salzburg (erster Abt des Biburger Klosters) (1085/1089 bis 1164)
  • sel. Berta von Biburg (Stifterin des Klosters von Biburg) (1060 bis 1130)
  • Ludwig Valentin Angerer, Maler und Fantast (geb. 1938), Filmarchitekt (Die unendliche Geschichte II, nach Michael Ende), Bühnenbildner (Der kleine Hobbit, nach J.J.R.Tolkien), Bildhauer (Erlöserkapelle in Biburg), Autor von: "Kulturpause", Ein verlorener Traum und Kein verlorener Traum



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Informationsportal über Biburg in Bayern - 23.5.2012