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Bietigheim ist eine Hardtgemeinde 7 km nördlich von Rastatt, 17 km südlich von Karlsruhe, westlich des Schwarzwaldes und östlich des Rheins, nahe zur Grenze Frankreichs. GeografieBietigheim liegt in der 30 km breiten „Oberrheinischen Tiefebene”, die auf der einen Seite vom Schwarzwald und auf der anderen Seite von den französischen Vogesen begrenzt wird. Der Großteil der Ortschaft liegt auf dem Hochgestade, ein kleinerer Ortsteil befindet sich direkt an der Stufung zur Rheinniederung. NachbarorteIn unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Orte Ötigheim, Muggensturm, Malsch, Durmersheim, und Elchesheim-Illingen. Die nächstgelegenen Städte sind Baden-Baden, Ettlingen, Karlsruhe, Rastatt und Rheinstetten. GeschichteDie Endung -heim deutet darauf hin, dass Bietigheim eine fränkische Siedlung war. Die älteste urkundliche Erwähnung Bietigheims, stammt vom Kloster Weißenburg. Dort schreibt ein Abt Namens Edlin über die Besitzungen des Klosters Weißenburg in Bietigheim. Diese erste urkundliche Erwähnung im Jahre 991 ist jedoch nicht der Zeitpunkt der ersten Besiedlung des Ortes, dieser liegt viel früher. Seit ca. 4.500 v. Christus sind Funde einer steinzeitlichen Besiedlung der Region bekannt. Zeittafel
OrtsnamenIm Laufe der Geschichte hatte Bietigheim unterschiedliche Bezeichnungen unter anderem waren dies: Biutincheim, Bütenkeyn, Biticken, Bitingen Einwohnerentwicklung
SpitznameDie Bewohner Bietigheims nennen sich selbst die "Bietjer". Wie in fast jeder Gemeinde in dieser Region haben auch die Bietigheimer einen Spitznamen: Sie werden "Kieholzbuwe" genannt. Der Spitznamen kommt aus Zeiten in denen die Bietigheimer noch überwiegend von der Landwirtschaft lebten und über jeden Zusatzverdienst in den schlechten Zeiten froh waren. Die Bietigheimer, aber nicht nur diese, ließen sich dabei etwas besonderes einfallen, sie verkauften Kienholz. Das Kienholz wird aus dem Wurzelstock der Kiefer gewonnen, und dient zum Anzünden von Holzfeuern und zum Vertreiben von Motten. Auf der Gemarkung von Bietigheim wuchsen in früheren Zeiten sehr viele Kiefern, die von den Einwohnern zur Harzgewinnung angezapft wurden. Fällte man eine Kiefer, so blieb ihr Wurzelwerk noch einige Jahre im Boden, damit sich der Wurzelstock mit Harz anreichern konnte. Anschließend wurde dieser ausgegraben und unter großer Mühe in die Höfe verbracht. Dort zerteilte man das harzgetränkten Wurzelholz mit Axt, Hammer und Säge in kleine Stücke, die man zu Bündel a 10 Stück schnürte. Diese Bündel wurden dann in den angrenzenden Städten Rastatt, Karlsruhe und Baden-Baden am Wochenmarkt, an Gaststätten, an Zwischenhändler oder schlicht von Haus zu Haus verkauft. Der Verdienst lag in den zwanziger Jahren bei rund 5 Pfennig pro Bündel Kienholz, was am Tagesende einen einträglichen Verdienst darstellte. Heute gibt es in Bietigheim keinen Kienholzhandel mehr, aber der Spitzname ist geblieben. PolitikBürgermeister von Bietigheim ist Ernst Kopp (SPD)
Ernst Kopp ist Mitglied des Kreistages. Parteien:
WappenIn Bietigheim ist seit 1610 ein Wappen bekannt. Das heutige Wappen beruht auf einem Entwurf des Generallandesarchiv von 1900 und wird seit Juni 1906 in der Gemeinde verwendet. Das Wappen ist eine neue Zusammenstellung des Wappens von 1610 mit Schild und Kreuz und ist in den badischen Farben gehalten. GemeindepartnerschaftenBietigheim unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
Wirtschaft und InfrastrukturBietigheim ist überwiegend eine Wohngemeinde für Pendler in die Städte Karlsruhe, Rastatt und das Murgtal. In vergangenen Zeiten war Bietigheim ein bäuerlich geprägtes Dorf das sich durch den Anbau von Kartoffeln, Getreide und die Viehzucht auszeichnete. Durch die zentrale Lage im Zentrum Europas und die gute Verkehrsanbindung ist Bietigheim ein guter logistischer Standort für Speditionen geworden, welche sich im Industriegebiet angesiedelt haben. VerkehrDie Bundesstraße B 3 geht durch die Bietigheimer Gemarkung, genauso wie die Bundesautobahn A 5. Ansässige UnternehmenNeben vielen kleineren Unternehmen des Mittelstandes ist vor allem Lidl mit einem Zentrallager ein großer Arbeitgeber. BildungDie Gemeinde hat neben zweier Kindergärten St. Gabriel und St. Michael, eine Grundschule und eine Haupt- und Werkrealschule. Weiterführende Schulen sind in der Nachbargemeinde Durmersheim und in Rastatt zu finden. Kultur und SehenswürdigkeitenDie Gemeinde erreichte im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” im Jahre 2003 den 1. Preis und im Jahre 2006 den 2. Preis. Direkt an der "Badischen Spargelstraße" gelegen, kann man während der Spargelsaison in der lokalen Gastronomie, sowohl die gute badische Küche, als auch kulinarische Köstlichkeiten rund um das Edelgemüse genießen. Eine besondere touristische Sehenswürdigkeit ist der grenzüberschreitende "PAMINA-Rheinpark", ein Ökomuseum, das wissenswertes über die Lebensräume des Oberrheins vermittelt. Ein gut ausgeschildertes Radwegenetz führt durch die einzigartige Auenlandschaft hin zu den Stationen und Museen an beiden Seiten des Rheins. Das Wahrzeichen von Bietigheim ist die alte Kapelle, die im Jahre 1150 erbaut wurde. Die Kirche stellt die älteste erhaltene Kirche der Hardt dar und beinhaltet einen Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. ReligionenBietigheim ist überwiegend römisch-katholisch geprägt, es gibt aber auch eine evangelische Kirche im Ort. Durch den Beschluss des Augsburger Religionsfriedens, nachdem der Landesfürst die Religion der Untertanen bestimmen konnte, wechselte Bietigheim des öfteren die Religionszugehörigkeit. Im Zeitraum von 1534 bis 1634 wechselte die Glaubensrichtung achtmal, um schließlich katholisch zu bleiben. 1714 gab es in Bietigheim einen evangelischen Einwohner. 1846 gab es in Bietigheim drei evangelische erwachsene Einwohner. BauwerkeDas die Ortschaft überragende Bauwerk ist die in der Umgebung höchste katholische Kirche Heilig Kreuz von 1863. Ferner gibt es eine alte Kapelle von 1150, die 1748 nach Plänen von Johann Peter Ernst Rohrer ein barockes Aussehen erhalten hat.
Regelmäßige VeranstaltungenJährlich findet im August das Bietigheimer Volksfest statt. Alle zwei Jahre findet seit 1978 inmitten des Ortskerns, rund um die Kirche, das Dorffest am ersten Wochenende im September statt. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
NamenDie 10 häufigsten Nachnamen in Bietigheim sind: Bertsch, Dürrschnabel, Ganz, Hartmann, Heck, Hettel, Jung, Kühn, Matz, Schmitt und Volz. Ansonsten findet man neben anderen noch viele Namen wie: Arand, Bauer, Beckert, Deck, Dreixler, Essig, Hammer, Herm, Kambeitz, Klumpp, Kölmel, Mockert, Müller, Pfaff, Pfirrmann, Rapp, Rastätter, Rittler, Schenkel, Schorpp, Schröder, Speck, Stemmle, Stoll, Strotz, Trickel, Weber und Westermann. In früheren Zeiten fanden sich noch folgende ausgestorbene oder ausgewanderte Familiennamen: Asprian, Dung, Hahn, Herbst, Koppert, Lausch, Natalis und Scheider Die frühesten Familien am Ort erwähnten Familiennamen sind:
Vereine und OrganisationenIn Bietigheim sind ca. 40 Vereine und Organisationen eingetragen. Den Bürgern wird eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten, sich in sportlicher, kultureller bzw. sozialer Art und Weise zu engagieren. Literatur
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