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Bilsen ist eine Gemeinde nördlich von Hamburg, im südlichen Schleswig-Holstein. Es ist eine der zehn Gemeinden im Amtsgebiet des Amtes Rantzau im Norden des Kreises Pinneberg. GeografieDer Ort liegt ca. 14 km nördlich von Hamburg, unmittelbar an der Bundesstraße 4 GeschichteIn Bilsen findet sich das größte Hünengrab Schleswig-Holsteins (Dreebargen) und in unmittelbarer Nachbarschaft (früher zu Bilsen gehörig) liegt ein größeres Hünengräberfeld (Süllberge). Diese Gräber aus der Bronzezeit, von denen noch eine ausgezeichnet erhaltene Urne im schleswig-holsteinischen Landesmuseum zeugt, machen deutlich, dass das Gebiet um Bilsen schon in der Bronzezeit Siedlungsgebiet von Menschen war. Urkundlich erwähnt wird Bilsen aber erst im Jahre 1148. In einer Kopie einer Urkunde Heinrich des Löwen wird von einem „Marcradus de Bilsele” berichtet. Also war Bilsen Sitz eines angesehenen Adelsgeschlechtes, das über hundert Jahre Bilsen beherrscht haben muss, denn es wird 1279 noch einmal im Zusammenhang mit Barmstedt erwähnt. Aus diesem Jahr stammt die erste Originalurkunde, in der Bilsen als „Bilsen” erwähnt wird. Nachdem damals „Normannus de Bilsen” gestorben war, wurde das Dorf an „Margarete zu Barmstede” verkauft. Im Jahre 1340 gehörte Bilsen dann wenigstens teilweise einem Claus von Wedel, der es wiederum an Wedekind von Hamme verkaufte. Dessen Söhne Henneke und Friedrich vererbten es an die Schwester Gertrud, welche mit „Henning von Alversloh”, genannt von Caden, verheiratet war. Der lebte auf dem Gut Kaden, auf dem heute die internationalen Deutschen Golfmeisterschaften ausgetragen werden. Im Jahre 1385 verkaufte Henning von Alversloh das Dorf Bilsen an das Kloster Harvestehude zum Preis von 600 hamburgischen Münzen. Das katholische Nonnenkloster Harvestehude wurde 1530 im Verlauf der Reformation zerstört und die Konventualinnen verjagt. Die inzwischen zum evangelischen Glauben übergetretenen Nonnen sammelten sich wieder und fanden 1531 im St. Johannis-Kloster eine neue Heimstätte. Hier lebten sie in Form eines Damenstiftes, dem auch die ehemaligen Besitzungen (wie Bilsen) zugesprochen wurden. Die Klosterdamen feierten durchaus fröhliche Feste in Bilsen und selbst Hamburger Ratsherren und Bürgermeister waren in dem kleinen Dorf zu Gast. Das Hamburger Kloster konnte auch die Gerichtsbarkeit über die Dorfbewohner ausüben. Erst im Jahre 1803 kommt Bilsen nach der Aufhebung des Hamburger Domkapitels durch Tausch gegen Alsterdorf unter dänische Herrschaft und wird der Waldvogtei Pinneberg zugeschlagen. Später gehörte es zum Amt Hemdingen und nach dem Krieg zum Amt Rantzau. PolitikBilsen gehört zum Amt Rantzau im Kreis Pinneberg. Das Amtsgebiet umfasst rund 11.193 ha und besteht aus zehn Gemeinden mit rund 7800 Einwohnern. Das Amtsgebiet liegt im Norden des Kreises Pinneberg. BürgermeisterNebenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde ist Rainer Ute Harms CDU. WappenIm November 1977 hat Bilsen ein Wappen bekommen, die einzelnen Symbole haben die folgende Bedeutung: In Silber ein blaues Lilienkreuz. Das besonders attraktive Kreuz wurde deswegen gewählt, weil die Lilie eines der zahlreichen Symbole Marias als Patronin von Harvestehude war, dem Kloster, zu dem Bilsen gehörte. Der rote Querbalken symbolisiert die Bundesstraße 4. Diese mitten durch Bilsen führende Straße ist die Nachfolgerin der ersten in Schleswig-Holstein gebauten Kunststraße. In Silber ein Eichenblatt. Es symbolisiert den Bilsener Wohld. Die Eiche gilt als der typische Baum des früheren Waldes (die Schweine wurden in die Eichelmast getrieben). Partnergemeinden
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