Birkenau in Hessen


Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Bergstraße
Koordinaten: 49° 34′ N, 8° 42′ O
Höhe: 120 m ü. NN
Fläche: 24,56 km²
Einwohner: 10.977
Bevölkerungsdichte: 447 Einwohner je km²
Postleitzahl: 69488 (alt: 6943)
Vorwahlen: 06201, 06209
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 004
Gemeindegliederung: Kerngemeinde, 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 119
69488 Birkenau
Webpräsenz: www.birkenau.de
Bürgermeisterin: Ingrid Berbner (FWG)

Birkenau im Odenwald (Beiname: „Das Dorf der Sonnenuhren”) ist eine Gemeinde des Kreis Bergstraße im Süden von Hessen (Deutschland).

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Weschnitztal im Odenwald etwa 25 km nördlich von Heidelberg und rund 20 km nordöstlich von Mannheim. Sie befindet sich an der B 38 und wird von der Weschnitz durchflossen.

Nachbargemeinden und -kreise

Birkenau grenzt im Norden an die Gemeinde Mörlenbach, im Osten an die Gemeinde Abtsteinach, im Süden an die Gemeinde Gorxheimertal sowie im Westen an die Städte Weinheim und Hemsbach (beide Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg).

Klima

Durch die Lage nahe an der Bergstraße herrscht in Birkenau ein mildes Klima, das häufig in einer für Deutschland sehr frühen Mandelbaumblüte sichtbar wird.

Geschichte

Birkenau wurde 795 n. Chr. im Lorscher Codex als eine Cella des Klosters Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Als Besitz des Lorscher Klosters fiel es 1232 unter die Herrschaft des Erzbistums Mainz. Die Ortsteile Hornbach und Balzenbach waren dagegen kurpfälzisch, so dass sie nach der Reformation unterschiedlichen Bekenntnissen angehörten. 1552 wird das Rathaus erbaut, 1771 das Schloß der Herren Wambolt von Umstadt. Bis 1964 wuchs die Einwohnerzahl auf über 5.000 an. 1967 wurde die Gemeinde als Erholungsort und 1979 als Luftkurort anerkannt. 1995 feierte Birkenau das 1200-jährige Bestehen.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,6 13 37,4 14
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 38,3 14 44,4 16
FDP Freie Demokratische Partei 5,1 2 4,5 2
FWV Freie Wählervereinigung Birkenau 21,0 8 13,6 5
gesamt 100 37 100 37
Wahlbeteiligung in % 52,3 54,4

Städtepartnerschaft

  • La Rochefoucauld, Département Charente, Frankreich

Wappen

Blasonierung: In Rot eine silberne mit silbernem Maueranker belegte entwurzelte Birke

Erläuterung: Die Bedeutung des Wappens, dessen Stilelemente teilweise auf Zentsiegeln und Marksteinen bis in das 16. Jahrhundert zurück verfolgt werden können, ist unklar. Vor allem das als Maueranker gedeutete Zeichen ist umstritten und könnte auch eine Weberhaspel gewesen sein. Mit Urkunde vom 22. Juli 1926 verlieh der Innenminister des Volksstaates Hessen der Gemeinde das Recht zur Führung des vorgenannten Wappens.

Verkehr

Birkenau liegt an der Weschnitztalbahn von Weinheim nach Fürth im Odenwald, von der die Überwaldbahn nach Wald-Michelbach abzweigte.

Weiterhin führt die Bundesstraße B 38 durch Birkenau.
1999 wurde im Rahmen einer Ortsumgehung Birkenaus der Saukopftunnel eingeweiht.

Öffentliche Einrichtungen

  • Freibad Birkenau
  • Hallenbad Langenberg

Bildungseinrichtungen

  • 7 Kindergärten
  • 2 Grundschulen ( Sonnenuhrenschule, Grundschule Nieder-Liebersbach )
  • 1 Haupt- und Realschule ( Langenbergschule )

Stadtgliederung

  • Birkenau
  • Buchklingen
  • Hornbach
  • Kallstadt
  • Löhrbach
  • Nieder-Liebersbach
  • Reisen
  • Schnorrenbach

Vereine

  • TSV Birkenau (Handball)
  • VfL Birkenau (Fußball)
  • BCV (Birkenauer Carnevals Verein)
  • B-Radio (Birkenauer Radio e.V.)
  • TTG Birkenau (Tischtennis)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Historisches Rathaus (1552 - das Älteste im Kreis Bergstraße) mit Pranger und Normal-Elle
  • Birkenauer Barockschloss und Schlosspark des Freiherrn von Wamboldt
  • Dorf der Sonnenuhren (über 100 Uhren)
  • Sonnenuhrenschule Birkenau

Sonstiges

Im Jahr 2000 wurde das Ortsschild von Birkenau mit dem Begriff „Pfauenschreidorf” überklebt, vermutlich von einem lärmgeplagten Anwohner des Schlossparks. Seitdem ist dies ein heimlicher Beiname der Weschnitztalgemeinde. Im Birkenauer Schlosspark leben zahlreiche Pfauen und es ist durchaus schon zu beobachten gewesen, dass diese z.B. auf der stark befahrenen Bundesstraße 38 stolzierend für Verkehrsbehinderungen sorgen.

Siehe auch

  • Portal:Odenwald



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Informationsportal über Birkenau in Hessen - 23.5.2012