Birstein in Hessen


Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Koordinaten: 50° 21′ N, 9° 19′ O
Höhe: 268 – 570 m ü. NN
Fläche: 86,63 km²
Einwohner: 6598
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63633
Vorwahl: 06054
Kfz-Kennzeichen: MKK, alt: HU, noch älter GN
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 004
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Carl-Lomb-Str. 1
63633 Birstein
Webpräsenz: www.birstein.de
Bürgermeister: Wolfgang Gottlieb (parteilos)

Birstein ist eine Gemeinde am nordöstlichen Rande des Main-Kinzig-Kreises in Hessen (Deutschland) mit rund 6.600 Einwohnern.

Geografie

Geografische Lage

Die Flächengemeinde liegt am südlichen Fuße des Vogelsbergs und wird von seinen Einwohnern daher liebevoll auch „Perle des Vogelsbergs” genannt.

Nachbargemeinden und -kreise

Birstein grenzt im Norden an die Gemeinde Grebenhain (Vogelsbergkreis), im Osten an die Gemeinde Freiensteinau (Vogelsbergkreis) und die Stadt Steinau an der Straße, im Süden an die Stadt Bad Soden-Salmünster und die Gemeinde Brachttal sowie im Westen an die Gemeinde Kefenrod und die Stadt Gedern (beide Wetteraukreis).

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Birstein, Bösgesäß, Böß-Gesäß, Fischborn, Hettersroth, Illnhausen, Kirchbracht, Lichenroth, Mauswinkel, Oberreichenbach, Obersotzbach, Unterreichenbach, Untersotzbach, Völzberg, Wettges und Wüstwillenroth.

Die Unterscheidung nach Bösgesäß (ohne Bindestrich) und Böß-Gesäß (mit Bindestrich) beruht auf den Ergebnissen des Wiener Kongresses. Dort wurde der durch den Ort fließende Bach "Bracht" als Grenze festgelegt. Der am linken Bachufer gelegene Ortsteil fiel an Preußen und wurde daher Preußisch-Bösgesäß genannt; Verwaltungstechnisch trägt die 80-Einwohnergemeinde heute die Bezeichnung Bösgesäß I. Der Ortsteil am rechten Bachufer hingegen fiel an Hessen-Darmstadt und wurde Hessisch-Bösgesäß genannt; das heutige Böß-Gesäß II hat etwa 105 Einwohner. Beide Ortsteile liegen nur etwa 100 Meter auseinander.

Zum Ortsteil Hettersroth gehören noch folgende Teile: Höfen, Birkenstöcke und Loosemühle. Aufgrund ihrer geringen Größe werden diese offiziell meist nicht explizit genannt.

Zur Kerngemeinde Birstein gehört noch der inoffizielle Ortsteil "Unterberg".

Geschichte

Das "castrum birsenstein" (birsen=birschen, mit Spürhunden jagen) wurde 1279 erstmals urkundlich erwähnt.

Religionen

Die Bevölkerung der Gemeinde Birstein ist zu einem recht hohen Anteil evangelischen Glaubens. Neben den fünf evangelischen Kirchen in dem Gemeindegebiet existiert eine katholische Kirche und weitere Glaubensgemeinschaften. Während der Nazizeit wurde Birstein durch die Verwaltung für Judenfrei erklärt.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 34,3 9 33,6 10
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,9 9 34,7 11
FBG Freie Bürgergemeinschaft 28,8 7 25,3 8
GRÜNE BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 6,5 2
gesamt 100,0 25 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 49,6 59,4

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Schloss mit Schlosspark
  • Vogelsberger Dom [1] im Ortsteil Unterreichenbach

Persönlichkeiten

Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Anton Praetorius (* 1560 in Lippstadt; † 6. Dezember 1613 in Laudenbach), reformierter Theologe, 1596–1597
  • Carl Lomb war nach seiner Auswanderung nach Amerika zu Reichtum gekommen und stiftete zwei Buntglasfenster „Kreuzigung Christi” und „Auferstehung Christi”, in der ev. Kirche in Birstein.



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Informationsportal über Birstein in Hessen - 23.5.2012