Bischoffen in Hessen


Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Koordinaten: 50° 42′ N, 8° 23′ O
Höhe: 307 m ü. NN
Fläche: 35,37 km²
Einwohner: 3554
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35649
Vorwahl: 06444
Kfz-Kennzeichen: LDK
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 002
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 23
35649 Bischoffen
Webpräsenz: www.bischoffen.de
Bürgermeister: Harald Semler
Lage der Gemeinde Bischoffen im Lahn-Dill-Kreis

Bischoffen ist eine Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, Deutschland.

Geografie

Geografische Lage

Bischoffen liegt Lahn-Dill-Bergland an der Aartalsperre. Mit dieser wird die Aar, ein linker Zufluss der Dill, zu einem 57 ha großen See aufgestaut, der hauptsächlich dem Hochwasserschutz dient, aber mittlerweile auch für Freizeitaktivitäten genutzt wird.

Nachbargemeinden und -kreise

Bischoffen grenzt im Norden an die Gemeinde Bad Endbach und die Stadt Gladenbach, im Osten an die Gemeinde Lohra (alle drei im Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Südosten an die Gemeinde Biebertal (Landkreis Gießen), im Süden an die Gemeinde Hohenahr, im Südwesten an die Gemeinde Mittenaar sowie im Westen an die Gemeinde Siegbach (alle drei im Lahn-Dill-Kreis).

Gliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Bischoffen, Niederweidbach (Sitz der Gemeindeverwaltung), Oberweidbach, Roßbach und Wilsbach.

Geschichte

Nieder- und Oberweidbach wurden bereits um das Jahr 800 im Codex Eberhardi des Klosters Fulda erstmals urkundlich erwähnt. Die Ersterwähnung der anderen Orte erfolgte Ende des 13. bis Anfang des 14. Jahrhunderts. Die Dörfer gehörten zu verschiedenen geistlichen und weltlichen Herrschaften, im Laufe der Zeit erwarb jedoch, verbunden mit Besitzteilungen, Verpfändungen und Fehden die Grafschaft Solms große Teile des heutigen Gemeindegebiets.

Zwischen den Herrschaftsgebieten der Landgrafen von Hessen, der Kurfürsten von Mainz, der Freien Reichsstadt Wetzlar und der Grafen von Nassau war die politische Lage stets unruhig. Im Dreißigjährigen Krieg erlitten die Bewohner Not, Drangsal und Zerstörung. Hiervon erholten sich die Orte nur langsam wieder.

Der heutige Ort Bischoffen war im Mittelalter in die beiden Ortschaften Ober- und Niederbischoffen unterteilt. Oberbischoffen starb während der Pest und anderen Epidemien aus und wurde dann zu einer Wüstung erklärt. Niederbischoffen wurde in späteren Urkunden nur noch Bischoffen genannt. Besondere Bedeutung erhielt Bischoffen während des Baus der Köln-Leipziger Handelsstraße, auf deren Linien später auch die Aar-Salzböde-Bahn und die B 255 gebaut wurden.

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet der Gemeinde neu aufgeteilt: Bischoffen, Niederweidbach und Roßbach kamen zum Großherzogtum Hessen, Ahrdt und Mudersbach zum Königkreich Preußen. Bis zur Gebietsreform 1972 gehörten die Ortsteile der Gemeinde zum Kreis Biedenkopf, wurden auf Grund ihrer geografischen Lage und wirtschaftlichen Orientierung aber dem neuen Lahn-Dill-Kreis zugeordnet.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 38,3 9 33,8 8
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,7 4 16,0 3
FWG Freie Wählergemeinschaft 32,4 7 33,8 8
KD Kommunal Direkt 12,7 3 16,5 4
gesamt 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 45,8 51,2

Wappen

Beschreibung: Schräglinks geteilt von blau und grün durch einen silbernen (weißen) Wellenbalken; begleitet oben von der goldenen Krümme eines Bischofsstabes, unten von einer golden Jakobsmuschel. Der schräglinke Wellenbalken versinnbildlicht die das Gemeindegebiet durchfließende Aar, während die Krümme des Bischofsstabes für den Namen der Gemeinde steht. Die Jakobsmuschel ist das Symbol einer der Figuren, die im Altar der Evangelischen Marienkirche Niederweidbach steht, des Heiligen Jakobus. Niederweidbach lag seit 1357 an einem Jakobsweg.




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Informationsportal über Bischoffen in Hessen - 23.5.2012