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Bischoffen ist eine Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis in Hessen, Deutschland. GeografieGeografische LageBischoffen liegt Lahn-Dill-Bergland an der Aartalsperre. Mit dieser wird die Aar, ein linker Zufluss der Dill, zu einem 57 ha großen See aufgestaut, der hauptsächlich dem Hochwasserschutz dient, aber mittlerweile auch für Freizeitaktivitäten genutzt wird. Nachbargemeinden und -kreiseBischoffen grenzt im Norden an die Gemeinde Bad Endbach und die Stadt Gladenbach, im Osten an die Gemeinde Lohra (alle drei im Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Südosten an die Gemeinde Biebertal (Landkreis Gießen), im Süden an die Gemeinde Hohenahr, im Südwesten an die Gemeinde Mittenaar sowie im Westen an die Gemeinde Siegbach (alle drei im Lahn-Dill-Kreis). GliederungDie Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Bischoffen, Niederweidbach (Sitz der Gemeindeverwaltung), Oberweidbach, Roßbach und Wilsbach. GeschichteNieder- und Oberweidbach wurden bereits um das Jahr 800 im Codex Eberhardi des Klosters Fulda erstmals urkundlich erwähnt. Die Ersterwähnung der anderen Orte erfolgte Ende des 13. bis Anfang des 14. Jahrhunderts. Die Dörfer gehörten zu verschiedenen geistlichen und weltlichen Herrschaften, im Laufe der Zeit erwarb jedoch, verbunden mit Besitzteilungen, Verpfändungen und Fehden die Grafschaft Solms große Teile des heutigen Gemeindegebiets. Zwischen den Herrschaftsgebieten der Landgrafen von Hessen, der Kurfürsten von Mainz, der Freien Reichsstadt Wetzlar und der Grafen von Nassau war die politische Lage stets unruhig. Im Dreißigjährigen Krieg erlitten die Bewohner Not, Drangsal und Zerstörung. Hiervon erholten sich die Orte nur langsam wieder. Der heutige Ort Bischoffen war im Mittelalter in die beiden Ortschaften Ober- und Niederbischoffen unterteilt. Oberbischoffen starb während der Pest und anderen Epidemien aus und wurde dann zu einer Wüstung erklärt. Niederbischoffen wurde in späteren Urkunden nur noch Bischoffen genannt. Besondere Bedeutung erhielt Bischoffen während des Baus der Köln-Leipziger Handelsstraße, auf deren Linien später auch die Aar-Salzböde-Bahn und die B 255 gebaut wurden. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet der Gemeinde neu aufgeteilt: Bischoffen, Niederweidbach und Roßbach kamen zum Großherzogtum Hessen, Ahrdt und Mudersbach zum Königkreich Preußen. Bis zur Gebietsreform 1972 gehörten die Ortsteile der Gemeinde zum Kreis Biedenkopf, wurden auf Grund ihrer geografischen Lage und wirtschaftlichen Orientierung aber dem neuen Lahn-Dill-Kreis zugeordnet. PolitikGemeindevertretungDie Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
WappenBeschreibung: Schräglinks geteilt von blau und grün durch einen silbernen (weißen) Wellenbalken; begleitet oben von der goldenen Krümme eines Bischofsstabes, unten von einer golden Jakobsmuschel. Der schräglinke Wellenbalken versinnbildlicht die das Gemeindegebiet durchfließende Aar, während die Krümme des Bischofsstabes für den Namen der Gemeinde steht. Die Jakobsmuschel ist das Symbol einer der Figuren, die im Altar der Evangelischen Marienkirche Niederweidbach steht, des Heiligen Jakobus. Niederweidbach lag seit 1357 an einem Jakobsweg. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
