Blumberg in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Koordinaten: 47° 50′ N, 8° 32′ O
Höhe: 704 m ü. NN
Fläche: 98,68 km²
Einwohner: 10.520
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78176
Vorwahlen: 07702 und 07736
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 005
Stadtgliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 97
78176 Blumberg
Webpräsenz: www.stadt-blumberg.de
Bürgermeister: Matthias Baumann

Blumberg ist eine Stadt etwa 15 km südlich von Donaueschingen, am Südrand des Schwarzwaldes an der deutsch-schweizerischen Grenze in Baden-Württemberg.

Geografie

Stadtgliederung

Die Stadt besitzt mit dem Ortsteil Achdorf am Wutachknie die einzige dauerhafte Besiedlung innerhalb der 30 km langen Wutachschlucht.
Weitere Ortsteile sind (seit 1971) Epfenhofen, Kommingen, Nordhalden, (seit 1972) Hondingen, Riedöschingen, Riedböhringen, (seit 1975) Fützen, sowie Randen und Zollhaus.

Geschichte

Blumbergs Entstehung geht auf die Herrschaftsentwicklungen im 13. Jahrhundert zurück. Die Herren von Blumberg, die man Blumegger Herkunft zuordnet, wurden erstmals im Jahre 1260 erwähnt. Die tatsächliche Entstehung Blumbergs wird aber weit vor diesem Datum vermutet. Jedenfalls haben schon in der Steinzeit hier Menschen gelebt, wie archäologische Funde belegen.

Der Steppacher Hof als eine der ältesten Siedlungen tauchte schon im 12. Jahrhundert erstmals auf. Im Mittelalter entstand oberhalb des Wutachtals die Burg Blumberg, die erheblich zur Siedlungsentwicklung beitrug. Um die Burg wuchs – wie in der mitteleuropäischen Entwicklung üblich - allmählich das sogenannte "Städtle".

Unter der Herrschaft der Fürstenberger wuchs Blumberg zu größerer Bedeutung heran - und erhielt Anfang des 15. Jahrhunderts den Titel "Stadt”. Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg zerstört.
Nach 1648 erlebte Blumberg aufgrund seiner Erzvorkommen eine Blütezeit, der allerdings nicht sehr lange anhielt.

1935 bis 1943 wurde der Erzabbau wiederaufgenommen, was zu einem rapiden Bevölkerungswachstum führte. 1945 wurde die Stadt von den Franzosen besetzt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Blumberg liegt an der Wutachtalbahn von Waldshut nach Immendingen und ist an das Ringzug-System angeschlossen, das Blumberg mit Immendingen, Tuttlingen und Rottweil verbindet. Darüber hinaus verkehrt die Museumsbahn Wutachtalbahn („Sauschwänzlebahn”) zwischen Blumberg und Weizen, die von der Stadt seit ihrer Gründung im Jahr 1976 maßgeblich unterstützt wird. Blumberg verfügt über Ringzug-Haltepunkte in den Stadtteilen Zollhaus und Riedöschingen sowie über die Halte Epfenhofen, Fützen und Wutachblick, die von der Museumsbahn bedient werden. Blumberg ist in den Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar eingegliedert.

Unternehmen

Der Ort ist Standort eines der bedeutendsten Hersteller von Motorventilen (TRW Automotive GmbH), und Heimat einer Wellpappfabrik (Straub Verpackungen). Außerdem ist ein namhafter Hersteller Schwarzwälder Schinkens ortsansässig (Lutz Fleischwaren AG).
Die Firma MC Technology (Hersteller von analogen und digitalen Telekommunikationskomponenten, Anschlussklemmen, passive Netzwerkkomponenten, Zeit- und Industrierelais), die Firma Federle (Stahlbau) und die Firma Teubert (Stahl- und Maschinenbau) sind ebenfalls in Blumberg ansässig.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Am Bahnhof Zollhaus-Blumberg ist das Museum der Wutachtalbahn zu besichtigen.

In Riedböhringen ist im Geburtshaus von Kardinal Bea ein Museum über ihn eingerichtet worden. Führungen finden nach Absprache statt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Augustin Kardinal Bea (* 25. Mai 1881 in Riedböhringen, † 16. November 1968 in Rom) war (seit 1956) ein römisch-katholischer Kardinal.



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Blumberg in Baden-Württemberg - 23.5.2012