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Bönnigheim ist eine Stadt im Norden des Landkreises Ludwigsburg, am Rande des Stromberg und des Zabergäu gelegen. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Ludwigsburg und Heilbronn. GeschichteEntwicklung der StadtDie erste Urkundliche Nennung Bönnigheims findet sich 793 im Lorscher Codex. Am 16. Februar 793 vermachte die Nonne Hiltburg die Gemeinden Bönnigheim, Erligheim und Alt-Cleebronn dem Kloster Lorsch. Durch diese Schenkung kam Bönnigheim an das Erzbistum Mainz. Das Kloster Hirsau kaufte den Ort später zu Lehen und verkaufte ihn 1284 an das Kloster Bebenhausen. Im selben Jahr erlangte Bönnigheim das Stadtrecht. Ganerbentum1288 ging das Lehen an Rudolf von Habsburg über, der die Stadt 1291 seinem Sohn Albrecht von Löwenstein überließ. Durch Erbschaft, Heirat und Kauf kam es zu einer Zersplitterung des Besitzes, aus dem das Ganerbentum hervorging, das bis 1750 Bestand hatte. Während dieser Zeit wurde der Besitz der immer noch unter Mainzer Hochherrschaft stehenden Stadt auf vier Adelsgeschlechter (Sachsenheim, Liebenstein, Herren von Gemmingen, Grafen von Neipperg) aufgeteilt. Jedem Ganerben stand ein Viertel der Stadt zu. Es ist nicht möglich, eine Stadt in vier Sektoren zu gliedern, ohne dass es zu Einschnitten im gesellschaftlichen Leben kommt. Auch sind Streitereien unter den Erben bei einer solchen Situation kaum etwas Besonderes. Aus diesem Grund wurde 1388 der Burgfrieden geschlossen, mit dem Bönnigheim seine erste Stadtordnung bekam. Im Burgfrieden legten die Ganerben fest, aus ihren Reihen alle zwei, später alle drei Jahre einen Baumeister zu wählen, der für die Verwaltung der Stadt verantwortlich war. Der jeweilige Baumeister bezog seinen Wohnsitz in der Burg. Weiterhin geregelt waren darin die Wahlen von Stadtrat und Bürgermeister, sowie die Bestellung eines Amtmannes. Im Bauernkrieg wurde die Burg niedergebrannt, 1546 wieder aufgebaut, 1697 jedoch teilweise wieder eingerissen. In diesem Zustand ist sie heute noch erhalten. Neuzeit1750 kaufte Graf Friedrich Graf Stadion die Stadt und beendete damit das Ganerbentum. 1756 ließ er das prachtvolle Schloss bauen. 1785 ging die Stadt Bönnigheim durch Kauf Herzog Carl Eugens an Württemberg über. dort gehörte es zum Oberamt Besigheim, das 1938 im Landkreis Ludwigsburg aufging. ReligionNeben der evangelischen und der römisch-katholischen Kirche ist auch eine neuapostolische Gemeinde im Ort vertreten. Eingemeindungen
PolitikStadtratDie Stadtratswahlen am 13. Juni 2004 hatten folgendes Ergebnis:
¹ Unabhängige Wählergemeinschaft Bönnigheim; ² Bürgerliche Wählervereinigung Wappen und FlaggeDas Wappen zeigt in Rot ein sechsspeichiges, silbernes Rad sowie einen darunter liegenden, gesichteten silbernen Mond. Das Wappen spiegelt damit die Geschichte der Stadt wider, indem als Elemente das Mainzer Rad auftauchen, sowie der Mond als Teil des Wappens derer von Magenheim, die als Gründer von Bönnigheim gelten. Die Bönnigheimer Stadtfarben sind Weiß-Rot; sie sind seit mindestens 1921 in Gebrauch. Die Wappen der eingemeindeten Orte waren wie folgt:
StädtepartnerschaftenBönnigheim unterhält freundschaftliche Beziehungen zu:
Kultur und SehenswürdigkeitenBönnigheim liegt an der Württemberger Weinstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. MuseenMit dem Museum Charlotte Zander (Naive Kunst) im Stadionschen Schloss, dem Museum Sophie La Roche (der Autorin des ersten deutschen Frauenromans gewidmet), dem Schwäbischen Schnapsmuseum, der Arzney-Küche (einem Apothekenmuseum) und der Sudetendeutschen Heimatstube verfügt Bönnigheim über insgesamt fünf Museen. Bauwerke
Wirtschaft und InfrastrukturWeinbauDer Weinbau ist schon seit der ersten urkundlichen Nennung in Bönnigheim bekannt. Die Strombergkellerei baut heute als Erzeugergenossenschaft die Weine der Orte Bönnigheim, Kirchheim am Neckar, Hohenhaslach und Erligheim aus. Überregional bekannt als Weingut für Qualitätsweine, speziell für Spätburgunder und Lemberger, ist das Weingut Ernst Dautel. MedienAus Bönnigheim berichtet die Bönnigheimer Zeitung, eine Lokalausgabe der Südwest-Presse. Einmal wöchentlich erscheint mit einer Auflage von 7.000 Exemplaren das „Nachrichtenblättle”. Es berichtet aus den Rathäusern von Bönnigheim, Kirchheim und Erligheim. Öffentliche EinrichtungenEs gibt ein Alten- und Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime. BildungMit dem Alfred-Amann-Gymnasium, der Sophie La Roche-Realschule und der Ganerbenschule, einer Grund- und Hauptschule, sind alle Segmente des dreigliedrigen Schulsystems in Bönnigheim vertreten. Außerdem gibt es drei städtische, zwei evangelische und einen römisch-katholischen Kindergarten. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
