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Boostedt ist eine Gemeinde im Zentrum von Schleswig-Holstein und mit über 4.500 Einwohnern die einwohnerstärkste amtsfreie und ehrenamtlich verwaltete Gemeinde in Schleswig Holstein. Dort befindet sich ein Bundeswehrstandort mit 1700 Soldaten (Rantzau-Kaserne). GeografieGeografische LageBoostedt liegt im Herzen Holsteins, dem südlichen Teil des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Die Küsten von Nord- und Ostsee liegen jeweils nur eine Autostunde entfernt. Die Entfernung zur südlich gelegenen Stadt Hamburg und zur nördlich gelegenen Stadt Kiel beträgt jeweils rund 50 Kilometer. Boostedt im Kreis Segeberg gehört zum nördlichsten Zipfel der wirtschaftsstarken Metropolregion Hamburg. GeschichteDie älteste bekannte urkundliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahre 1201. Jedoch zeugen zahlreiche Funde aus früheren Epochen von einer früheren Besiedlung des Ortes. Wahrzeichen von Boostedt war bis zu seinem Abriss durch Sprengung am 18. Januar 2005 der von 1972 bis 1976 errichtete insgesamt 50 Meter hohe Radarturm. Dieser in Stahlbetonbauweise ausgeführte Turm hatte eine Plattform mit 22 Meter Durchmesser. Der Turm hatte eine Grundfläche von 10 x 10 Meter und einen Durchmesser von 6,50 Metern. PolitikWappenBlasonierung: „In Blau zwischen zwei aufrechtstehenden goldenen Buchenblättern ein silberner Schräglinksbalken, belegt mit neun einzelnen roten Ziegelsteinen, von denen der erste und der letzte im Schildrand verschwinden.”[1] Das Wappen von Boostedt vereinigt Symbole, die auf wichtige historische Ereignisse und wirtschaftliche Entwicklungen in der Gemeinde hinweisen. Neun Ziegelsteine belegen die neun im Ort seit 1737 entstandenen Ziegeleien. Die Herstellung von Handstrichziegeln war in Boostedt ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor. Der Schrägbalken im Wappen deutet die Via Regia an. Die Via Regia war ein wichtiger mittelalterlicher Verkehrsweg, der über Rendsburg, Neumünster und Bramstedt nach Hamburg führte und unweit des Ortes verlief. Als vielbenutzte Verbindung übte er einerseits einen fördernden Einfluss auf das Wirtschaftsleben aus; andererseits gab er im 30-jährigen Krieg durchziehenden Truppen zweimal die Gelegenheit zu Plünderungen des Ortes. Der Weg symbolisiert auch, dass nach 1945 eine große Anzahl ostdeutscher Flüchtlinge im Ort eine neue Heimat fand. Die Boostedter Berge mit ihrem Waldreichtum und ihrem Fremdenverkehrswert sowie der Ortsname finden in den goldenen Buchenblättern Ausdruck. QuellenTexte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
