Borchen in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Paderborn
Koordinaten: 51° 40′ N, 8° 44′ O
Höhe: 125–334 m ü. NN
Fläche: 77,13 km²
Einwohner: 13.464 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 175 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 33176–33178 (alt: 4799, früher 4791)
Vorwahlen: 05251, 05292, 05293
Kfz-Kennzeichen: PB
Gemeindeschlüssel: 05 7 74 012
Gemeindegliederung: 5 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unter der Burg 1
33178 Borchen
Webpräsenz: www.borchen.de
Bürgermeister: Heinrich Schwarzenberg
Lage der Gemeinde Borchen im Kreis Paderborn

Borchen (von Einwohnern umgangssprachlich auch "Wutts" genannt) ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Paderborn.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Borchen liegt auf der Paderborner Hochfläche, sie hat aber auch einen kleinen Anteil am östlichen Hellwegraum. Am nordwestlichen Ortsrand des Kernorts mündet die Altenau in die Alme, dort wo die A 33 an Borchen vorbei führt.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Borchen liegt bei 51° 40' n. Br. und 8° 44' ö. L. auf einer Höhe zwischen 125 m (im Almetal) und 334 m ü. NN (östlich von Dörenhagen). Das Gemeindegebiet bedeckt eine Fläche von 77,13 km². Die Ost-West-Ausdehnung beträgt etwa 12 km, die Nord-Süd-Ausdehnung etwa 9 km.

Nachbargemeinden

Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn grenzen an Borchen die Kreisstadt Paderborn, sowie die Städte Lichtenau (Westfalen), Bad Wünnenberg und Salzkotten, die allesamt dem Kreis Paderborn angehören.

Gemeindegliederung

Nach § 4 ihrer Hauptsatzung gliedert sich die Gemeinde Borchen in die fünf Ortschaften (Bezirke):

  1. Alfen,
  2. Dörenhagen (mit Eggeringhausen und Busch),
  3. Etteln,
  4. Kirchborchen (mit Schloß Hamborn) und
  5. Nordborchen,

für die jeweils ein Ortsvorsteher bestellt ist.

Geschichte

Seit dem Mittelalter bis 1802 ist das Gebiet der Gemeinde Borchen Teil des Hochstifts Paderborn, fällt dann aber mit diesem an Preußen. 1807 muss Preußen alle linkselbischen Territorien abgeben, das Gebiet fällt für kurze Zeit an das Königreich Westphalen. Dieses Königreich zerbricht aber bereits wieder 1813 und das Gebiet fällt an Preußen zurück, das hier neue Verwaltungsstrukturen schafft.

So kommt das Gebiet zum 1815 gebildeten Regierungsbezirk Minden in der neugeschaffenen Provinz Westfalen. 1816, bei der Bildung der neuen Landkreise, kommen Alfen, Nordborchen, Kirchborchen und Dörenhagen zum Kreis Paderborn - hier gehören sie zum Amt Kirchborchen - und Etteln kommt zum Kreis Büren, wo es bis 1974 zum Amt Atteln gehört.

Zur Geschichte der einzelnen Ortsteile siehe den Abschnitt Geschichte bei Alfen, Dörenhagen, Etteln, Kirchborchen und Nordborchen.

Religionen

In der Gemeinde Borchen gibt es fünf katholische Kirchengemeinden: St.Michael Kirchborchen, St.Laurentius Nordborchen, St.Walburga Alfen, St.Simon und Judas Thaddäus Etteln, St. Meinolfus Dörenhagen und eine evangelische Kirchengemeinde: Stephanus-Kirchengemeinde

Eingemeindungen

1969 schließen sich die Gemeinden Alfen, Nordborchen und Kirchborchen des Amtes Kirchborchen zur Gemeinde Borchen mit Sitz in Kirchborchen zusammen. Am 1. Januar 1975 schließt sich die bisherige Gemeinde Borchen mit Dörenhagen und Etteln zur neuen Gemeinde Borchen zusammen, das Amt Kirchborchen wird aufgelöst. Rechtsnachfolgerin ist die Gemeinde Borchen.

Wewer, das bis 1969, und Dahl, das bis einschließlich 1974 ebenfalls zum Amt Kirchborchen gehört hatten, wurden nach Paderborn eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1975 (31. Dezember) 8.930
1980 (31. Dezember) 10.013
1985 (31. Dezember) 10.261
1987 (25. Mai) ¹ 10.272
1990 (31. Dezember) 11.071
1995 (31. Dezember) 12.338
Jahr Einwohner
2000 (31. Dezember) 12.976
2001 (31. Dezember) 13.085
2002 (31. Dezember) 13.204
2003 (31. Dezember) 13.221
2004 (31. Dezember) 13.355
2005 (31. Dezember) 13.405

¹ Volkszählungsergebnis

Seit Gründung der Gemeinde Borchen in ihrer heutigen Gestalt 1975 hat sich die Einwohnerzahl von 8.930 um 4.475 auf 13.405 erhöht. Das entspricht einer Steigerung um 50 %.

Politik

Gemeinderat

Die 28 Sitze des Gemeinderat verteilen sich wie folgt:

  • CDU 16 Sitze
  • SPD 8 Sitze (SPD Borchen)
  • FWB 2 Sitze (Freie Wählergemeinschaft Borchen)
  • BBU 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister ist seit 1999 Heinrich Schwarzenberg.

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt einen aus parallelen Streifen gebildeten Buchstaben b, der den Zusammenschluss von fünf Gemeinden zur neuen Gemeinde Borchen symbolisiert. Das Kreuz erinnert an die Zugehörigkeit zum früheren Fürstbistum Paderborn. Der blaue Wellenbalken, der im oberen Teil gespalten ist, weist auf die im Gemeindegebiet zusammenfließenden Flüsse Alme und Altenau hin.

Wirtschaft und Infrastruktur

Medien

In Borchen werden zwei regionale Tageszeitungen verkauft, deren Lokalredaktionen für Borchen sich in Paderborn befinden. Den Mantelteil beziehen beide Zeitungen aus Bielefeld. Die "Neue Westfälische" [1] vom dortigen gleichnamigen Verlag, das "Westfälische Volksblatt" [2] vom "Westfalen-Blatt", zu dessen Unternehmensgruppe es gehört.

Etwa vierteljährlich erscheint der „Borchener Bote” , auf ehrenamtlicher Basis herausgegeben (Borchener Bote e.V.) und kostenlos an die Borchener Haushaltungen verteilt, um über die Geschehnisse in den Ortschaften der Gemeinde zu berichten, die in offiziellen Mitteilungen zu kurz kommen.

Viermal im Jahr erscheint „Borchen aktuell” als offizielles Informationsblatt der Gemeindeverwaltung Borchen, welches ebenfalls kostenlos an die Borchener Haushaltungen verteilt wird.




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Informationsportal über Borchen in Nordrhein-Westfalen - 23.5.2012