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Borkheide ist eine Gemeinde im Zentrum des Landkreises Potsdam-Mittelmark in Brandenburg statt. Der Flug ging von Borkheide (damals noch Bork) nach Brück. Die Schüler der Pilotenschule von Hans Grade wohnten in ihrer Schulzeit in diesem Hotel. Gleichzeitig war das "Fliegerheim" auch Versammlungsraum des Borker Verkehrsvereins, so dass der spätere Besitzer Wilhelm Rüde-Mösenthin das Geschäft ab 1921 noch vergrößerte, indem er noch einige Fremdenzimmer und den Tanzsaal anbaute. Des weiteren betrieb die Familie ein Kolonialwarengeschäft (heutiges Fliegerzimmer) und eine Kohlenhandlung. Seit 1910 war Bork das Ausflugsziel vieler Berliner, die die Grade-Flieger sehen und auch einmal selbst mitfliegen wollten. So kamen auch die ersten Siedler aus Berlin und anderen Regionen. Um den Bahnhof und das Marsfeld entstanden die ersten Landhäuser und Gärten. Durch diese Ansiedelungen wuchs auch ein Arbeitersiedlung daneben an. Zu Beginn der Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts gewann der Ort als Wochenendziel und Sommerfrische für die Berliner immer mehr Bedeutung und wuchs weiter an. Ab 1914 wurden in der Flugzeugabrik von Hans Grade vor allem mit Reparaturen von Kriegsflugzeugen vorgenommen und er entwickelte hier auch einen Traktor. Später machte er den ersten Entwurf eines Kleinwagens (genannt "Der kleine Grade") und beginnt 1919 mit dessen Produktion. Da der Bau von Flugzeugen Deutschland nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages von 1919 untersagt wurde, wurde dann hier Autos gebaut. Es wurden bis 1924 bis zu 1.000 Autos produziert. In Grades Automobilwerk wurden dann bis zu 800 Arbeiter beschäftigt. Im Jahr 1925 wurden die Grade-Automobil-Werke wegen Kapitalschwierigkeiten geschlossen. Ende 1937 wurden die Dörfer des Umlands, die einen slawischen Namen trugen, umbenannt. So wurde aus Wendisch-Bork z.B. Alt-Bork. Gleichzeitig wurde aus der Kolonie Bork die Gemeinde Borkheide. Ebenfalls in dem Jahr fanden hier die Dreharbeiten zum Film "Ziel in den Wolken" mit Brigitte Horney statt, und belebten das Fliegerheim Borkheide und damit auch den Ort noch mehr. Der ehemalige Flugplatz von Hans Grade, wurde nach 1933, und vor allem während des Zweiten Weltkrieges dann militärisch genutzt. Ab 1944 und gerade in den letzten Wochen und Monaten des Zweiten Weltkrieges, haben hier viele Bewohner der näheren größeren Städte, insbesondere aus Berlin, Zuflucht vor den ständigen Fliegerangriffen und späteren Kämpfen in und um Berlin gesucht, oder nutzten ihre reichlich vorhandenen Wochenenddomizile als Asyl, u.a. weil sie in den Städten ausgebombt wurden. 1945 bis 1989Die Nachkriegsentwicklung war hauptsächlich dadurch geprägt, dass viele Grundstücke und ehemaligen Wochenendhäuser verfielen, da die eigentlichen Besitzer nicht mehr regelmäßig kamen. Dies hatte zum großen Teil seinen Grund darin, dass viele der ehemaligen Nutzer aufgrund der zerstörten Stadt Berlin und politischen Verhältnissen in der DDR nach Westdeutschland weggezogen waren, und die Berliner andere Probleme während des Wiederaufbaues zu bewältigen hatten. Mit dem Mauerbau am 13.August 1961 wurde dann auch den Westberlinern der Zugang zu ihren Grundstücken und Wochenendhäusern endgültig abgeschnitten, und die Grundstücke und Aufbauten verfielen. Einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung, erlebte die Waldgemeinde in der DDR, als sie zum damaligen Kreis Belzig des DDR-Bezirkes Potsdam gehörte. Ab den 1960er Jahren, wurde Borkheide als Erholungsort von Bürgern aus dem Chemiedreieck Bitterfeld, Wolfen, Merseburg und Halle entdeckt, die hier eine große Anzahl der ungenutzten und inzwischen durch den Rat der Gemeinde verwalteten Grundstück-und Wochenendhäuser übernahmen, um sich von den Luft- und Umweltbelastungen in ihren Heimatorten zu erholen. Einige größere Betriebe aus dieser Gegend betrieben hier auch ihre betriebseigenen Erholungsobjekte und Betriebsferienlager für Kinder. Dies hatte zur Folge, dass gerade in den Sommermonaten mehr Gäste als Einwohner in Borkheide gewesen sind. Entwicklung seit 1990Nach der Wende 1990 wurden ein Gewerbegebiet erschlossen in denen sich einige mittelständische Unternehmen ansiedelten, und zwei weitere Eigenheim-Siedlungen errichtet: "In den Langen Stücken" und "Breite Heide", in welche dann auch viele ehemalige Westberliner einzogen. Im Rahmen dieses Bevölkerungsanstieges wurde es nötig die Schule um einen Neubau zu ergänzen und einen Supermarkt, der den alten und zwischenzeitlich auch zu klein gewordenen Konsum ersetzte. Die sich im Ort befindliche Grundschule trägt seit Sommer 2005 den Namen von Hans Grade, welcher ihr in Anwesenheit von dessen Nichte Brigitte Grothum verliehen wurde. Bevölkerungsentwicklung seit 1990(ohne 2. Wohnsitz)
Sehenswürdigkeiten
Im Ort befindet sich das Grab von Hans Grade und Arthur Dizier, als eines von 16 Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft hier, der hier im Wald durch SS-Aufseher erschossen wurde, als er bei einem Transport einer Häftlingsgruppe des KZ Buchenwald fliehen wollte.
FreizeitmöglichkeitenDas im Jahr 2003 wieder eröffnete Waldbad Borkheide ist ein künstlich angelegtes chemiefreies Naturbad, welches das 1972 vorherige stark sanierungsbedürftige und deshalb 1998 geschlossene alte Waldbad ersetzte, und eine gern genutzte Einrichtung in den Sommermonaten für Kinder und Erwachsene. Hier befinden sich seit Sommer 2005 auch eine Rutsche für Kinder und ein 3-Meter-Sprungturm für Groß und Klein. Da dieses Bad durch einen Verein betrieben wird, haben viele Mitglieder hier eine ergänzende Freizeitbeschäftigung z.B. in der DLRG gefunden. Unweit dieses Bades befindet sich der Sportplatz des örtlichen Sportverein BSV 90, bei dem unter anderem mehrere Fussballmannschaften von Klein bis Senioren kicken. Hier ist für die nächste Zukunft auch ein öffentlicher Bolzplatz geplant. Weiterhin besteht eine aktive Freiwillige Feuerwehr mit Jugendgruppe im Ort, und die örtlichen Jugendlichen haben in mühevoller Eigenleistung eine heruntergekommene Baracke, als schmucken Jugendklub und damit den wichtigsten Treff der Jugend ausgebaut. Für Radwanderer und Inliner, ist der durch den Ort führende Fahrradweg R 1 eine ideale Ausgangsbasis zur Erkundung der Umgebung, bis Potsdam und Berlin oder auch Belzig und Rabenstein/Fläming. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
