Bosau in Schleswig-Holstein


Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Amt: Großer Plöner See
Koordinaten: 54° 6′ N, 10° 26′ O
Höhe: 25 m ü. NN
Fläche: 64,25 km²
Einwohner: 3564
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23715
Vorwahl: 04527
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 007
Adresse der
Amtsverwaltung:
Heinrich-Rieper-Str. 8
24306 Plön
Webpräsenz: www.amt-grosser-
ploener-see.de
Bürgermeister: Mario Schmidt
Lage der Gemeinde Bosau im Kreis Ostholstein

Bosau ist eine amtsangehörige Gemeinde am Plöner See im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. In der Nähe liegende Orte sind im Norden Plön sowie im Osten Eutin.

Geographie

Ortsteile

Zur Gemeinde Bosau gehören die Ortsteile Kleinneudorf, Löja, Bichel, Wöbs, Hutzfeld (Außenstelle der Amtsverwaltung), Brackrade, Thürk, Hassendorf, Quisdorf, Majenfelde, Liensfeld, Kiekbusch, Braak und Klenzau.

Geschichte

Bekannt ist Bosau durch die 1151 / 1152 erbaute St.-Petri-Kirche. Sie entstand im Rahmen der Christianisierung des slawisch besiedelten Ostholstein. Der Missionar Vicelin wurde 1149 von Heinrich dem Löwen zum Bischof ernannt und erhielt Bosau als Kirchensitz. Er erlitt hier 1150 einen Schlaganfall und lebte mit Halbseitenlähmung weiter. Der Mönch Helmold von Bosau berichtete davon in seiner "Slawenchronik".

1939 erwarb die Firma Hellmuth Walter KG aus Kiel Gelände am Plöner See und errichtete dort in Stadtbek ihre Werkserprobungsstelle. Hier wurden Torpedos und die Schlitzrohrschleuder erprobt. Diese Walter-Schlitzrohrschleuder war eine chemische Dampfschleuder, die dann bis Kriegsende Verwendung fand. Die Flugbombe Fi 103, später Vergeltungswaffe 1 bzw. V1 genannt, wurde von der Walter-Schlitzrohrschleuder (Katapult) mittels Dampfkolben mit einer Geschwindigkeit von 350 km/h in die Luft geschleudert. Der Kolben wurde ausgeklinkt und die Fi 103 flog mit eigenem Pulsoantrieb weiter. Gebäude der Erprobungsstelle, im See auf Pfählen errichtet, wurden durch die Alliierten gesprengt.

Politik

Gemeinderat

Die siebzehn Sitze in der Gemeindevertretung verteilen sich seit der Kommunalwahl 2003 auf zehn Sitze für die CDU, fünf für die SPD und zwei für die FDP.

Bürgermeister

  • 1947-1959: Alfred Ahrens, SPD

Wappen

Blasonierung: „Gespalten. Vorn in Blau ein liegender silberner stilisierter Adlerkopf am Spalt mit dem Schnabel nach oben, hinten in Rot ein aufgerichteter goldener Löwe.”[1]

Gemeindepartnerschaften

Saujon (F), in Frankreich (Charente-Maritime), zwischen La Rochelle und Bordeaux, 5500 Bewohner

Wirtschaft und Infrastruktur

Bosau ist anerkannter Luftkurort mit über 100 000 Übernachtungen pro Jahr. Die Ostsee ist ca. 20 km entfernt.

Quellen




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Informationsportal über Bosau in Schleswig-Holstein - 23.5.2012