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Brakel ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Höxter. GeografieGeografische LageBrakel liegt im Mittelpunkt des Kreises Höxter zwischen Eggegebirge und Weser im Oberwälder Land (Nethegau) 30 km östlich von Paderborn und 15 km südwestlich von Höxter. Stadtgliederung
(Stand der Einwohnerzahlen: 31. Dezember 2003) GeschichteBrakel wurde erstmals um 836 von Benediktinermönchen als "villa brechal" erwähnt. Es liegt im Nethegau. Laut einer Urkunde aus dem Jahre 1213 übertrug Hermann von Brakel seine Zehnteinkünfte "ad ecclesiam Bracle". Brakel entwickelte sich zu einer nicht unbedeutenden Handelsstadt, die Mitglied der Hanse war und noch heute ist. Im 14.Jahrhundert stand die Hansestadt im Mittelpunkt ihrer Blüte und war im Bistum Paderborn gleichrangig mit Paderborn und Warburg, erkennbar am eigenen Gerichts- und Marktrecht. Die allgemeine Lage verschlechterte sich im 15. Jahrhundert. In den Außenbezirken erfolgte die Gründung des Klosters Brede. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ auch in Brakel Spuren. 1803 übernahm Preußen die Stadt und ernannte Brakel zur Kreisstadt. Nach vorübergehender französischer Verwaltung musste man den Kreissitz ab 1832 endgültig an Höxter abtreten. Am 1. Januar 1970 schlossen sich die zuvor selbständigen Gemeinden Beller, Bellersen, Bökendorf, Erkeln, Hembsen, Hinnenburg, Istrup, Rheder, Riesel und Schmechten der Stadt an. Im Zuge des Landesgesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise vom 5. November 1974 wurden der Kreis Höxter und der Altkreis Warburg zusammengelegt. Die bis dahin selbständigen Gemeinden Auenhausen, Frohnhausen, Hampenhausen, Siddessen und die Stadt Gehrden fielen an Brakel. Im Zuge der Neuordnung war auch in der Diskussion, Brakel zur Kreisstadt des neuen Kreises zu ernennen. Besonders die geografische Lage in der Mitte des neuen Kreises wurde als Pluspunkt Brakels angesehen. Letztlich scheiterten die Brakeler Ambitionen auf den Kreissitz aber. Höxter blieb Kreisstadt. Zwischen 1966 und 1995 war Brakel Garnisonsstadt des 43. Artilleriebataillons aus Belgien. Die heutigen Schwerpunkte der Entwicklung sind:
HanseBrakels hansischen Beziehungen gehen bereits auf seine frühe Geschichte bis hin zum Mittelalter zurück. Bereits die erste nachweisliche Ansiedlung "villa brechal" (erste schriftliche Erwähnung im Jahr 836 im Zusammenhang mit der Überführung der Gebeine des heiligen Vitus von St. Denis bei Paris nach Corvey), später im 12. Jahrhundert Sitz der Herren von Brakel, liegt aufgrund zweier sich hier kreuzenden alten Handelswege einerseits in zentraler Verkehrslage, andererseits bietet die Topografie eine Ausdehnungsmöglichkeit im Frühmittelalter. So hatten die Fernhändler an der Entwicklung Brakels von Anfang an den entscheidenden Anteil, wie sie als Führungsschicht in vielen Plananlagen westfälischer Städte nachweisbar sind. Die durch Brakel verlaufende Hellweglinie ist somit die tradierte Wirtschaftsbasis für den Fernhandel. Als Prinzipalstadt der Hansestadt Paderborn wurde Brakel Mitglied der Hanse. So war Brakel frühzeitig am hansischen Handel beteiligt. Insbesondere im 13. und 14. Jahrhundert hatte sich der Handel in Brakel bis in die Hansestädte des Ostseeraumes entwickelt. Auf diese hansischen Beziehungen verweisen zu der Zeit (15. Jahrhundert) im Ostseeraum nachweisbare Brakeler Münzen. (Auszüge aus dem Beitrag "Brakel als Hansestadt" von Ulrich Ernst als Bestandteil der hansischen Stadtgeschichten des Westfälischen Hansebundes). Ausgehend von der gemeinsamen geschichtlichen Vergangenheit gründeten die Vertreter von 20 ehemaligen Hansestädten am 25. Juni 1983 den Westfälischen Hansebund, dem auch die ehemalige Hansestadt Brakel als Gründungsmitglied angehört. Mittlerweile gehören ihm 40 ehemalige Hansestädte an. Ziel des Hansebundes ist unter anderem, das Eigenbewusstsein der Westfälischen Hansestädte zu fördern, zur Selbstdarstellung der Städte beizutragen und ihre Gemeinsamkeiten herauszustellen. Bereits seit 1984 ist es Tradition, regelmäßig einmal im Jahr einen sog. "Westfälischen Hansetag" durchzuführen. Die Hansetage sind für den Besucher attraktiv und informativ im Sinne des Hansegedankens gestaltet und insbesondere geprägt durch kulturelle, touristische und sportliche Veranstaltungen (Festumzüge, Bauern-, Handwerker- und Kaufleutemarkt, Aktionsbühne, Abendveranstaltungen, pp.). In den in diesem Zusammenhang auch regelmäßig stattfindende Sitzungen des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit und des historischen Arbeitskreises sowie der Delegiertenversammlung arbeiten die Mitglieder des Westfälischen Hansebundes im Sinne des Hansegedankens eng zusammen. PolitikGemeinderatDie 32 Sitze des Gemeinderat verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004) BürgermeisterHauptamtlicher Bürgermeister ist seit 1999 Friedhelm Spieker CDU Wappen, Banner und FlaggeWappenbeschreibung: In Rot zwischen zwei silbernen (weißen) oben durch einen Ziergiebel verbundenen, spitzbedachten Türmen ein grüner Schild mit drei silbernen (weißen) Pfählen, im Schildhaupt überdeckt von einem roten Balken, der mit drei goldenen (gelben) Kugeln belegt ist. Bedeutung: Der kleine Schild mit dem Torgatter, der auf Brakeler Münzen bereits 1227 vorkommt, ist das Wappen der Herren von Brakel, die bis zu ihrem Aussterben in männlicher Linie 1268 die Stadtherren waren. An der Südseite des Rathauses befindet sich ein Wappenstein, wohl aus dem 16. Jahrhundert, der nur diesen Schild der Herren von Brakel zeigt. Auch die Paderborner Wappenhandschrift des 18. Jahrhunderts enthält als Wappen von Brakel nur diesen Schild. Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts führt die Stadt Brakel ein Siegel, welches die unter „Beschreibung" wiedergegebene Darstellung enthält. Ein seit 1316 gebrauchter Siegelstempel wird heute noch im Stadtarchiv aufbewahrt. Als im Jahre 1907 das Wappen neu festgesetzt wurde, wählte die Stadt als Vorbild den Siegelstempel von 1316. Die Farbgebung des Wappenschildes der Herren von Brakel entspricht den Stadtfarben, da die Wappenfarben des ausgestorbenen Stadtherrengeschlechtes nicht bekannt sind. In dieser Form erhielt das Wappen am 18. März 1908 die königliche Genehmigung. Banner: Von Grün und Weiß längsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt in der Mitte der oberen Hälfte. Schrift oberhalb des Wappens: Stadt, Schrift unterhalb des Wappens: Brakel. Flagge: Von Grün und Weiß längsgestreift mit dem von der Mitte zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt. StädtepartnerschaftenDie Stadt Brakel unterhält Städtepartnerschaften zur Gemeinde Wetteren (Belgien) und Gemeinde Zirkow auf Insel Rügen. Infrastruktur und WirtschaftVerkehrSchienenverkehrDer Bahnhof Brakel (Höxter) liegt an der Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen (–Goslar) (KBS 403 und 355). Die Strecke wird im Stundentakt von der RB 84 „Egge-Bahn” Paderborn–Ottbergen–Holzminden bedient. In Ottbergen bestehen Anschlüsse nach Bodenfelde–Northeim und Göttingen, in Holzminden ist zur Weiterfahrt ein Zugwechsel mit langen Übergangszeiten erforderlich. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der NordWestBahn, die Bombardier-Talent-Triebwagen der DB-Baureihe 643 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt. Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der „Hochstift-Tarif” (Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. StraßenBrakel liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen B 64 (Münster-Paderborn-Brakel-Holzminden-Seesen) und der B 252 (Blomberg-Brakel-Korbach-Marburg). Bildung
Söhne und Töchter der StadtIn Brakel wurden geboren:
SportDer lokale Fußballverein SpVgg Brakel spielte in den 90er Jahren mehrere Saisons in der Oberliga Westfalen. Heute spielt die erste Mannschaft des Vereins in der Verbandsliga. AnnentagDer Annentag in Brakel die größte Innenstadtkirmes im Weserbergland, die alljährlich am Wochenende des ersten Augustsonntags stattfindet. Literatur
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