Brandis in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Leipzig
Landkreis: Muldentalkreis
Koordinaten: 51° 20′ N, 12° 37′ O
Höhe: 137 m ü. NN
Fläche: 34,81 km²
Einwohner: 9761
Bevölkerungsdichte: 280 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04821
Vorwahl: 034292
Kfz-Kennzeichen: MTL
Gemeindeschlüssel: 14 3 83 060
Stadtgliederung: 4 Ortschaften
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 3 und 6
04821 Brandis
Webpräsenz: www.stadt-brandis.de
Bürgermeister: Andreas Dietze (CDU)

Brandis ist eine Stadt in der Nähe der Stadt Leipzig gelegen. Sie liegt im Osten der Leipziger Tieflandsbucht. Die Stadt entstand aus dem Zusammenschluss von Beucha und der Stadt Brandis am 1. Januar 1999.

Geografie und Verkehr

Brandis liegt südlich der B 6 und nördlich der A 14. Diese ist über die Abfahrt Naunhof (ca. 4 km) erreichbar. Leipzig liegt ca. 18 km westlich und die Stadt Wurzen ca. 15 km östlich der Gemeinde. Die Bahnstrecke Leipzig–Grimma verläuft durch Beucha.

Die Landschaft wird geprägt durch den 179 m hohen Kohlenberg mit seiner waldreichen Umgebung. Der Ortsteil Waldsteinberg liegt mitten in dieser waldreichen hügeligen Landschaft. Die Gemeinde Beucha wird durch die weithin sichtbare Bergkirche geprägt. Im Stadtgebiet befinden sich auch mehrere Granitporphyrsteinbrüche. In diesem wurden, unter anderem, auch die Steine für das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gebrochen.

Ortsteile

  • Beucha
  • Polenz
  • Waldsteinberg
  • Brandis
  • Wolfshain

Geschichte

Die Stadt Brandis wurde erstmals 1121 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1150 bekam die Siedlung Marktrechte. Seit dem 13. Jahrhundert werden in der Gegend Steine abgebaut. Die Bergkirche in Beucha wird 1280 erstmals erwähnt. Unter dem Dreißigjährigen Krieg hatte die Stadt sehr zu leiden. Über die Hälfte der Bevölkerung verlor ihr Leben.

Das von 1700-1727 gebaute barocke Stadtschloß war der Nachfolgebau des Schlosses, dass 1696 beim größten Stradtbrand teilweise zerstört wurde. Heute dient es als Alten- und Pflegeheim. 1938 wurde im Ortsteil Polenz ein Militärflugplatz gebaut. Hier wurde das Experimentalflugzeug Sack AS-6 getestet. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1994 wurde der Flughafen von der Sowjetarmee genutzt. Bis zum 30. Oktober 2005 wurde der Flugplatz privat genutzt. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde am 1. Januar 1999 aus der Stadt Brandis und der Gemeinde Beucha die neue Stadt Brandis gebildet.

Sehenswürdigkeiten

  • Stadtschloss Brandis
  • Ost- und Westbruch am Kohlenberg

Partnergemeinden

  • Hohenhameln
  • Freudental

Literatur

  • Brandis. Geschichte einer sächsischen Kleinstadt, hrsg. von der Stadtverwaltung Brandis. Beucha 1996. ISBN 3-930076-38-1



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Informationsportal über Brandis in Sachsen - 23.5.2012