Brome in Niedersachsen


Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Gifhorn
Samtgemeinde: Brome
Koordinaten: 52° 36′ N, 10° 57′ O
Höhe: 66 m ü. NN
Fläche: 36,66 km²
Einwohner: 3397
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38465
Vorwahl: 05833
Kfz-Kennzeichen: GF
Gemeindeschlüssel: 03 1 51 005
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 36
38465 Brome
Webpräsenz: www.brome.de
Bürgermeister: Ingrid Klopp (CDU)

Brome ist ein Flecken im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen.

Geografie

Geografische Lage

Er liegt unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt und ragt in das Gebiet wie ein Rostrum hinein. Der Flecken Brome gehört gemeinsam mit den Gemeinden Bergfeld, Ehra-Lessien, Parsau, Rühen, Tiddische und Tülau zur Samtgemeinde Brome.

Gemeindegliederung

Die fünf Ortsteile des Flecken sind Altendorf, Benitz, Brome, Zicherie und Wiswedel.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die mittelalterliche Ortsgeschichte, bei der Burg und Ort zwischen verschiedenen Herrschern hin- und hergereicht wurden, verlief unruhig und wechselvoll. Ursprünglich war die Ansiedlung am Ohre-Übergang eine planmäßige Ortsbegründung von Heinrich dem Löwen in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. 1292 fiel Brome an der Markgrafen von Brandenburg, kam aber infolge dessen Kinderlosigkeit wieder an den welfischen Zweig zurück. 1360 verpfändete dessen Herrscher, Herzog Magnus von Braunschweig Burg und Ort an die von Bartensleben. 1492 übernahm Fritz von der Schulenburg die Herrschaft, um sie 1583 wieder an die von Bartensleben abzugeben.

Burg Brome

Die Burg wurde erstmals urkundlich im Erbschaftsvertrag Heinrich des Löwen im Jahre 1203 erwähnt. Sie war eine von über 70 Grenzfesten im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Ihre Aufgabe war der Schutz gegen die benachbarten Machtbereiche des Kurfürstentums Brandenburg und des Erzbistums Magdeburg. Nach dem Erlöschen der Linie der von Bartensleben übernahm das Geschlecht der von der Schulenburg deren Besitzungen und damit auch die Burg Brome. Die Gebäude dienten als Gericht, Wohnhaus des Vogtes und als Wirtschaftsgebäude.

Die Burganlage besteht aus dem mittelalterlichen kleineren Ostflügel und dem langgestreckten nördlichen Hauptflügel. Dazwischen erhebt sich im Innenhof der Treppenturm mit rund 23 m Höhe. Das zweigeschossige Hauptgebäude hat die Maße von 37 x 9 m und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es ist mit Backsteinen im alten Klosterformat restauriert worden. Im seinem Kellergeschoss befinden sich in zwei Räumen Kreuzgewölbe.

Seit 1976 wird die Burg als Heimatmuseum genutzt, dessen Schwerpunkt auf der Darstellung der ländlichen Selbstversorgung und des alten Handwerks (u.a. Schmied, Schuhmacher, Drechsler, Tischler) im Bromer Land liegt. Weitere Angebote sind ein mittelalterlicher Kräutergarten, eine Korbimkerei sowie als Restauration ein Museumscafe.

Politik

Der Rat des Fleckens Brome setzt sich aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeisters.

SPD CDU BLU Bündnis 90/Die Grünen Gesamt
2006 3 7 4 1 15 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Silber und Rot durch Zinnenschnitt geteilt, unten ein blaubewehrter, schreitender, goldener Löwe, darüber ein wachsender roter Turm mit roter Haube.

Veranstaltungen

  • Am jeweils dritten Wochenende im August findet seit etwa 1985 auf Burg Brome das „Burgfest” statt, zu dem sich jeweils mehrere tausend Besucher einfinden.

Burgfesttermin 2007: 18. + 19. August

Literatur

  • Andreas Reucher: Heimatmuseum Burg Brome in: Museen und Ausflugziele im Raum Gifhorn-Wolfsburg, Gifhorn 1989
  • Johann Dietrich Bödeker: Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder, Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller. Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4



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Informationsportal über Brome in Niedersachsen - 23.5.2012