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Brüel ist eine kleine Stadt im Norden des Landkreises Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Sternberger Seenlandschaft mit Sitz in der Stadt Sternberg verwaltet (Außenstelle in Brüel). Zu Brüel gehören die Ortsteile Golchen, Keez, Kronskamp, Necheln und Thurow. GeografieBrüel liegt nahe der mittleren Warnow im nördlichen Bereich der Sternberger Seenlandschaft. Die Stadt wird flankiert durch den Keezer See im Westen sowie den Tempziner See und dem Groß Labenzer See im Norden und Nordosten. Die Entfernung zur Hansestadt Wismar beträgt etwa 30 km, zur Landeshauptstadt Schwerin etwa 27 km. Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Langen Jarchow, Zahrensdorf, Blankenberg, Weitendorf, und Kuhlen-Wendorf. GeschichteDer Name Brüels stammt vom slawischen bryla ab, was soviel wie (Erd)-Schollen-Platz bedeutet. Während der Ost-Kolonisation unter Heinrich dem Löwen wurde die Slawen-Burg im 12. Jahrhundert zerstört und am selben Ort eine neue größere Burganlage errichtet, deren Standort noch heute zu erkennen ist. In einer Urkunde zur Gründung des nahe gelegenen Antoniter-Klosters Tempzin vom 7. Juni 1222, wurde Brüel erstmals erwähnt, die ältesten Teile der Kirche standen zu dieser Zeit bereits. Reimar von Plessen erhob Brüel laut einer Urkunde von 1340 zur Stadt. Dieses Jahr ist aber umstritten, da andere Quellen besagen, dass es Brüel erst um 1377 erlangte. Als Brüel bei einem Stadtbrand 1485 seine Privilegien verlor, erneuerte diese Heinrich von Plessen zwei Jahre später, 1502 stiftete er vier Vikareien. Sein Bild und das seiner Frau Abel von Lützow, ziert noch heute eine Kirchenwand. Brüel blieb bis 1611 bei den von Plessens, in dieser Zeit wurde Brüel auch immer wieder mit Schenkungen bedacht, wie z.B. mit einer noch heute existierenden Kirchenglocke von 1588. In der Folge wechselte Brüel häufiger den Besitzer, auch diese machten der Stadt immer wieder Schenkungen, wie Wilhelm Ludwig von Kohlhans der ihr 1698 ein größeres Armenhaus stiftete. Die Stadt war im Mittelalter durch einen Wall mit einem darauf befindlichen Plankenzaun und zwei Stadttoren, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurden, befestigt. 1708 wurde Brüel auf Befehl von Herzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg (in Mecklenburg-Schwerin) zusätzlich noch mit einem Graben umgeben. Auf dem alten Burgberg wurde 1878 ein neues Schulhaus errichtet, dessen Kellergewölbe noch aus der Burg stammt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Brüel zu einer Landstadt, deren typische Häuser man heute noch in der Stadt sieht. VerkehrÜber den Anschluss Zurow (Entfernung 19 km) ist Brüel an die Ostseeautobahn A 20 (Lübeck - Stettin) angebunden. In der Stadt treffen die Bundesstraße 192 und die Bundesstraße 104 zusammen. Somit bestehen gute Verbindungen zu den Nachbarstädten Sternberg und Warin sowie zu den Städten Parchim, Güstrow und Schwerin. Der nächste Bahnhof liegt in der Nachbargemeinde Blankenberg. Sehenswürdigkeiten
Kirchen und ReligionsgemeinschaftenNeben der evangelisch-lutherischen Gemeinde, die in Brüel u.a. einen Eine-Welt-Laden betreibt, existiert die freikirchliche Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die sich in einem zum Gemeindezentrum umgebauten Wohnhaus versammelt. Die Stadtkirche von Brüel ist ein Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert mit einem einschiffigen, zweijochigen Langhaus. Der Stil wird vom Übergang von der Romanik zur Gotik gekennzeichnet. Der Chor ist quadratisch. Beides ist mit Kreuzrippengewölbe ausgeführt. Die Fensterleibungen der schlanken, spitzbogigen Fenster und das südliche Chorportal sind mit im Wechsel angebrachten glasierten und unglasierten Ziegeln geschmückt. Am Ostgiebel finden sich Blenden und Blendenkreuz. Anstelle des Turmes wurde im 15. Jahrhundert ein Anbau am Westgiebel mit Staffelgiebel, Blenden und kleinen Blendenkreuzen errichtet, der mit einem Satteldach gedeckt ist. Im Kirchenschiff wurden die ursprünglichen Gewölbemalereien freigelegt. Von 1753 stammt der hölzerne Altaraufsatz mit großem Kruzifix. Von ursprünglich zwei Figuren an den Seiten ist nur eine erhalten. Bemerkenswert ist die gut erhaltene Kanzel von 1624 mit geschnitzten Figuren der Evangelisten und Renaissanceornamenten am Schalldeckel. Zur Innenausstattung der Kirche gehören weiter ein hölzerner Kruzifix von 1500, eine Grabplatte von 1690 und an der Nordwand des Langhauses neben der Kanzel ein Wandbild des Heinrich von Plessen mit seiner Ehefrau Abel von Lützow in Lebensgröße aus dem 16. Jahrhundert. Hier in der Brüeler Kirche findet man eine der letzten Orgeln des Orgelbaumeisters Friedrich Wilhelm Winzer. Sie wurde 1843 erbaut. Auf der Südseite des Schiffes in einer Kapelle befindet sich ein aufwändig geschnitztes barockes Epitaph von 1685. Persönlichkeiten
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