Burg Stargard in Mecklenburg-Vorpommern


Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburg-Strelitz
Amt: Stargarder Land
Koordinaten: 53° 29′ N, 13° 18′ O
Höhe: 50 m ü. NN
Fläche: 41,10 km²
Einwohner: 4589
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17094
Vorwahl: 039603
Kfz-Kennzeichen: MST
Gemeindeschlüssel: 13 0 55 009
Adresse der
Stadtverwaltung:
Mühlenstraße 30
17094 Burg Stargard
Webpräsenz: www.burg-stargard.de
Bürgermeisterin: Bärbel Bredemeier
Lage der Stadt Burg Stargard im Landkreis Mecklenburg-Strelitz

Burg Stargard (bis 1929: Stargard) ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Der Name Stargard ist slawischen Ursprungs und bedeutet alte Burg. Die Stadt ist idyllisch zwischen sieben Bergen gelegen. Auf einem dieser Berge (Burgberg) steht die mittelalterliche Burg Stargard, welche der Stadt ihren Namen gab.

Geografie

Die Stadt liegt im Tal der Linde, etwa 8 km südlich der kreisfreien Stadt Neubrandenburg. Eine Grundmoräne mit Höhen bis zu 127 m ü. NN bestimmt das Stargarder Land. Es fällt im Westen zum Tollensesee ab, an dem die Gemarkung der Stadt einen Uferanteil hat.

Zu Burg Stargard gehören die Ortsteile Bargenstorf, Quastenberg, Lindenhof und Sabel.

Geschichte

Die deutsche Siedlung von Händlern und Handwerkern wuchs seit dem frühen 13. Jahrhundert am Fuße einer spätmittelalterlichen Burg, die für die Kolonisation des slawischen Gebietes zentrale Bedeutung hatte und früh zum politischen Zentrum der nach ihr benannten Herrschaft Stargard wurde. Für ältere Vorgängersiedlungen, die verschiedentlich vermutet werden, fehlt bis heute der wissenschaftliche Nachweis. Auch für slawische Vorgängerbauten erbrachten archäologische Untersuchungen auf dem Burgberg keinen Beleg. Gleichwohl muss überraschen, dass insbesondere die Burg in die schriftliche Überlieferung bereits als „Alte Burg” [nach altpolabisch: Stary (alt) und Gard (Burg)] eintritt. Ort oder Burg werden als „Stargart” zuerst 1170 genannt unter den Ortschaften, welche dem Bistum Havelberg (angeblich) zur Stiftung des Kloster Broda geschenkt worden sind. Die betreffende Urkunde hat sich jedoch als Fälschung und der Ort Stargard darin Zusatz aus späterer Zeit erwiesen, datierend wohl um das Jahr 1244.

Im Jahr 1259 wurde der Ort Stargard mit brandenburgischem Recht belehnt und zur Stadt erhoben. 1292 als Wittum von den Askaniern in die Hände der Fürsten, später Herzöge zu Mecklenburg gelangt war Stargard 1352-1471 Residenz einer Nebenlinie der mecklenburgischen Dynastie. Im Dreißigjährigen Krieg als Hauptquartier des kaiserlichen Generals Tilly (1631) letztmalig von strategischer Bedeutung verlor die Burg in der Folgezeit schnell Bedeutung und wurde Sitz eines herzoglichen Verwaltungsamtes. Vom allgemeinen Niedergang des Landstrichs nach dem Dreißigjährigen Krieg mitbetroffen, 1758 bei einem Großbrand zu weiten Teilen zerstört, sank die Stadt Stargard (ab 1929: Burg Stargard) zur unbedeutenden Landstadt herab und verlor im frühen 20. Jahrhundert die letzten überörtlich wirkenden Behörden.

Als Mittelzentrum der Region ist Burg Stargard heute bei leicht steigenden Einwohnerzahlen beliebter Wohnort im „Speckgürtel” des nahegelegenen Oberzentrums Neubrandenburg.

Politik

Wappen

Blasonierung: „Auf silbernem Schild einen goldbewehrten roten Adler.”

Städtepartnerschaft

  • Stadt Marne im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein seit 1990

Sehenswürdigkeiten

  • nördlichste Höhenburg Deutschlands aus dem 13.Jahrhundert (11 Gebäude)
  • Heimatmuseum befindet sich im Marstall der Burganlage
  • historischer Stadtkern, entstanden zu großen Teilen im 18. Jahrhundert
  • Heilig-Geist-Hospital als ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt (erbaut 1290)
  • Wohnhaus der Malerin Marie Hager mit ständiger Ausstellung
  • Tierpark auf dem Klüschenberg.

Persönlichkeiten

  • Johanna Beckmann (Scherenschnitt-Künstlerin)
  • Gottlieb Burchard Genzmer (Theologe, Naturforscher)
  • Marie Hager (Malerin)
  • Carl (Charles) Rümker (Astronom)
  • Carl Stolte (Pädagoge)
  • Daniel Zander (Komponist und Dichter)

Literatur

  • Literatur über Burg Stargard in der Landesbibliographie M-V



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Burg Stargard in Mecklenburg-Vorpommern - 24.5.2012