Burg in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Jerichower Land
Koordinaten: 52° 16′ N, 11° 51′ O
Höhe: 54 m ü. NN
Fläche: 150,72 km²
Einwohner: 24.747
Bevölkerungsdichte: 164 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39288
Vorwahl: 03921
Kfz-Kennzeichen: JL
Gemeindeschlüssel: 15 3 58 005
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
In der Alten Kaserne 2
39288 Burg
Webpräsenz: www.stadt-burg.de
Bürgermeister: Bernhard Sterz (SPD)

Burg ist die Kreisstadt des Landkreises Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.

Geografie

Geografische Lage

Burg liegt etwa 25 km nordöstlich der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg. Wichtige Gewässer in Burg sind der Fluss Ihle und der Elbe-Havel-Kanal. Das Gebiet um die Stadt wurde durch eiszeitlichen Einfluss geprägt, auf den unter anderem der Fläming zurück geht, an dessen Ausläufer Burg liegt.

Stadtgliederung

Zur Stadt Burg gehören folgende Ortschaften und Ortsteile:

  • Ortschaft Detershagen (seit 1.12.2002*)
  • Ortschaft Ihleburg (seit 25.5.2002)
  • Ortschaft Niegripp *)
  • Ortschaft Parchau *)
  • Ortschaft Schartau *)
  • Ortsteil Blumenthal
  • Ortsteil Gütter
  • Ortsteil Madel

Geschichte

Die Stadt Burg wird am 1. Oktober 948 erstmalig erwähnt. Begünstigt wurde die Ansiedlung, weil der Höhenrand des nordwestlichen Fläming über der wasserführenden Ihle- und Elbniederung mit seinen teilweise fruchtbaren und wildreichen Gelände günstige Daseinsbedingungen bot. Greifbar setzt die Vorgeschichte Burgs mit dem Neolithikum (jüngere Steinzeit) ein, etwa mit dem Beginn des 3. Jahrtausends vor Christus. Bodenfunde aus der Bronzezeit und dann der Eisenzeit dokumentieren die weitere Frühgeschichte Burgs.

Nach Abwanderung der germanischen Bevölkerung in der Zeit der Völkerwanderung ließen sich in der Nähe des Ihleübergangs Slawen nieder. Die ottonischen Könige begannen im 10. Jahrhundert ihre Eroberungspolitik: Im Jahre 928 eroberte Heinrich 1. Brandenburg (seit 1. November 1990)

  • La Roche-sur-Yon in Frankreich
  • Tira in Israel
  • Kultur und Sehenswürdigkeiten

    Durch Burg führt die Ferienstraße "Straße der Romanik".

    Bauwerke

    Durch die frühe Entstehung und die gute Lage wurde die Stadt Burg früh mit Befestigungsanlagen ausgestattet. Einige dieser Anlagen sind erhalten und insbesondere die Türme prägen das Stadtbild bis heute.

    Sehenswürdigkeiten:

    • Wasserturm (1902 )
    • Hexenturm (12. Jhdt.)
    • Berliner Torturm (14. Jhdt.)
    • Kirche "Unser Lieben Frauen" (1186 erstmalig erwähnt)
    • Rathaus (1224 erstmalig erwähnt)
    • Bismarck-Turm, im Volksmund Fläming-Turm (1907 eingeweiht)
    • Burger Roland de Ries
    • Kirche Sankt Petri
    • Kirche Sankt Nicolai
    • Kirche Sankt Johannes

    Wirtschaft und Infrastruktur

    Verkehr

    Die Stadt liegt an der Bahnlinie von Berlin-Potsdam-Magdeburg nach Hannover. Wichtige Verkehrsachsen sind die Bundesstraße B1, B246a und die Bundesautobahn A2, sowie der Elbe-Havel-Kanal. Am südlichen Stadtrand ist ein Sonderlandeplatz für Flugzeuge vorhanden.

    Ansässige Unternehmen

    Burger Knäcke Werke

    Seit 1931 existieren in Burg die Knäcke-Werke, welche die ersten ihrer Art in Deutschland waren. Diese wurden von ihrem Gründer, dem Ernährungswissenschaftler Dr. Wilhelm Kraft von Berlin-Lichterfelde (dort 1927 gegründet) nach Burg verlegt. Seit 2001 ist die Burger Knäcke GmbH & Co. KG ein Unternehmen der Brandt-Gruppe. Die Burger Knäcke-Werke produzieren größtenteils Knäckebrot und Zwieback. Zur Zeit sind dort etwa 150 Mitarbeiter beschäftigt.

    Walzwerk Burg

    Das Walzwerk Burg ist seit über 40 Jahren auf die Fertigung von Edelstahlprodukten spezialisiert. Das Walzwerk Burg gehört seit 1997 zur Unternehmensgruppe der Georgsmarienhütte Holding GmbH.

    • 1908 gegründet als „Berlin-Burger Eisenwerke” (BBE)
    • Seit 1937 Blechwalzwerk
    • Seit 1954 Blechwalzwerk für Edel- und Werkzeugstähle
    • 1990 Gründung der Walzwerk Burg GmbH
    • 1994 Beginn des Aufbaus der Service-Center

    Sendeanlage für Lang- und Mittelwelle der Deutschen Telekom AG

    Im Ortsteil Brehm befindet sich eine große Sendeanlage der Deutschen Telekom AG für Rundfunk im Lang- und Mittelwellenbereich, das Funkamt Brehm. Die markantesten Bauwerke dieser Anlage sind ein 324 Meter hoher abgespannter Stahlfachwerkmast, der eine Rhombus-Sendeantenne für Mittelwelle trägt, ein 210 Meter hoher abgespannter Rohrmast, eine 60 m hohe HP (Horizontal-Polarisiert)- Antenne auf sechs freitragenden Stahgittermasten, sowie die 55 m hohe Dreieckantenne (K 1) auf drei abgespannten Stahlgittermasten. Ein zweiter 210 Meter hoher Rohrmast wurde am 22. Juni 2006 gesprengt.

    Persönlichkeiten

    Söhne und Töchter der Stadt

    • 1546, Joachim a Burck, † 24. Mai 1610 in Mühlhausen
    • 1780, 1. Juli , Carl von Clausewitz, † 16. November 1831 in Breslau, deutscher Militärtheoretiker
    • 1851, 24. Februar Hermann Paasche, † 11. April 1925 in Detroit, deutscher Politiker (DVP)
    • 1893, 17. Juni, Hermann Matern, † 24. Januar 1971 in Berlin, deutscher Politiker (KPD, SED), MdL (Preußen), Vizepräsident der Volkskammer.
    • 1933, 21. Juli , Brigitte Reimann, † 20. Februar 1973 in Neubrandenburg

    Zitate

    "Im Herbste 1840 verließ ich Berlin und ging zunächst nach Burg, einer ansehnlichen Stadt, von der trotzdem »niemand nichts weiß«. Oder doch nicht viel. Die Nähe Magdeburgs hat es von Anfang an in den Schatten gestellt." - Theodor Fontane: Von Zwanzig bis Dreißig




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    Informationsportal über Burg in Sachsen-Anhalt - 24.5.2012