Burscheid in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rheinisch-Bergischer Kreis
Koordinaten: 51° 6′ N, 7° 7′ O
Höhe: 88 – 251 m ü. NN
Fläche: 27,38 km²
Einwohner: 19.122 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 698 Einwohner je km²
Postleitzahl: 51399
Vorwahl: 02174
Kfz-Kennzeichen: GL
Gemeindeschlüssel: 05 3 78 008
Stadtgliederung: 89 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Höhestraße 7-9
51399 Burscheid
Webpräsenz: www.burscheid.de
Bürgermeister: Hans Dieter Kahrl (CDU)

Burscheid gehört zum Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen und hat fast 20.000 Einwohner. Die Stadt ist geprägt durch viele kleinere Ortschaften und durch ihr Stadtzentrum mit Marktplatz und Kirche. Burscheid wurde bereits 1175 erstmals urkundlich erwähnt. Am 18. August 1856 bekam die damalige Landgemeinde durch den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die Stadtrechte verliehen.

Wirtschaft

Hauptarbeitgeber sind die Firmen Federal Mogul (ehemals Goetze AG) und Johnson Controls mit zusammen rund 3.200 Beschäftigten.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
31. Dezember 1990 17.312
31. Dezember 2003 19.290
31. Dezember 2004 19.238
31. Dezember 2005 19.122
31. Dezember 2006 20.037









Politik

Bürgermeister ist seit dem 1. April 1998 Hans Dieter Kahrl (CDU). Er wurde damals noch vom Rat der Stadt mit den Stimmen von CDU, UWG und Grünen gewählt. Bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 wurde er mit 51,6 % der Stimmen von den Wählerinnen und Wählern im Amt bestätigt.

Der Stadtrat wurde wie folgt gewählt:

  • CDU, 2.932 Stimmen, 40,1 % (1999: 47,4 %)
  • SPD, 1.989 Stimmen, 27,2 % (28,4 %)
  • Grüne, 745 Stimmen, 10,2 % (6,5 %)
  • UWG, 884 Stimmen, 12,1 % (8,5 %)
  • FDP, 767 Stimmen, 10,5 % (9,2 %)

Verkehr

Burscheid liegt verkehrsgünstig an der Autobahn A 1 Köln-Dortmund. Auch die Bundesstraßen B 51 Köln-Wuppertal und B 232 Leverkusen-Burscheid verlaufen durch die Stadt. Die B 232 bindet Burscheid über Leverkusen auch an die Autobahn A 3 an.

Die Stadt

Hauptorte sind Burscheid Innenstadt und Hilgen

Hilgen ist neben dem Hauptort die größte und wichtigste Ortschaft der Stadt. Sie liegt rechts und links der B51 und grenzt an Wermelskirchen. Hilgen besitzt eine eigene Infrastruktur zur Versorgung der Bevölkerung.

Hilgen wird erstmals genannt 1510 in einer Abgabenliste der Kirche zu Wermelskirchen, Nicolaus J. Breidenbach

weitere Ortschaften

Altenhilgen - Kaltenherberg - Kamberg - Bellinghausen - Kämersheide - Benninghausen - Kamp - Berghamberg - Kämpchen - Berringhausen - Kippekofen -Blasberg - Kleinbruch - Bornheim - Kleinhamberg - Bruchermühle - Kleinösinghausen - Büchel - Kotten - Claasmühle - Kretzheide - Dierath - Kuckenberg - Dohm - Lambertsmühle - Drauberg - Lamerbusch - Dünweg - Dürscheid - Lämgesmühle - Eichenplätzchen - Leie - Engelrath - Liesendahl - Eschenborn - Linde - Eschhausen - Löh - Flügel - Luisental - Geilenbach - Gerstenmühle - Lungstraße - Griesberg - Massiefen - Großbruch - Maxhan - Großhamberg - Nagelsbaum - Großösinghausen - Neuenhaus - Grünscheid - Neuenhof - Grünscheider Mühle - Neusieferhof - Gut Höfchen - Niederrepinghofen - Hahnensiefen - Oberlandscheid - Hammerweg - Oberwietsche - Hanscheider Hof - Paffenlöh - Hartungshof - Repinghofen - Haus Landscheid - Rötzinghofen - Heddinghofen - Schneppendahl - Heide - Sieferhof - Herkensiefen - Hilgen - Spiegelhof - Hinterweg - Sträßchen - Thielenmühle - Hürringhausen - Unterwietsche - Imelsbach -Irlen - Irlerhof - Irlermühle

Musik

Burscheid gilt als die Musikstadt des Bergischen Landes mit einer Tradition seit 1811. Bereits 1812 wurde die heute noch bestehende Musicalische Academie zu Burscheid gegründet. Die Musicalische Academie von 1812 e.V. ist das älteste Laienorchester Deutschlands. Der Orchesterverein Hilgen 1912 e.V. - Oelberger Musikverein Burscheid 1876 - ist das erfolgreichste Amateurorchester Deutschlands. Dreimal (1996, 2000, 2004) errang der OVH den Titel als bestes deutsches Amateurorchester in symphonischer Blasmusik.

Weitere Musikvereine in Burscheid sind die Chorgemeinschaft Burscheid e.V. (gegründet 1842), der Männergesangverein Dürscheid 1889 e.V., der Damenchor Dürscheider Dreiklang e.V. (gegründet 1986), die Singschule Dürscheid e.V. (gegründet 2004), der Gemischte Chor Wiehbacher Echo Heddinghofen (gegründet 1926), der katholische Kirchenchor St. Laurentius Burscheid, die evangelische Kantorei Burscheid und der Bläserkreis des CVJM Burscheid.

Basis der Musikstadt Burscheid ist die Jugendmusikschule Burscheid e.V. mit derzeit rund 600 Schülern (gegründet 1972).

Sport

Da ca. jeder 5. Burscheider Mitglied in einem Sportverein ist, wurde Burscheid durch den Landessportbund Nordrhein-Westfalen mit dem Titel "die sportliche Gemeinde" geehrt.

Sportvereine in Burscheid

Burscheider Turngemeinde 1867 e.V.(BTG) - Ballspielverein 1911 Burscheid e.V. (BVB) - Burscheider Badminton-Club e.V. (BBC)- Burscheider Schützenverein 1864 e.V. - DLRG Ortsgruppe Burscheid e.V. - Gebrauchshundeverein Burscheid e.V. - Hilgener Schützenverein 1923 e.V. - Motorsportfreunde "Kolbenring" Burscheid e.V. - Ländlicher Reit- und Fahrverein Burscheid-Paffenlöh 1926 e.V. - Radsportgemeinschaft Burscheid 1978 e.V. - Schachfreunde Burscheid 1929 - Tennisclub Grün-Weiß Burscheid e.V. - Tischtennisclub Grün-Weiß 1948 Burscheid e.V. - Turnerbund Großösinghausen 1884 e.V. (TBÖ) - Turngemeinde Hilgen 04 e.V. (TGH) - Wanderfreunde 1981 Burscheid e.V.

Sportstätten in Burscheid

Sporthalle Auf dem Schulberg - Max-Siebold-Halle Hilgen - Hans-Hoersch-Halle - Hugo-Pulvermacher-Halle - Karl-Zimmer-Halle - Kuno-Hendrichs-Sportanlage Hilgen - Schulturnhalle Hilgen - Turnhalle Ösinghausen - Turnhalle der Realschule Auf dem Schulberg - Sportplatz Griesberg - Burscheider Bad - Schulsportanlage Im Hagen - Beachsportanlage Im Hagen

Sehenswürdigkeiten

  • Eifgenburg - die Ringwallanlage aus dem 9./10. Jahrhundert, im Eifgental gelegen, zeugt von der ersten Besiedlung des heutigen Burscheider Stadtgebietes. Die Eifgenburg ist als archäologisches Bodendenkmal ausgewiesen.
  • Haus Landscheid ist ein altes Adelsgut, welches 1371 einem Ritter Heinrich von Nesselrode gehörte. Von 1718 bis 1725 wurde ein Ersatzgebäude errichtet. Nachdem es ab 1983 als Restaurant und Tagungsort genutzt wurde, steht das Gebäude nun seit 1998 leer. Derzeit wird es umgebaut, um ein Hotel, Restaurant und Therapiezentrum zu beherbergen.
  • Die Lambertsmühle liegt im Wiehbachtal im Südwesten der Stadt und wird seit 1994 Schritt für Schritt liebevoll restauriert. Die Mühle hat bereits wieder ein intaktes Mühlrad. Künftig soll das Gebäude-Ensemble das Heimatmuseum der Stadt beherbergen. Die Ausstellung des Museums soll den Weg vom Korn zum Brot dokumentieren und praktisch erfahrbar machen. Der historische Fachwerkbau mit seinen Nebengebäuden ist zugleich Anschauungsobjekt für viele Touristen aus der Umgebung.
  • Weitere sehenswerte historische Mühlen in Burscheid sind die Thielenmühle (hier gründete 1887 Friedrich Goetze die spätere Goetze AG, heute Federal-Mogul), Grünscheider Mühle, Dürscheider Mühle, Gerstenmühle und Brucher Mühle.
  • Die Evangelische Kirche am Markt wurde im Jahre 1767 erbaut. Sie ist eine typische Bergische Barockkirche mit bemerkenswertem Alter-Kanzel-Orgel-Prospekt. An gleicher Stelle wurde die erste Vorgänger-Kirche bereits im 13. Jahrhundert errichtet.
  • Darüber hinaus gibt es zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude in der Innenstadt.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Paul Luchtenberg (1890 - 1973), Mitbegründer der FDP, MdB, Nordrhein-Westfälischer Kultusminister.
  • Wilhelm Schmidt, Bürgermeister der Stadt Burscheid von 1894 bis 1928
  • Hugo Pulvermacher, Burscheider "Turnvater"
  • Erich Richartz-Bertrams, Industrieller und Mäzen

Söhne und Töchter der Stadt

  • Günter Wallraff (*1942) Journalist
  • Carl Lauterbach (1906 - 1991) Maler und Sammler

Weitere Persönlichkeiten

  • Günter Kärner, Kantor und Komponist
Städte und Gemeinden im Rheinisch-Bergischen Kreis

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Informationsportal über Burscheid in Nordrhein-Westfalen - 24.5.2012