
|
Cadolzburg (veraltet: Kadolzburg) ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Fürth. GeographieGeographische LageDie Topographie des Ortes weist beträchtliche Höhenunterschiede auf. NachbargemeindenDie Nachbargemeinden sind:
(Aufzählung: Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn.) GemeindegliederungCadolzburg besteht aus dem Hauptort und weiteren 15 Ortsteilen:
GeschichteDa es sich um einen Ortsnamen handelt, der auf -burg endet, ist auf eine wohl frühmittelalterliche Befestigung – eventuell aus dem 9. oder 10. Jahrhundert – zu schließen. Deuten ließe sich der Name dann als Burg des Kadolt. Über die Form einer solchen Burg ist nichts bekannt, allerdings macht der ideale Bergsporn es wahrscheinlich, dass er bereits im Frühmittelalter befestigt war. 1157 werden Ort und Burg erstmalig urkundlich als Helmericus de Kadolzburg erwähnt. PolitikMarktgemeinderatDer Marktgemeinderat hat 20 Mitglieder.
(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002) BürgermeisterAm 3. März 2002 wurde Bernd Obst (CSU) mit 52,2% der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. OrtspartnerschaftenDie Partnergemeinden sind Mauterndorf in Österreich, Ultental in Italien und Le Palais Sur Viene in Frankreich. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerkeBurgNamensgeber des erstmals 1388 erwähnten Marktes ist die 1157 erwähnte Cadolzburg. Der heutige Baubestand der Burganlage stammt jedoch aus dem 13. - 18. Jahrhundert. Ab 1260 dient die Cadolzburg als Sitz der Hohenzoller Burggrafen von Nürnberg. Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg baute die Burg grundlegend um. Er starb hier 1440. Während des Dreißigjährigen Krieges blieb die Burg unversehrt, wurde aber 1945 bis auf die Außenmauern zerstört und wird derzeit (2006) wiederhergestellt; dabei wurde z. B. der größere der beiden Renaissancegiebel fast vollständig mit neuem Material nachgebildet. Der Hauptburg südlich vorgelagert ist eine großzügig bemessene Vorburg mit heute vornehmlich Bauten des 17. und 18. Jahrhunderts sowie ein ummauerter Lustgartenbereich. Der Torturm mit dem Uhrtürmchen ist ein gotischer Bauteil (13./14. Jahrhundert). AussichtsturmDer Aussichtsturm wurde an hoher Stelle des Ortes 1893 von der Lokalbahn Aktien-Gesellschaft (LAG) München im neugotischen Stil errichtet. Er bietet bei klarem Wetter eine weit reichende Rundumsicht. Früher war er vor allem für die Fürther ein beliebtes Ausflugsziel, um am Wochenende oder besonders zur Kirschbaumblüte (Bläh) mit der Bahn nach Cadolzburg zu fahren. Ein quadratisches Holztreppenhaus führt über fünf Stockwerke nach oben. Auf etwa halber Höhe befindet sich ein (ebenfalls zugänglicher) kleiner Balkon an einer Seite des Turms, betretbar durch eine Holztür. Im oberen Teil leicht verjüngt, ragt schließlich über Konsolen die überdachte Aussichtsplattform hervor. Den Abschluss bildet darüber eine Turmspitze mit vier dekorativ hervortretenden Fenstern an jeder Seite. Der Turm ist gegen einen Spendenbeitrag zu begehen (0,50 EUR, einzuwerfen in eine fest montierte Geldkassette im Eingangsbereich) und grundsätzlich von Sonnenauf- bis -untergang unbewacht offen. Bemerkenswertes:
Sonstige BauwerkeDie Pfarrkirche wurde 1750/51 in klassizistischen Barockformen als Saalbau neu über einem wohl gotischen Vorgängerbau errichtet. Das Innere bestimmt eine umlaufende Emporenanlage mit einer Altarwand im Osten und der Orgel im Westen. Der Taufstein entstammt der barocken Neubauphase (datiert 1751). Beachtlich ist die wohl erst nachträglich aus spätgotischen Holzschnitzfiguren zusammengestellte Kreuzigungsgruppe aus dem Umkreis des Veit Stoß; Maria und Johannes wohl von 1470/80, das Kruzifix um 1500. Die ehemalige Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert ist zu beträchtlichen Teilen erhalten; am Torturm findet man die inschriftliche Datierung 1476. Das historische Rathaus findet man in interessanter Hanglage. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrIm Halbstunden-Takt Mo.-Fr., samstags im Stundentakt und im 2-Stundentakt an Sonn- und Feiertagen kann man mit der Rangaubahn von Fürth über Zirndorf nach Cadolzburg gelangen. Literatur
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
