Calvörde in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Ohrekreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Oebisfelde-Calvörde
Koordinaten: 52° 24′ N, 11° 18′ O
Höhe: 52 m ü. NN
Fläche: 36,24 km²
Einwohner: 1780
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39359 (alt: 3242)
Vorwahl: 039051
Kfz-Kennzeichen: OK
Gemeindeschlüssel: 15 3 62 022
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Lange Straße 12
39646 Oebisfelde
Webpräsenz: www.calvoerde.de
Bürgermeister: Klaus Zimmermann (CDU)

Calvörde ist ein Flecken im Ohrekreis in Sachsen-Anhalt. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde-Calvörde an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Oebisfelde hat.

Geografie

Geografische Lage

Calvörde liegt ca. 15 km nordwestlich von Haldensleben zwischen Drömling, Colbitz-Letzlinger Heide und Flechtinger Höhenzug. Im Westen wird der Ort durch den Mittellandkanal und im Osten durch den Fluss Ohre begrenzt, welcher der Namensgeber des Landkreises ist.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1196 zurück. An der Stelle, an welcher sich auch heute noch eine Brücke befindet, gab es eine Furt durch die Ohre. Eine von Südosten kommende Handelsstraße überquerte hier den Fluss. Sie führte von Leipzig über Magdeburg nach Lüneburg und Hamburg. Eine zweite Straße, von Braunschweig kommend, stieß dazu. Eine heimische Überlieferung schreibt die Entstehung der Furt einem Mann namens Kale zu, so dass der Name also Kales-Förde (Überfahrtsstelle des Kale) bedeutet. [1]
Im späten 13. Jahrhundert wird eine Burg (siehe Burg Calvörde) erwähnt, die in den nachfolgenden Jahrhunderten mehrfach die Besitzer wechselte. Seit 1571 ist die Burg und der Ort durch Herzog Julius von Braunschweig Teil des Herzogtum Braunschweig. Die Burg diente dann als Witwengut diverser Herzoginnen. 1737 wurde die Burg, die arg baufällig geworden war, abgetragen. Calvörde und Umgebung gehörten bis 1945 zum Freistaat Braunschweig, dann zum Lande Sachsen-Anhalt. Die evangelischen Kirchengemeinden gehören seit der Wiedervereinigung wieder zur Braunschweigischen Landeskirche.

Namensentwicklung

Jahr 1196 1270 1343 1345
veränderter Name Kollenvorde Kalenvorde Calvoerde Kalevort, Kalvorde

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1900 2.027
1905 2.151
1910 2.142
1933 2.150
1939 2.125
1945 2.800
1952 2.950
1955 2.441
1958 2.245
1959 2.213
Jahr Einwohner
3. Oktober 1990 1.781
31. Dezember 1995 1.746
31. Dezember 2000 1.784
31. Dezember 2001 1.780
31. Dezember 2002 1.790
31. Dezember 2003 1.766
31. Dezember 2004 1.764
31. Dezember 2005 1.775
30. Juni 2006 1.780
  [1] [2]

Bürgermeister

Am 6. Mai 2001 wurde Klaus Zimmermann zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt [2].

Wappen

Der Flecken Calvörde gehört zu den wenigen Landgemeinden, die ein historisches, eigenes Wappen führen. Es zeigt auf gespaltenem Schild vorn in Rot den goldenen schreitenden Braunschweigischen Löwen und hinten in Gold drei grüne Hopfendolden. Das beweist, dass die Ernährungsgrundlage schon in den ältesten Zeiten der Hopfenanbau und der Handel mit Hopfen gewesen ist.

Bauwerke

  • Evangelische St. Georgskirche. Die barocke Kirche wurde von 1700 bis 1729 durch Matheseos und Leonhard Christoph Sturm erbaut. Der Turm wurde 1887 in neobarocken Formen vollendet. Von 1984 bis 1988 wurde die Kirche renoviert und erhielt im Zuge der Arbeiten einen barocken Altar aus einer Kirche in Sachsen. Sehenswert sind ferner die barocke Orgel und zahlreiche Epitaphe und Grabsteine.
  • Reste der Burgruine (siehe Burg Calvörde)
  • Fachwerkbauten am Markt

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Wilhelm von Bode, bedeutender Kunsthistoriker und Museumsfachmann



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Informationsportal über Calvörde in Sachsen-Anhalt - 24.5.2012