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Cham ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberpfalz in Ostbayern, der seit der Gebietsreform 1972 auch die früheren Landkreise Waldmünchen und Kötzting (letzterer gehörte vormals zu Niederbayern) sowie den östlichen Teil des ehemaligen Landkreises Roding umfasst. GeografieGeografische LageDie Stadt Cham liegt an dem Fluss Regen, der in Regensburg in die Donau mündet, in der Cham-Further Senke, einem tiefen Taleinschnitt, der das Mittelgebirge Oberpfälzer Wald im Nordosten vom Mittelgebirge Bayerischer Wald im Süden teilt, etwa 20 km westlich der tschechischen Grenze. NachbargemeindenDie Stadt Cham grenzt im Norden an die Gemeinden Pemfling, Waffenbrunn und Willmering, im Nordosten an Weiding und im Osten an Runding sowie Chamerau. Im Südosten liegt die Gemeinde Zandt, im Süden Traitsching, im Südwesten Schorndorf, im Westen die Stadt Roding und im Nordwesten die zur Verwaltungsgemeinschaft Stamsried gehörende Gemeinde Pösing. StadtgliederungCham besteht neben der Kernstadt aus 52 weiteren Stadtteilen:
GeschichteIm Jahr 748 gründeten Benediktinermönche aus dem Regensburger Kloster St. Emmeram im heutigen Stadtteil Chammünster eine "Cella" (klösterliche Niederlassung), die als sogenannte Urpfarrei mit dem späteren Marienmünster zum Ausgangspunkt der Besiedelung des Oberen Bayerischen Waldes wurde. Im Jahr 976 wurde Cham als "Civitas Camma" erstmals als Stadt erwähnt. Auf dem Galgenberg stand einst eine Reichsburg, die den Handelsweg nach Böhmen sicherte. Um das Jahr 1000 erhielt Cham eine eigene Münzstätte. Es wurde der sogenannte Chamer Denar geprägt. Der Name "Cham" [Ka:m] ist keltischen Ursprungs ("Kambos") und bedeutet so viel wie "Kurve" oder "Krümmung". In der Nähe des Chamer Stadtteils Altenstadt mündet das windungsreiche Flüsschen Chamb in den Regen, welches vermutlich der Namensgeber für diese erste Siedlung am Regenknie war. Gerne wird der Name "Cham" jedoch auch von "Kamm" abgeleitet, weshalb das Wappen der Stadt auch einen Kamm enthält. Im 13. Jahrhundert verlegte man die Stadt an ihren heutigen Standort. Während der Hussitenkriege im 15. Jahrhundert durchlebten die Chamer Bürger harte Zeiten. 1429 belagerten die Hussiten vergeblich die Stadt. Bei Satzdorf, vor den Toren Chams, gelang deutschen Rittern ein erster Sieg über die Hussiten, zu dem Heinrich Notthafft "der Reiche" von Wernberg auf Runding erheblich beitrug. 1742 eroberten und zerstörten die Panduren unter Franz Freiherr von der Trenck die Stadt. 1861 wurde Cham an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Eine Phase relativen Wohlstands folgte, Cham gehörte zu den wichtigsten süddeutschen Umschlagplätzen für Holz. Am 18. April 1945 wurden bei einem englischen Luftangriff auf den westlichen Teil Chams 63 Menschen getötet. Durch zahlreiche Kriegsflüchtlinge aus Schlesien und dem Sudetenland wuchs die Einwohnerzahl von 5.860 auf über 10.000 an. Bei der Gebietsreform in Bayern 1972 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Altenmarkt, Loibling, Thierlstein sowie Teile der Gemeinden Penting und Rhanwalting und 1978 schließlich die Gemeinden Chammünster und Windischbergerdorf in die Stadt Cham eingemeindet. PolitikStadtratDer Stadtrat der Stadt Cham besteht aus 24 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 3. März 2002 ergab folgende Sitzverteilung bei einer Wahlbeteiligung von 66,9 Prozent (13.340 wahlberechtigte Bürger):
BürgermeisterSeit 1984 ist Leo Hackenspiel (Freie Wähler) Erster Bürgermeister der Stadt Cham. Seine letzte Wiederwahl erfolgte am 3. März 2002. WappenBlasonierung: Das Wappen zeigt "unter dem Schildhaupt mit den bayerischen Rauten, belegt mit zwei schräg gekreuzten silbernen Schwertern mit goldenen Griffen, in Rot zwischen zwei silbernen Zinnentürmen eine Zinnenmauer, die mit einem roten Schild belegt ist, darin ein silberner Kamm." Das Wappen verbindet das vom mittelalterlichen Siegel hergeleitete Wappenbild der zweitürmigen Burg mit aufgelegtem Schild, darin der (falsch) redende Kamm, mit dem 1809 durch König Maximilian I. Joseph für Kriegsverdienste verliehenen neuen Schildhaupt mit den bayerischen Rauten und den gekreuzten Schwertern. Zinnentürme und Zinnenmauer als Symbole für den Stadtstatus sind ebenso wie der Kamm schon in den Siegeln seit dem 13. und 14. Jahrhundert belegt. Seit 1398 sind viele farbige Abbildungen des Wappens mit silbernem oder goldenem Kamm in Rot, jedoch fast immer ohne Burg, überliefert. Im 19. Jahrhundert war die Feldfarbe überwiegend Schwarz statt Rot. StädtepartnerschaftenMit der Schweizer Gemeinde Cham ZG besteht seit 1981 ein Partnerschaftsvertrag. Seit 1993 besteht eine Partnerschaft mit der tschechischen Kreisstadt Klattau (Klatovy). Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Bauwerke und Plätze
ParksIm Zuge der Kleinen Landesgartenschau "Natur in der Stadt Cham" im Jahr 2001 wurden Grünanlagen der Stadt erneuert und auch teilweise neu angelegt. Der nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernte Stadtpark beim Redemptoristenkloster bildet die grüne Lunge der Stadt. Südöstlich vom Zentrum befindet sich mit der Quadfeldmühle eine große Grünfläche, die auch zum Sport einlädt. Außerdem findet man vor allem am Regenufer in die Natur eingearbeitete Promenaden. SportFußball Schießen Eisstock Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturCham hat die Funktion eines Mittelzentrums und ist Sitz zahlreicher Behörden. In der Nordgau-Kaserne ist das Fernmeldebataillon (FmBtl) 4 der Panzerbrigade 12 stationiert. VerkehrFernstraßenIn Cham kreuzen sich die drei Bundesstraßen B 85 (Amberg – Passau), B 22 (Weiden – Cham) und B 20 (Straubing – Furth im Wald). EisenbahnCham liegt an der Eisenbahnlinie Furth im Wald – Schwandorf. In Cham zweigen Stichstrecken nach Waldmünchen und Bad Kötzting – Lam ab. Die Hauptstrecke wird von der Regentalbahn unter dem Markennamen Oberpfalzbahn im Auftrag der Deutschen Bahn AG im Stundentakt, die Stichstrecken im Zweistundentakt befahren. Zusätzlich gibt es dazu täglich drei Direktverbindungen nach Nürnberg, zwei Direktverbindungen nach München sowie drei Direktverbindungen nach Prag. Ansässige Unternehmen
Medien
Bildung
PersönlichkeitenEhrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
Sonstiges
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